Foto aus: Sibylle Kranich: Der Künstler und Leiter der Malerfachschule Ernst Rehmann, in: Rüppurrer Lebensbilder, Bd. 2 der Schriftenreihe Rüppurrer Hefte, hrsg. von der Bürgergemeinschaft Rüppurr durch Günther Philipp, Karlsruhe 2005, S. 51.

Ernst Rehmann

Maler und Lehrer, * 23. Oktober 1906 Ettenheim, † 9. Juni 1996 Karlsruhe, ∞ 1. 1935 Berta Frey, 2 Kinder, 2. 1978 Mia Leinberger.

Nach dem Abitur ging Ernst Rehmann, Sohn eines Lehrers, an die Badische Landeskunstschule, wo er seit 1927 unter anderem bei Georg Scholz, Karl Hubbuch und August Babberger studierte. 1932-1934 war er Referendar am Goethe-Gymnasium Karlsruhe und ab 1934 Assessor für das Lehramt im Fach Kunst. 1936-1939 arbeitete er als Kunsterzieher an einem Privatgymnasium in Triberg und am Gymnasium Lahr.

Nach dem Kriegsdienst 1939-1945 ließ Rehmann sich im Karlsruher Stadtteil Rüppurr nieder und verdiente seinen Lebensunterhalt als Hilfsarbeiter und frei schaffender Künstler. Ab 1952 war er wieder als Lehrer für Stilkunde, Ornamentlehre und Freihandzeichnung an der Malerfachschule Karlsruhe tätig. 1969 trat er als Gymnasialprofessor und Leiter der Malerfachschule in den Ruhestand.

Seit den 1960er-Jahren beschäftigte er sich intensiv mit der Siebdrucktechnik (Serigrafie bzw. Farbserigrafie), die er perfektionierte. Er schuf Siebdrucke mit über 300 Motiven. Im Ruhestand organisierte Rehmann zahlreiche Ausstellungen seiner Werke und unternahm zusammen mit seiner zweiten Ehefrau jährliche Studienreisen unter anderem nach Frankreich, Schweden, Irland und Tunesien, die sich in seiner künstlerischen Produktion in Aquarellen, Ölgemälden und Siebdrucken niederschlugen. So auch in dem im Eigenverlag erschienenen Buch Djerba - Insel zwischen Traum und Wirklichkeit.

Günther Philipp 2014

Quelle

StadtAK 8/ZGS Bildende Künstler und Architekten.

Werk

Djerba-Insel zwischen Traum und Wirklichkeit, Eigenverlag 1984.

Literatur

Sibylle Kranich: Der Künstler und Leiter der Malerfachschule Ernst Rehmann, in: Rüppurrer Lebensbilder, Bd. 2 der Schriftenreihe Rüppurrer Hefte, hrsg. von der Bürgergemeinschaft Rüppurr durch Günther Philipp, Karlsruhe 2005, S. 46-51.