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	<title>Stadtlexikon - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>De:Lexikon:bio-0585</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Otto Friedrich Abetz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Otto Friedrich Abetz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0585.jpg|200px|thumb|left|Otto Abetz, 1955, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1560.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Otto Friedrich Abetz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstlehrer, Diplomat, * 26. März 1903 Schwetzingen, † 5. Mai 1958 bei Langenberg/Stadt Velbert/Kreis Mettmann, kath., ∞ 1932 Suzanne de Bruyker, 2 Kinder.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn des gleichnamigen Großherzoglichen Domänenrats wuchs zunächst in Schwetzingen auf, zog dann 1909 mit seiner Familie nach Karlsruhe, wo er 1921 das Abitur am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1425&amp;quot;&amp;gt;Goethe-Realgymnasiums&amp;lt;/lex&amp;gt; bestand. Anschließend studierte anschließend an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Landeskunstschule&amp;lt;/lex&amp;gt; bei &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0494&amp;quot;&amp;gt;Ernst Würtenberger&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1927 schloss Abetz das Studium als Kunsterzieher ab und arbeitete anschließend bis 1934 als Zeichen- und Biologielehrer an Karlsruher Gymnasien. Von Würtenberger mit der französischen Malerei und Kultur vertraut gemacht, setzte sich Abetz Ende der 1920er-Jahre für die Völkerversöhnung und insbesondere die deutsch-französische Verständigung ein. Als früheres Mitglied der Wandervogel-Bewegung und Vorsitzender des Rings der überparteilichen und überkonfessionellen Jugendverbände in der Stadt organisierte er erstmals 1930 ein Treffen von deutschen und französischen Jugendverbänden am Sohlberg im Schwarzwald. Der danach gegründete Sohlbergkreis organisierte weitere Treffen und publizierte eine zweisprachige, in Karlsruhe erscheinende Zeitschrift (Sohlbergkreis, später: Cahiers Franco-Allemands. Deutsch-Französische Monatshefte), zu deren Herausgebergremium Abetz gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistische Deutsche Arbeitertpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; stellte Abetz seine sehr guten Kontakte nach Frankreich in den Dienst der Nationalsozialisten. Der Partei konnte er wegen der 1933 verhängten Aufnahmesperre erst 1937 beitreten, gehörte der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel &amp;lt;/lex&amp;gt;) aber seit 1936 an und wurde bis  als Protegé des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop 1942 zum SS-Brigadeführer befördert. 1934 arbeitete Abetz zunächst als Frankreichreferent in der Reichsjugendführung in Berlin, 1935 wechselte er zur Dienststelle Ribbentrop, ein NSDAP-Amt für außenpolitische Fragen. Bei zahlreichen eisen nach Frankreich knüpfte Abetz in den folgenden Jahren auch Kontakte zu französischen Frontkämpferverbänden sowie konservativen und faschistischen Intellektuellen und warb um Vertrauen in die vermeintliche deutsche Friedens- und Verständigungspolitik. Als diese im Sommer 1939 vollends unglaubwürdig geworden war, wurde Abetz aus Frankreich ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1940, nach dem Sieg über Frankreich, kehrte Abetz als deutscher Botschafter nach Paris zurück und dort aktiv die Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung förderte. So war er in dieser einflussreichen Position maßgeblich beteiligt sowohl am nationalsozialistischen Kunstraub in französischen Museen und Privatsammlungen wie auch an der Deportation französischer wie in Frankreich lebender Juden nach Auschwitz. Seine anhaltenden Versuche, die Franzosen zur Kollaboration mit Nazi-Deutschland zu bewegen, wurden in Berlin beargwöhnt, weshalb er nach der Besetzung der freien Zone Frankreichs Ende 1942 für etwa ein Jahr nach Berlin zurückgerufen wurde. Nur noch etwa ein halbes Jahr amtierte er wieder als Botschafter, ehe er vor den heranrückenden alliierten Truppen 1944 Paris verließ. Nach seiner Entlassung als Botschafter zog er sich in seine mit Raubkunst ausgestattete Villa in Baden-Baden-zurück. Abetzt wurde mehrfach geehrt: 1939 mit der Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 und der Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, 1940 mit der Spange zur Erinneriung an den 1. Oktober 1938, 1941 mit der Kriegsverdienstmedaille I. Klasse und 1945 mit dem Kriegsverdienstrkreuz I. Klasse mit Schwertern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober 1945 wurde er von der französischen Polizei in einem Sanatorium im Schwarzwald, wo er sich zu verbergen suchte, aufgespürt und in das Pariser Militärgefängnis Cherche-Midi überführt. 1949 wegen Kunstraubs, der Mitschuld an den Judendeportationen und an der Rekrutierung von Zwangsarbeitern zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Haftstrafe verbüßte er im Zentralgefängnis Loos-lez-Lille, wurde aber 1954 nach Fürsprache auch der Bundesregierung vom französischen Präsidenten begnadigt. Zurückgekehrt zu seiner Familie nach Düsseldorf, arbeitete Abetz als Berichterstatter für Frankreichfragen, als Übersetzer und als Vortragsredner. Er starb mit seiner Frau bei einem Autounfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten – Abetz, Otto.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
D&#039;une prison. Précédé du Procès Abetz vu par Jean Bernard-Derosne. Suivi des principales dépositions, du réquisitoire et de la plaidoirie de Me René Floriot, Paris 1950; Das offene Problem. Ein Rückblick auf zwei Jahrzehnte deutscher Frankreichpolitik, Köln 1951; Mémoires d&#039;un Ambassadeur, Paris 1953.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Bentmann: Otto Abetz, in: Badische Biographien NF Bd. I, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 1982, S. 5-8; Roland Ray: Annäherung an Frankreich im Dienste Hitlers? Otto Abetz und die deutsche Frankreichpolitik 1930-1942, München 2000; Ansbert Baumann: Abetz, Otto, in: Baden-Württembergische Biographien IX, hrsg. von Martin Furtwängler, Ostfildern 2025, S. 1-4.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<title>De:Lexikon:bio-0585</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Otto Friedrich Abetz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Otto Friedrich Abetz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0585.jpg|200px|thumb|left|Otto Abetz, 1955, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1560.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Otto Friedrich Abetz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunstlehrer, Diplomat, * 26. März 1903 Schwetzingen, † 5. Mai 1958 bei Langenberg/Stadt Velbert/Kreis Mettmann, kath., ∞ 1932 Suzanne de Bruyker, 2 Kinder..