Edgar Dahlinger: Der Maler Heinrich Bühler, in: Rüppurrer Lebensbilder II, Bd. 6 der Schriftenreihe Rüppurrer Hefte, hrsg. von der Bürgergemeinschaft Rüppurr durch Günther Philipp, Karlsruhe 2009, S. 37.

Heinrich Bühler

Maler, * 17. März 1893 Landau, † 2. September 1986 Karlsruhe, ∞ 1924 Anna Ebler, 1 Kind.

Der Sohn eines Kunstschreiners besuchte die Grund- und Hauptschule in Offenburg und absolvierte danach eine dreijährige Lehre im Zeichenbüro einer Offenburger Glasmalerei. Bereits 1910 wurde Bühler - ohne Aufnahmeprüfung - in die heutige Staatliche Akademie der Bildenden Künste aufgenommen. Seine Lehrer waren Friedrich Fehr und Walter Georgi.

Im Ersten Weltkrieg dreimal verwundet, konnte er 1918 das Studium wieder aufnehmen. Seit 1924 war er frei schaffender Künstler in Karlsruhe und pflegte freundschaftliche Beziehungen mit Künstlerkollegen wie Richard Dilger, August Kutterer und Wilhelm Winkler. Eine fruchtbare Schaffensperiode vor dem Zweiten Weltkrieg war begleitet von Studienreisen, unter anderem nach Griechenland, Italien, Frankreich und Holland. 1944 wurde er noch zur Wehrmacht eingezogen und im Sommer 1945 aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft entlassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Bühler in Rüppurr.

Er malte und zeichnete zeitlebens unbeeinflusst von Modeströmungen gegenständlich in einem impressionistischen Stil. Schwerpunkte seines Oeuvres bilden in frühen Skizzenbüchern, Zeichnungen, Arbeiten in Öl und Aquarellen besonders Landschaftsmotive und Porträts.

Günther Philipp 2014

Literatur

Edgar Dahlinger: Der Maler Heinrich Bühler, in: Rüppurrer Lebensbilder II, Bd. 6 der Schriftenreihe Rüppurrer Hefte, hrsg. von der Bürgergemeinschaft Rüppurr durch Günther Philipp, Karlsruhe 2009, S. 32-37.