&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn des gleichnamigen Großherzoglichen Domänenrats wuchs zunächst in Schwetzingen auf, zog dann 1909 mit seiner Familie nach Karlsruhe, wo er 1921 das Abitur am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1425&amp;quot;&amp;gt;Goethe-Realgymnasiums&amp;lt;/lex&amp;gt; bestand. Anschließend studierte anschließend an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Landeskunstschule&amp;lt;/lex&amp;gt; bei &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0494&amp;quot;&amp;gt;Ernst Würtenberger&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1927 schloss Abetz das Studium als Kunsterzieher ab und arbeitete anschließend bis 1934 als Zeichen- und Biologielehrer an Karlsruher Gymnasien. Von Würtenberger mit der französischen Malerei und Kultur vertraut gemacht, setzte sich Abetz Ende der 1920er-Jahre für die Völkerversöhnung und insbesondere die deutsch-französische Verständigung ein. Als früheres Mitglied der Wandervogel-Bewegung und Vorsitzender des Rings der überparteilichen und überkonfessionellen Jugendverbände in der Stadt organisierte er erstmals 1930 ein Treffen von deutschen und französischen Jugendverbänden am Sohlberg im Schwarzwald. Der danach gegründete Sohlbergkreis organisierte weitere Treffen und publizierte eine zweisprachige, in Karlsruhe erscheinende Zeitschrift (Sohlbergkreis, später: Cahiers Franco-Allemands. Deutsch-Französische Monatshefte), zu deren Herausgebergremium Abetz gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübertragung&amp;lt;/lex&amp;gt; auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistische Deutsche Arbeitertpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; stellte Abetz seine sehr guten Kontakte nach Frankreich in den Dienst der Nationalsozialisten. Der Partei konnte er wegen der 1933 verhängten Aufnahmesperre erst 1937 beitreten, gehörte der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;SS (Schutzstaffel &amp;lt;/lex&amp;gt;) aber seit 1936 an und wurde bis  als Protegé des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop 1942 zum SS-Brigadeführer befördert. 1934 arbeitete Abetz zunächst als Frankreichreferent in der Reichsjugendführung in Berlin, 1935 wechselte er zur Dienststelle Ribbentrop, ein NSDAP-Amt für außenpolitische Fragen. Bei zahlreichen eisen nach Frankreich knüpfte Abetz in den folgenden Jahren auch Kontakte zu französischen Frontkämpferverbänden sowie konservativen und faschistischen Intellektuellen und warb um Vertrauen in die vermeintliche deutsche Friedens- und Verständigungspolitik. Als diese im Sommer 1939 vollends unglaubwürdig geworden war, wurde Abetz aus Frankreich ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 1940, nach dem Sieg über Frankreich, kehrte Abetz als deutscher Botschafter nach Paris zurück und dort aktiv die Verbrechen gegen die jüdische Bevölkerung förderte. So war er in dieser einflussreichen Position maßgeblich beteiligt sowohl am nationalsozialistischen Kunstraub in französischen Museen und Privatsammlungen wie auch an der Deportation französischer wie in Frankreich lebender Juden nach Auschwitz. Seine anhaltenden Versuche, die Franzosen zur Kollaboration mit Nazi-Deutschland zu bewegen, wurden in Berlin beargwöhnt, weshalb er nach der Besetzung der freien Zone Frankreichs Ende 1942 für etwa ein Jahr nach Berlin zurückgerufen wurde. Nur noch etwa ein halbes Jahr amtierte er wieder als Botschafter, ehe er vor den heranrückenden alliierten Truppen 1944 Paris verließ. Nach seiner Entlassung als Botschafter zog er sich in seine mit Raubkunst ausgestattete Villa in Baden-Baden-zurück. Abetzt wurde mehrfach geehrt: 1939 mit der Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 und der Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938, 1940 mit der Spange zur Erinneriung an den 1. Oktober 1938, 1941 mit der Kriegsverdienstmedaille I. Klasse und 1945 mit dem Kriegsverdienstrkreuz I. Klasse mit Schwertern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Oktober 1945 wurde er von der französischen Polizei in einem Sanatorium im Schwarzwald, wo er sich zu verbergen suchte, aufgespürt und in das Pariser Militärgefängnis Cherche-Midi überführt. 1949 wegen Kunstraubs, der Mitschuld an den Judendeportationen und an der Rekrutierung von Zwangsarbeitern zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Haftstrafe verbüßte er im Zentralgefängnis Loos-lez-Lille, wurde aber 1954 nach Fürsprache auch der Bundesregierung vom französischen Präsidenten begnadigt. Zurückgekehrt zu seiner Familie nach Düsseldorf, arbeitete Abetz als Berichterstatter für Frankreichfragen, als Übersetzer und als Vortragsredner. Er starb mit seiner Frau bei einem Autounfall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten – Abetz, Otto.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
D&#039;une prison. Précédé du Procès Abetz vu par Jean Bernard-Derosne. Suivi des principales dépositions, du réquisitoire et de la plaidoirie de Me René Floriot, Paris 1950; Das offene Problem. Ein Rückblick auf zwei Jahrzehnte deutscher Frankreichpolitik, Köln 1951; Mémoires d&#039;un Ambassadeur, Paris 1953.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich Bentmann: Otto Abetz, in: Badische Biographien NF Bd. I, hrsg. von Bernd Ottnad, Stuttgart 1982, S. 5-8; Roland Ray: Annäherung an Frankreich im Dienste Hitlers? Otto Abetz und die deutsche Frankreichpolitik 1930-1942, München 2000; Ansbert Baumann: Abetz, Otto, in: Baden-Württembergische Biographien IX, hrsg. von Martin Furtwängler, Ostfildern 2025, S. 1-4.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0005&amp;diff=598078</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0005</title>
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		<updated>2025-09-16T13:34:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:J. Gollnow &amp;amp; Sohn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0005.jpg|200px|thumb|left|Wiederherstellung der Autobahnbrücke über die Eisenbahngleise &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; - Karlsruhe mit Schriftzug Gollnow, 1955, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVf 19. ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=J. Gollnow &amp;amp; Sohn=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Firma J. Gollnow &amp;amp; Sohn war eine Karlsruher Firma, die sich auf den Stahlhoch- und Brückenbau spezialisiert hatte. Sie wurde 1833 in Stettin gegründet. Das Vorrücken der Roten Armee nach Westen während des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; führte dazu, dass kurz vor Kriegsende wesentliche Teile des Unternehmens nach Mitteldeutschland verlagert werden mussten, wo bereits zwei größere Zweigstellen bestanden. Infolge der Zoneneinteilung verblieben diese jedoch in der sowjetischen Besatzungszone und wurden anschließend in der DDR als Volkseigener Betrieb (VEB) genutzt. Ein großer Teil der Maschinen und Geräte konnte allerdings rechtzeitig in die britische und amerikanische Zone gebracht werden, von wo aus die Niederlassung nach Baden betrieben wurde. Die Entscheidung fiel auf Karlsruhe, weil die Stadt eine besondere Aufnahmebereitschaft für die Ansiedlung von Firmen zeigte. Im August 1946 kam es mit der Karlsruher Stadtverwaltung zum Vertragsabschluss für den Bau eines neuen Werks im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1511&amp;quot;&amp;gt;Rheinhafen&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1085&amp;quot;&amp;gt;Hansastraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 7-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen 400 Mitarbeitern (1948) stellte J. Gollnow &amp;amp; Sohn insofern eine Ausnahme dar, als sich in den ersten Nachkriegsjahren im Rheinhafen hauptsächlich Kleinbetriebe niedergelassen hatten. Im Januar 1947 konnte die Arbeit in den neu errichteten Werksräumen aufgenommen werden. Daneben verfügte der Betrieb über einen eigenen Eisengroßhandel. 1957 beschäftige das Unternehmen mehr als 500 Mitarbeiter. Es war verantwortlich für den Stahlhochbau verschiedener Karlsruher Kaufhäuser sowie für Industriebauten der BASF in Ludwigshafen. Darüber hinaus tätigte es Exporte nach Südamerika, Ägypten, Irak und Australien. 1968 übernahmen Rudolf Vollack aus Stettin und Heinrich Weick die Führung des Unternehmens, das in Vollack Stahlhochbau umbenannt wurde. Heute firmiert es unter dem Namen Vollack Hallen- und Stahlbau GmbH &amp;amp; Co. KG und ist Teil der Vollack Gruppe. &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtAK 1/H-Reg 10639, 10549-10550, 8/StS 17/121; Geschichte der Firma auf der Internetseite der Vollack Gruppe http://www.vollack.de/historie/ (Zugriff am 20. November 2014);&lt;br /&gt;
Adreßbuch der Stadt Karlsruhe 1957, S. A 14f. https://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/625101 (Zugriff am 20. November 2014).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0299&amp;diff=596000</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0299</title>
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		<updated>2024-06-13T12:05:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Zum Ochsen Durlach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ins-0299.jpg|200px|thumb|left|&amp;lt;small&amp;gt;Postkarte Gasthaus zum Ochsen, 1930er-Jahre, Pfinzgaumuseum Durlach U I 122,5.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Zum Ochsen Durlach=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664 wird die Schildwirtschaft Zum Ochsen in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; erstmals urkundlich erwähnt. Sie lag im Endreßviertel der Pfinzvorstadt, heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2173&amp;quot;&amp;gt;Pfinzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 64, und erhielt vermutlich von dem ihr gegenüber liegenden &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2171&amp;quot;&amp;gt;Ochsentor&amp;lt;/lex&amp;gt; ihren Namen. Das Grundstück der Gastwirtschaft stieß mit der Rückseite an die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2170&amp;quot;&amp;gt;Pfinz&amp;lt;/lex&amp;gt;, links daneben befand sich die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0065&amp;quot;&amp;gt;Fayencemanufaktur&amp;lt;/lex&amp;gt;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1666 soll ein Pastetenbäcker die Wirtschaft betrieben haben, ab 1680 ist der Metzger Christof Zachmann als Wirt belegt. Nach der Zerstörung Durlachs durch die Franzosen 1689 baute Zachmann den Ochsen wieder auf und betrieb ihn bis zu seinem Tod 1714. Der Ochsen blieb im Besitz der vermögenden Familie Zachmann, wurde aber verpachtet.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1740 galt die Wirtschaft &amp;quot;als schlecht gegend&amp;quot;. Sechs Jahre später heiratete der aus Münzesheim stammende Küfer Johann Jakob Koch die Witwe des letzten Pächters Sebastian Krieg. Nach einem gründlichen Umbau und einer kompletten Renovierung erhielt das Gebäude sein bis heute unverändertes Aussehen. Über der Tür ließ Koch neben der Jahreszahl auch seinen Namen anbringen. Nun befanden sich die Gasträume im Obergeschoss, während das aus einem Zimmer, einer Kammer und einer Küche bestehende Erdgeschoss von den Wirtsleuten bewohnt wurde. Auf Grund der Lage wurde die Gastwirtschaft hauptsächlich von Fuhrleuten, Knechten und später von Arbeitern der benachbarten Fayence besucht. Dass die Wirtschaft nicht sonderlich florierte, musste Koch nicht sorgen, da er zugleich in größerem Maß als Landwirt tätig war. Nach einer Schließung 1771 und Kochs Tod führte sein Schwiegersohn Georg Christian Renck den Ochsen von 1773 bis 1814 weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine entscheidende Neuerung veranlasste der Pächter Michael Kramer 1839. Er kam den neu entstehenden Bedürfnissen der Stadtbewohner nach Natur und Unterhaltung mit einer Gartenbewirtung, musikalischer Unterhaltung und der Eröffnung einer Kegelbahn nach. Damit erschloss er den Ochsen einem bürgerliches Publikum, das dem Lokal auch unter mehreren Pächtern der Familie Feser um die Jahrhundertwende bis 1927 erhalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufschwung kam mit Karl Christian Zoller, der 1927 mit seiner Frau Anita den Ochsen erwarb. Seitdem wurde das beliebte Speiselokal von Mitgliedern der Familie Zoller geführt. 1953 übernahm  Sohn Hans. Ihm folgten 1980 seine Tochter Anita und deren Mann Gérard Jollit. Beide Ehepartner hatten in internationalen Häusern in Frankreich, der Schweiz und England eine Ausbildung im Hotelgewerbe absolviert. Sie ließen zunächst die Restauranträume renovieren und eröffneten 1981 den Ochsen neu als eines der ersten französischen Gourmets-Restaurants in Deutschland. 1989 folgte die Generalsanierung des Hauses. Die Sandsteingewände der Fenster wurden restauriert, das Fachwerk der Giebelwände sichtbar gemacht. Der Restauranteingang war von der Straßenfront in die Hofeinfahrt verlegt und Gästezimmer eingerichtet worden. 1990 erhielt der Ochsen, dessen Küche Anita Jollit als Autodidaktin führte, einen Michelin Stern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des Jahres 2020 ging das Ehepaar Jollit nach dem Verkauf des Anwesens in den Ruhestand. Da sich die Pläne zur Fortführung des Restaurants nicht realisieren ließen, endete nach 356 Jahren die Geschichte des Gasthauses zum Ochsen. Das Wirtshausschild wurde dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0834&amp;quot;&amp;gt;Pfinzgaumuseum&amp;lt;/lex&amp;gt; überlassen.  &amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Anke Mührenberg 2012/Manfred Koch 2024&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Badische Neueste Nachrichten (BNN) vom 21. Dezember 2020 https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-stadt/das-edel-restaurant-zum-ochsen-hat-in-karlsruhe-durlach-eine-zukunft (Zugriff am 13. Mai 2024), 9. Januar 2021, 19. Februar 2021 und 13. März 2021; Auskünfte der Familie Jollit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Karl Gustav Fecht: Geschichte der Stadt Durlach, Heidelberg 1869 (Nachdruck Karlsruhe-Durlach 1969); Lisa Brackmann/Anke Mührenberg: Gastwirtschaften in Durlach vom Mittelalter bis heute, Karlsruhe 2008; Peter Güß mit Fotos von Klaus Eppele: Durlacher Häusergeschichten, hrsg. vom Freundeskreis Pfinzgaumuseum – Historischer Verein Durlach e.V., Neulingen 2022, S. 110 f. (= Beiträge zur Geschichte Durlachs und des Pfinzgaus Bd. 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Kontakt&amp;diff=595967</id>
		<title>De:Kontakt</title>
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		<updated>2024-06-10T06:51:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Kontakt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Kontakt=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadt Karlsruhe, Kulturamt&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stadtarchiv&amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Markgrafenstraße 29&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
D 76124 Karlsruhe&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fon +49 721 133-4227, -4225&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Fax +49 721 133-4299&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
E-Mail: [mailto:archiv@kultur.karlsruhe.de archiv@kultur.karlsruhe.de]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Internet: https://stadtgeschichte.karlsruhe.de&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Das Stadtlexikon enthält Artikel von: */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Stadtlexikon Karlsruhe=&lt;br /&gt;
--------&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:8_StS_18_A_4.jpg ‎|200px|thumb|right|Stadtprivilegienbrief vom 12. Februar 1722, Stadtarchiv Karlsruhe 8/StS 18/A4.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:8_PBS_XVI_47.jpg ‎|200px|thumb|right|Plan von Karlsruhe, Christian Thran 1739, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XVI 47.]]&lt;br /&gt;
Mit dem Stadtlexikon stellt das Stadtarchiv Karlsruhe ein historisches Lexikon online, das in knapper Form die wichtigsten Informationen sowie Quellen- und Literaturhinweise zu stadtgeschichtlich bedeutsamen Ereignissen, Institutionen, Orten und Personen zur Verfügung stellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird kontinuierlich durch neue Artikel erweitert, ältere Artikel werden aktualisiert. Die Redaktion des Stadtlexikons liegt beim Stadtarchiv. Direkte Änderungen an Inhalten oder Formulierungen durch die Nutzer sind nicht möglich. Wir laden aber ausdrücklich zum Dialog über die Stadtgeschichte ein. Vorschläge zu weiteren Artikeln, Ergänzungen und Korrekturen sind sehr willkommen (archivbestaende@kultur.karlsruhe.de).&lt;br /&gt;
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&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Konzeption und Redaktion:====&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche, Manfred Koch, Volker Steck&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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====Redaktionelle Mitarbeit:====&lt;br /&gt;
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====Programmierung:====&lt;br /&gt;
Jens Krehbiel-Gräther&lt;br /&gt;
====Das Stadtlexikon enthält Artikel von:====&lt;br /&gt;
Susanne Asche, Alfred Becher, Carmen Bechtold, Ernst Otto Bräunche, Susanne Clauß, Roland Feitenhansl, Manfred Fellhauer †, Detlev Fischer, Katja Förster, Anja Geyer, René Gilbert, Antje Gillich, Natalie Gutgesell, Gernot Horn, Volker C. Ihle, Christa Koch, Manfred Koch, Andrea Krieg, Selina Küst, Petra Mayer-Reppert, Arthur Mehlstäubler, Thomas Mertel, Anke Mührenberg, Leonhard Müller †, Georg Patzer, Günther Philipp, Peter Pretsch, Katharina V. Rauschenberger, Leonie Richter, Harald Ringler, Carola von Roth, Angelika Sauer, Max Schlenker, Jürgen Schuhladen-Krämer, Volker Steck, Marco Wagner, Meinrad Welker, Eric Wychlacz.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Trude Schelling-Karrer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1010.jpg|200px|thumb|left|Trude Schelling-Karrer, Foto: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/Schelling Architekturstiftung Karlsruhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Trude Schelling-Karrer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildnerin, Innenarchitektin, * 6. Mai 1919 Karlsruhe, † 7. Juni 2009 Karlsruhe, ∞ 1967 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0227&amp;quot;&amp;gt;Erich Schelling&amp;lt;/lex&amp;gt;.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Kaufmanns und Mitinhabers einer Firma für Elektrotechnik in Karlsruhe lernte zunächst 1938-1940 Kostümbildnerin in einer Klasse der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Kunsthochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe und war dann bis 1942 am Gautheater Saarbrücken engagiert. 1942/43 arbeitete sie als Schülerin und Assistentin des Bühnenbildners Heinz Gerhard Zicher am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badischen Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe, wo sie 1946-1949 selbst als Bühnenbildnerin wirkte. Seit 1949 war Trude Schelling-Karrer viele Jahre für das Theater Baden-Baden und als Gast unter anderem in Schwetzingen, Essen, Basel und Wien tätig. An zahlreichen Ausstellungen von Bühnenbildern unter anderem in Karlsruhe, Baden-Baden und Princeton/USA nahm sie seit 1950 teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenarchitektin gestaltete sie ab 1956 Ausstellungen speziell für die chemische Industrie sowie unter anderem für Bank- und Versicherungsgebäude. Außerdem entwarf sie Möbel. Nach ihren Entwürfen wurden die Inneneinrichtung des Theaters in Schweinfurt 1966 (Architekt Erich Schelling), der Zuschauerraum des Hamburger Thalia-Theaters 1980 und das Foyer und der Zuschauerraum des Schiller-Theaters in Berlin 1981 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1948 beratende Mitarbeiterin ihres späteren Mannes. Zusammen mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0582&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Klotz&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete sie 1992 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1564&amp;quot;&amp;gt;Erich-Schelling-Architekturstiftung&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe, die nach ihrem Tod 2009 in Schelling Architekturstiftung umbenannt wurde, um auch ihr Werk zu würdigen. Die Stiftung vergibt alle zwei Jahre Preise zur Förderung der Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Darüber hinaus widmete sie sich der Bewahrung  des Schaffens ihres Mannes. Dessen Nachlass übergab sie dem deutschen Architekturmuseum in Frankfurt a. M. Einen großen Teil ihrer Kunstsammlung vermachte sie dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;. 2004 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2014/2022&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nl im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a. M.; Teil der Kunstsammlung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ariane Lindemann: Karlsruher Köpfe. Menschen, die man in Karlsruhe kennt, Karlsruhe 2004, S. 176 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<title>De:Lexikon:bio-1010</title>
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		<updated>2022-06-12T05:02:43Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Trude Schelling-Karrer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1010.jpg|200px|thumb|left|Trude Schelling-Karrer, Foto: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/Schelling Architekturstiftung Karlsruhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Trude Schelling-Karrer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildnerin, Innenarchitektin, * 6. Mai 1919 Karlsruhe, † 7. Juni 2009 Karlsruhe, ∞ 1967 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0227&amp;quot;&amp;gt;Erich Schelling&amp;lt;/lex&amp;gt;.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Ingenieurs und Mitinhabers der Firma &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1590&amp;quot;&amp;gt;Karrer und Barth&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe lernte zunächst 1938-1940 Kostümbildnerin in einer Klasse der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Kunsthochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe und war dann bis 1942 am Gautheater Saarbrücken engagiert. 1942/43 arbeitete sie als Schülerin und Assistentin des Bühnenbildners Heinz Gerhard Zicher am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badischen Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe, wo sie 1946-1949 selbst als Bühnenbildnerin wirkte. Seit 1949 war Trude Schelling-Karrer viele Jahre für das Theater Baden-Baden und als Gast unter anderem in Schwetzingen, Essen, Basel und Wien tätig. An zahlreichen Ausstellungen von Bühnenbildern unter anderem in Karlsruhe, Baden-Baden und Princeton/USA nahm sie seit 1950 teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenarchitektin gestaltete sie ab 1956 Ausstellungen speziell für die chemische Industrie sowie unter anderem für Bank- und Versicherungsgebäude. Außerdem entwarf sie Möbel. Nach ihren Entwürfen wurden die Inneneinrichtung des Theaters in Schweinfurt 1966 (Architekt Erich Schelling), der Zuschauerraum des Hamburger Thalia-Theaters 1980 und das Foyer und der Zuschauerraum des Schiller-Theaters in Berlin 1981 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1948 beratende Mitarbeiterin ihres späteren Mannes. Zusammen mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0582&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Klotz&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete sie 1992 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1564&amp;quot;&amp;gt;Erich-Schelling-Architekturstiftung&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe, die nach ihrem Tod 2009 in Schelling Architekturstiftung umbenannt wurde, um auch ihr Werk zu würdigen. Die Stiftung vergibt alle zwei Jahre Preise zur Förderung der Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Darüber hinaus widmete sie sich der Bewahrung  des Schaffens ihres Mannes. Dessen Nachlass übergab sie dem deutschen Architekturmuseum in Frankfurt a. M. Einen großen Teil ihrer Kunstsammlung vermachte sie dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;. 2004 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nl im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a. M.; Teil der Kunstsammlung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ariane Lindemann: Karlsruher Köpfe. Menschen, die man in Karlsruhe kennt, Karlsruhe 2004, S. 176 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Trude Schelling-Karrer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1010.jpg|200px|thumb|left|Trude Schelling-Karrer, Foto: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/Schelling Architekturstiftung Karlsruhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Trude Schelling-Karrer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildnerin, Innenarchitektin, * 6. Mai 1919 Karlsruhe, † 7. Juni 2009 Karlsruhe, ∞ 1967 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0227&amp;quot;&amp;gt;Erich Schelling&amp;lt;/lex&amp;gt;.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Ingenieurs und Mitinhabers der Firma &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1590&amp;quot;&amp;gt;Karrer und Barth&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe lernte zunächst 1938-1940 Kostümbildnerin in einer Klasse der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Kunsthochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe und war dann bis 1942 am Gautheater Saarbrücken engagiert. 1942/43 arbeitete sie als Schülerin und Assistentin des Bühnenbildners Heinz Gerhard Zicher am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badischen Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe, wo sie 1946-1949 selbst als Bühnenbildnerin wirkte. Seit 1949 war Trude Schelling-Karrer viele Jahre für das Theater Baden-Baden und als Gast unter anderem in Schwetzingen, Essen, Basel und Wien tätig. An zahlreichen Ausstellungen von Bühnenbildern unter anderem in Karlsruhe, Baden-Baden und Princeton/USA nahm sie seit 1950 teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenarchitektin gestaltete sie ab 1956 Ausstellungen speziell für die chemische Industrie sowie unter anderem für Bank- und Versicherungsgebäude. Außerdem entwarf sie Möbel. Nach ihren Entwürfen wurden die Inneneinrichtung des Theaters in Schweinfurt 1966 (Architekt Erich Schelling), der Zuschauerraum des Hamburger Thalia-Theaters 1980 und das Foyer und der Zuschauerraum des Schiller-Theaters in Berlin 1981 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1948 beratende Mitarbeiterin ihres späteren Mannes. Zusammen mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0582&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Klotz&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete sie 1992 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1564&amp;quot;&amp;gt;Erich-Schelling-Architekturstiftung&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe, die nach ihrem Tod 2009 in Schelling Architekturstiftung umbenannt wurde, um auch ihr Werk zu würdigen. Die Stiftung vergibt alle zwei Jahre Preise zur Förderung der Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Darüber hinaus widmete sie sich der Bewahrung  des Schaffens ihres Mannes. Dessen Nachlass übergab sie dem deutschen Architekturmuseum in Frankfurt a. M. Einen großen Teil ihrer Kunstsammlung vermachte sie dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;. 2004 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nl im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt a. M.; Teil der Kunstsammlung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ariane Lindemann: Karlsruher Köpfe. Menschen, die man in Karlsruhe kennt, Karlsruhe 2004, S. 176 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Trude Schelling-Karrer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1010.jpg|200px|thumb|left|Trude Schelling-Karrer, Foto: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/Schelling Architekturstiftung Karlsruhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Trude Schelling-Karrer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildnerin, Innenarchitektin, * 6. Mai 1919 Karlsruhe, † 7. Juni 2009 Karlsruhe, ∞ 1967 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0227&amp;quot;&amp;gt;Erich Schelling&amp;lt;/lex&amp;gt;.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Ingenieurs und Mitinhabers der Firma &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1590&amp;quot;&amp;gt;Karrer und Barth&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe lernte zunächst 1938-1940 Kostümbildnerin in einer Klasse der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Kunsthochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe und war dann bis 1942 am Gautheater Saarbrücken engagiert. 1942/43 arbeitete sie als Schülerin und Assistentin des Bühnenbildners Heinz Gerhard Zicher am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badischen Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe, wo sie 1946-1949 selbst als Bühnenbildnerin wirkte. Seit 1949 war Trude Schelling-Karrer viele Jahre für das Theater Baden-Baden und als Gast unter anderem in Schwetzingen, Essen, Basel und Wien tätig. An zahlreichen Ausstellungen von Bühnenbildern unter anderem in Karlsruhe, Baden-Baden und Princeton/USA nahm sie seit 1950 teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenarchitektin gestaltete sie ab 1956 Ausstellungen speziell für die chemische Industrie sowie unter anderem für Bank- und Versicherungsgebäude. Außerdem entwarf sie Möbel. Nach ihren Entwürfen wurden die Inneneinrichtung des Theaters in Schweinfurt 1966 (Architekt Erich Schelling), der Zuschauerraum des Hamburger Thalia-Theaters 1980 und das Foyer und der Zuschauerraum des Schiller-Theaters in Berlin 1981 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1948 beratende Mitarbeiterin ihres späteren Mannes. Zusammen mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0582&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Klotz&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete sie 1992 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1564&amp;quot;&amp;gt;Erich-Schelling-Architekturstiftung&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe, die nach ihrem Tod 2009 in Schelling Architekturstiftung umbenannt wurde, um auch ihr Werk zu würdigen. Die Stiftung vergibt alle zwei Jahre Preise zur Förderung der Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Darüber hinaus widmete sie sich der Bewahrung  des Schaffens ihres Mannes. Dessen Nachlass übergab sie dem deutschen Architekturmuseum in Frankfurt a. M. Einen großen Teil ihrer Kunstsammlung vermachte sie dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;. 2004 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nl im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt; Teil der Kunstsammlung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ariane Lindemann: Karlsruher Köpfe. Menschen, die man in Karlsruhe kennt, Karlsruhe 2004, S. 176 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<updated>2022-06-12T05:00:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Trude Schelling-Karrer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Trude Schelling-Karrer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1010.jpg|200px|thumb|left|Trude Schelling-Karrer, Foto: Deutsches Architekturmuseum Frankfurt/Schelling Architekturstiftung Karlsruhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Trude Schelling-Karrer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bühnenbildnerin, Innenarchitektin, * 6. Mai 1919 Karlsruhe, † 7. Juni 2009 Karlsruhe, ∞ 1967 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0227&amp;quot;&amp;gt;Erich Schelling&amp;lt;/lex&amp;gt;.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Ingenieurs und Mitinhabers der Firma &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1590&amp;quot;&amp;gt;Karrer und Barth&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe lernte zunächst 1938-1940 Kostümbildnerin in einer Klasse der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0906&amp;quot;&amp;gt;Kunsthochschule&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe und war dann bis 1942 am Gautheater Saarbrücken engagiert. 1942/43 arbeitete sie als Schülerin und Assistentin des Bühnenbildners Heinz Gerhard Zicher am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Badischen Staatstheater&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe, wo sie 1946-1949 selbst als Bühnenbildnerin wirkte. Seit 1949 war Trude Schelling-Karrer viele Jahre für das Theater Baden-Baden und als Gast unter anderem in Schwetzingen, Essen, Basel und Wien tätig. An zahlreichen Ausstellungen von Bühnenbildern unter anderem in Karlsruhe, Baden-Baden und Princeton/USA nahm sie seit 1950 teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Innenarchitektin gestaltete sie ab 1956 Ausstellungen speziell für die chemische Industrie sowie unter anderem für Bank- und Versicherungsgebäude. Außerdem entwarf sie Möbel. Nach ihren Entwürfen wurden die Inneneinrichtung des Theaters in Schweinfurt 1966 (Architekt Erich Schelling), der Zuschauerraum des Hamburger Thalia-Theaters 1980 und das Foyer und der Zuschauerraum des Schiller-Theaters in Berlin 1981 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1948 beratende Mitarbeiterin ihres späteren Mannes. Zusammen mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0582&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Klotz&amp;lt;/lex&amp;gt; gründete sie 1992 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1564&amp;quot;&amp;gt;Erich-Schelling-Architekturstiftung&amp;lt;/lex&amp;gt; in Karlsruhe, die nach ihrem Tod 2009 in Schelling Architekturstiftung umbenannt wurde, um auch ihr Werk zu würdigen. Die Stiftung vergibt alle zwei Jahre Preise zur Förderung der Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Darüber hinaus widmete sie sich der Bewahrung  des Schaffens ihres Mannes. Dessen Nachlass übergab sie dem deutschen Architekturmuseum in Frankfurt a. M. Einen großen Teil ihrer Kunstsammlung vermachte sie dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0821&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landesmuseum&amp;lt;/lex&amp;gt;. 2004 erhielt sie das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Nl im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt; Teil der Kunstsammlung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ariane Lindemann: Karlsruher Köpfe. Menschen, die man in Karlsruhe kennt, Karlsruhe 2004, S. 176 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ereig-0121&amp;diff=592612</id>
		<title>De:Lexikon:ereig-0121</title>
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		<updated>2022-04-10T12:09:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Luftschutz bis 1945 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Luftschutz bis 1945}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ereig-0121_1.jpg|200px|thumb|left|Luftschutzübung in Karlsruhe, 31. August 1939, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 5/240a.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ereig-0121_2.jpg|200px|thumb|left|Luftschutzübung in Karlsruhe, 31. August 1939, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 5/240b.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Luftschutz bis 1945=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karlsruhe gehörte wegen seiner Grenznähe zu den Städten, die im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; vor anderen aus der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0037&amp;quot;&amp;gt;Luft bombardiert&amp;lt;/lex&amp;gt; wurden. Auf dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1791&amp;quot;&amp;gt;Rathaus&amp;lt;/lex&amp;gt; und auf den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0090&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken (DWM)&amp;lt;/lex&amp;gt; angebrachte Motorsirenen, zwei Dreiklangpfeifen im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1094&amp;quot;&amp;gt;Gaswerk&amp;lt;/lex&amp;gt; II und im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1637&amp;quot;&amp;gt;E-Werk&amp;lt;/lex&amp;gt; am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1511&amp;quot;&amp;gt;Rheinhafen&amp;lt;/lex&amp;gt; sowie Dampfpfeifen der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0173&amp;quot;&amp;gt;Brauerei Sinner&amp;lt;/lex&amp;gt; in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1022&amp;quot;&amp;gt;Grünwinkel&amp;lt;/lex&amp;gt; sollten Alarm geben, wenn sich feindliche Flugzeuge der Stadt näherten. Diese verhinderten aber nicht, dass Karlsruhe bei Luftangriffen 168 Todesopfer zu beklagen hatte und damit die Stadt  mit der höchsten Zahl an Toten unter der Zivilbevölkerung war. Die Bevölkerung war 188 Mal durch die Sirenen gewarnt worden, allein 100 Mal im letzten Kriegsjahr, dem Jahr mit den meisten Angriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Jahren nach dem Ende des Krieges war der Luftschutz kein Thema in Karlsruhe, doch in der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre setzten erneute Bemühungen um die Organisation des Luftschutzes ein. Am 26. Mai 1926 war in Paris ein Abkommen geschlossen worden, das die Bestimmungen des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0235&amp;quot;&amp;gt;Versailler Vertrages&amp;lt;/lex&amp;gt; gelockert und zumindest den zivilen Luftschutz in Deutschland freigegeben hatte. Der daraufhin gegründete Verein Deutscher Luftschutz e. V. war auch in Karlsruhe tätig. Offensichtlich sahen auch die Behörden Handlungsbedarf, denn am 13. Juni 1932 fand eine erste Luftschutzübung der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0131&amp;quot;&amp;gt;Polizei&amp;lt;/lex&amp;gt; statt, die einen Angriff auf einen Industriebetrieb annahm, den man in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1650&amp;quot;&amp;gt;Telegrafenkaserne&amp;lt;/lex&amp;gt; ansiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1932 wurde in Karlsruhe ein Luftschutzbeirat und eine Ortsgruppe des Deutschen Luftschutzverbandes gegründet, der am 11. Mai 1933 einen ersten Probealarm mit Verdunklungsmaßnahme als Luftschutzübung abhielt, der zahlreiche weitere folgten. Die Stadt wandte nun auch verstärkt Mittel für den Luftschutz auf, sie stiegen von 2.144 Reichsmark im Jahr 1933 auf 80.385 im Jahr 1938 an. Noch kurz vor Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieges&amp;lt;/lex&amp;gt; fand am 31. August 1939 eine Luftschutzübung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bis zum Juni 1940 gerade eine Stunde Fliegeralarm gegeben worden war, schien die Gefahr eines Luftangriffs zunächst relativ gering zu sein. Aber auch in Karlsruhe wurde aus den Luftschutzübungen der Vorkriegszeit bald bitterer Ernst. Obwohl Karlsruhe in dem nach 1940 aufgelegten Luftschutz-Sofortprogramm nicht zu den 61 Städten 1. Ordnung gehörte, erhielt es seit August 1941 elf Luftschutzbunker, drei Hochbunker (&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1801&amp;quot;&amp;gt;Bunker&amp;lt;/lex&amp;gt; in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0675&amp;quot;&amp;gt;Erzbergerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; sowie im &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1381&amp;quot;&amp;gt;Irisweg&amp;lt;/lex&amp;gt; und in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2297&amp;quot;&amp;gt;Rheinhafenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;) und fünf Tiefbunker (&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0332&amp;quot;&amp;gt;Bernsteinstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0500&amp;quot;&amp;gt;Danziger Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1105&amp;quot;&amp;gt;Haselweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2129&amp;quot;&amp;gt;Panoramaweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3034&amp;quot;&amp;gt;Zeppelinstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;). Dazu kamen der Operationsbunker der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1392&amp;quot;&amp;gt;Landesfrauenklinik&amp;lt;/lex&amp;gt; (&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1423&amp;quot;&amp;gt;Kaiserallee&amp;lt;/lex&amp;gt;), der Bunker unter dem Bahnsteig 7 des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1335&amp;quot;&amp;gt;Hauptbahnhofs&amp;lt;/lex&amp;gt; und der Werksluftschutzbunker der damaligen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0179&amp;quot;&amp;gt;Argus Motoren GmbH&amp;lt;/lex&amp;gt; (&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1920&amp;quot;&amp;gt;Michelinstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;) sowie  rund 30 Deckungsgräben mit 40-50 Zentimeter starken Betonwänden sowie über 100 behelfsmäßige öffentliche Schutzräume in Kellern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All diese Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass in Karlsruhe am Ende des Krieges 1.745 Tote und 3.508 Verletzte zu beklagen waren. Die Fackeln des Krieges, die Deutschland nach Europa getragen hatte, waren als Bomben auf Karlsruhe und die meisten anderen deutschen Städte zurückgefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Ernst Otto Bräunche 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Otto Bräunche: Zivile Luftschutzmaßnahmen in Karlsruhe zwischen Erstem und Zweitem Weltkrieg, in: Blick in die Geschichte Nr. 66 vom 18. März 2005, http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick66/luftschutz (Zugriff am 23. November 2015); Joachim Kleinmanns: Spuren in der Stadt. Luftschutzbunker in Karlsruhe, in: Erich Lacker: Zielort Karlsruhe, zweite verbesserte und erweiterte Aufl. Heidelberg, Ubstadt-Weiher, Basel 2005, S. 207-217 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Band 18); ders.: Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Luftschutz-Operationsbunker, http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/kulturdenkmale/denkmaltag_archiv/denkmaltag_2005/weststadt/abschluss (Zugriff am 23. November 2015).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0144&amp;diff=592611</id>
		<title>De:Lexikon:top-0144</title>
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		<updated>2022-04-10T11:43:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Am Stadtgraben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Am Stadtgraben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0144.jpg|200px|thumb|left|Ansicht vom Stadtgraben mit Blick auf den &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2756&amp;quot;&amp;gt;Turmberg&amp;lt;/lex&amp;gt;, Pfinzgaumuseum Durlach U I 1612.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Am Stadtgraben=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der kleine Weg in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlacher&amp;lt;/lex&amp;gt; Innenstadt verläuft vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0283&amp;quot;&amp;gt;Basler Tor&amp;lt;/lex&amp;gt; erst in östlicher Richtung, dann nordöstlich zwischen der Rückseite des Weiherhofgbades und der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0143&amp;quot;&amp;gt;Orgelfabrik&amp;lt;/lex&amp;gt; über den Weiherhof und entlang der Nordseite des Scheck-In-Centers und mündet schließlich in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1866&amp;quot;&amp;gt;Marstallstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Er wurde 1985 auf dem früheren Stadtgraben angelegt, der zur Durlacher Stadtbefestigung gehörte, die aus Stadtmauer, Zwinger, Stadtgraben und den vier Stadttoren bestand. Der Stadtgraben war außerhalb des Zwingers rings um die Stadt angelegt. In einem Berain von 1532 ist der &amp;quot;Stat grabenn&amp;quot; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht heute noch Reste der Zwingermauer, die unter Denkmalschutz stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 48 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 120 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-1211&amp;diff=592576</id>
		<title>De:Lexikon:top-1211</title>
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		<updated>2022-04-06T14:17:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Herrenalber Straße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Herrenalber Straße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Top-1211_1.jpg|200px|thumb|left|Herrenalber Straße/Ecke Diakonissenstraße, 1948, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Bildstelle III 1102.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Top-1211_2.jpg|200px|thumb|left|Vierspuriger Ausbau der Herrenalber Straße beim Schloss Rüppurr und Ausbau des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1627&amp;quot;&amp;gt;Krokuswegs&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1964, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A11/172/6/4.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Top-1211_3.jpg|200px|thumb|left|Blick von der Fußgängerbrücke auf die Herrenalber Straße Richtung Norden, um 1980, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Degen 56.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Herrenalber Straße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herrenalber Straße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2374&amp;quot;&amp;gt;Rüppurr&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt als Verlängerung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0683&amp;quot;&amp;gt;Ettlinger Allee&amp;lt;/lex&amp;gt; an der Straße &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0133&amp;quot;&amp;gt;Am Rüppurrer Schloss&amp;lt;/lex&amp;gt; und verläuft mit einem leichten Bogen ostwärts nach Süden durch Rüppurr bis zum Autobahnanschluss 47 (Ettlingen) der Bundesautobahn 5. Nach der A 5 führt sie als Karlsruher Straße weiter nach Ettlingen. Von ihr gehen nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2233&amp;quot;&amp;gt;Rastatter Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2454&amp;quot;&amp;gt;Rüppurrer Schloss&amp;lt;/lex&amp;gt; nach Westen die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2100&amp;quot;&amp;gt;Ostendorfstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2167&amp;quot;&amp;gt;Pfauen-&amp;lt;/lex&amp;gt; und die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0056&amp;quot;&amp;gt;Allmendstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; ab. Nach Osten gehen nach der Straße Am Rüppurrer Schloss der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2099&amp;quot;&amp;gt;Ostendorfplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1275&amp;quot;&amp;gt;Holderweg&amp;lt;/lex&amp;gt; und der Straße &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1322&amp;quot;&amp;gt;Im Grün&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0521&amp;quot;&amp;gt;Diakonissenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2753&amp;quot;&amp;gt;Tulpenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die parallel verlaufende &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0208&amp;quot;&amp;gt;Arndtstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; sowie die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0285&amp;quot;&amp;gt;Battstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee zum Bau der Herrenalber Straße entstand mit der Planung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0872&amp;quot;&amp;gt;Gartenstadt Rüppurr&amp;lt;/lex&amp;gt; zu deren Erschließung und wurde in den Planungen 1911 benannt. Nach vorhergehenden unterschiedlichen Planungen sollte sie nun zur Entlastung des Ortes vom Durchgangsverkehr östlich direkt neben der Albtalbahntrasse als zweispurige Straße bis zur Arndtstraße verlaufen, mit der sie ihre Fortsetzung nach Süden fand. 1928 reichte die neue Straße bis zum Ostendorfplatz, bis zur Tulpenstraße erhielt sie 1938 einen notdürftigen Ausbau und ab dort übernahm die verbreiterte Arndtstraße die Fortsetzung nach Ettlingen, so dass nun der Durchgangsverkehr östlich der Bahngleise der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0270&amp;quot;&amp;gt;Albtalbahn&amp;lt;/lex&amp;gt; verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erwerb der Albtalbahn durch die Stadt Karlsruhe 1957 begannen die Planungen und die Umgestaltung für den vierspurigen Ausbau der Straße ohne Ausfahrtmöglichkeiten für Anlieger bis zur Autobahn. Für die Anlieger entstand zwischen Schloss Rüppurr und Ostendorfstraße eine schmale Anliegerstraße westlich der jetzt zweigleisigen Bahntrasse (ebenfalls mit dem Namen Herrenalber Straße). Zwischen dem Bahnhalt Tulpenstraße und der Battstraße übernahmen diese Funktion die verschmälerte Rastatter Straße und auf der gegenüberliegenden Seite die ebenfalls zur Anliegerstraße verschmälerte Arndtstraße. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die trennende Wirkung zwischen Alt-Rüppurr und den neuen Vierteln im Osten verdeutlicht, dass es auf der ganzen Länge von etwa 1,5 Kilometern zwischen der Straße am Rüppurrer Schloss und der Battstraße nur vier Querungsmöglichkeiten für Fahrzeuge, Fahrräder und Fußgänger gibt, letzteren stehen am Beginn an der Straße am Rüppurrer Schloss und am Ende an der Battstraße neben ampelgesicherten Zebrastreifen auch Brücken zur Verfügung.  2008/09 wurde die zweispurige Fahrbahn Richtung Ettlingen zwischen Schloss Rüppurr und Battstraße umgewandelt in eine einspurige Fahrbahn für Autos und eine breite Fahrradspur. Der Alleecharakter der Ettlinger Alle findet in der Herrenalber Straße bis etwa zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0769&amp;quot;&amp;gt;Fischerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und wieder ab der Tulpenstraße seine Fortsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2019&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 104 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Reinhold Bernhard: Die Herrenalber Straße, in: 900 Jahre Rüppurr. Geschichte eines Karlsruher Stadtteils, hrsg. von der Bürgergemeinschaft Rüppurr, Karlsruhe 2003, S. 270-277; Günther Philipp (Hrsg.): Rüppurrer Straßen und Lebensräume, Karlsruhe 2006, S. 71, 85-91 (= Rüppurrer Hefte Bd. 3).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0285&amp;diff=592575</id>
		<title>De:Lexikon:top-0285</title>
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		<updated>2022-04-06T13:09:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Battstraße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Battstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Battstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Battstraße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2374&amp;quot;&amp;gt;Rüppurr&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1211&amp;quot;&amp;gt;Herrenalber Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, dort wo sie mit dieser und der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0056&amp;quot;&amp;gt;Allmend-&amp;lt;/lex&amp;gt;/&amp;lt;lex id=&amp;quot;top- 2233&amp;quot;&amp;gt;Rastatter Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; eine große Kreuzung bildet. Sie verläuft etwa 2 Kilometer nach Osten zunächst gerade und dann bogenförmig bis zum Gelände des ehemaligen städtischen Gutshofs Rüppurr, wo sich heute Sportanlagen befinden. Auf diesem Weg münden in sie ein: &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0951&amp;quot;&amp;gt;Göhrenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1170&amp;quot;&amp;gt;Heinrich-Heine-Ring&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2034&amp;quot;&amp;gt;Nikolaus-Lenau-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0852&amp;quot;&amp;gt;Fronstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1700&amp;quot;&amp;gt;Lebrechtstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0004&amp;quot;&amp;gt;Adalbert-Stifter-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1154&amp;quot;&amp;gt;Hegaustraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0589&amp;quot;&amp;gt;Eduard-Mörike-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1110&amp;quot;&amp;gt;Hauffstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und noch einmal der Heinrich-Heine-Ring. Am Übergang der Battstraße in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1851&amp;quot;&amp;gt;Marie-Luise-Kaschnitz-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; führt sie mit einem Schwenk nach Nordosten als Rad- und Fußweg bis zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2646&amp;quot;&amp;gt;Steinmannstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; am südöstlichen Ende des Märchenviertels entlang. Ab der Einmündung der Steinmannstraße ist sie wieder mit Kraftfahrzeugen als verlängerte Battstraße zu befahren. Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0625&amp;quot;&amp;gt;Elfenweg&amp;lt;/lex&amp;gt; befinden sich die Sportanlagen der DJK Rüppurr. Von dort führen Rad- und Fußwege durch den Rissnertwald in Richtung &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; und Ettlingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1911 nach dem Vornamen der Herren von Rüppurr Beatus (der Glückliche) benannte Battstraße war bis in die 1960er-Jahre eine schmale Straße, die den Rand der südlichen Bebauung Rüppurrs bildete mit Wiesen und Feldern auf der Südseite. Das erste Gebäude an der Nordseite entstand 1930/31, fünf Jahre später folgte die weitere Bebauung bis zur Göhrenstraße. Wenige Villen bzw, villenähnliche Gebäude finden sich bis zur Hegaustraße. Mit dem Bau der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0288&amp;quot;&amp;gt;Baumgartensiedlung&amp;lt;/lex&amp;gt; erhielt die Battstraße die Funktion einer Erschließungsstraße dieses neuen Viertels und wurde deshalb bis zur Marie-Luise-Kaschnitz-Straße als eine breite Verkehrsachse beiderseits mit Radwegen, Grünstreifen und Baumreihen ausgebaut. Die Wohnblocks auf der südlichen Seite gehören zu den in die Baumgartensiedlung führenden Seitenstraßen. Nach der Hegaustraße folgen auf der Nordseite ein Kleingartengelände und auf der Südseite einige Wohnhäuser mit der Adresse Battstraße. Wie zu früheren Zeiten liegen im weiteren Verlauf auf der Südseite Wiesen und Felder durch die nahe der Straße der Scheidgraben fließt. Bei der heutigen Steinmannstraße befanden sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts die weitläufigen Gebäude der Chemischen Fabrik Rüppurr.&lt;br /&gt;
Nach der Battstraße ist die zwischen Herrenalber- und Ratsatter Straße liegende Straßenbahnhaltestelle benannt, die letzte zwischen Karlsruhe und Ettlingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch/Günther Philipp 2019&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 54 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Günther Philipp (Hrsg.): Rüppurrer Straßen und Lebensräume, Karlsruhe 2006, S. 45 ff., 57 ff., 112 (= Rüppurrer Hefte Bd. 3); ders.: Rüppurr und seine Industrie, Karlsruhe 2011, S.22 ff. (= Rüppurrer Hefte, Band 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0272&amp;diff=592574</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0272</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0272&amp;diff=592574"/>
		<updated>2022-04-06T12:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Johann Peter Hebel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Johann Peter Hebel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0272_8_PBS_oIII_266.jpg|200px|thumb|left|Johann Peter Hebel, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 266.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Johann Peter Hebel=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriftsteller, Theologe, Pädagoge, * 10. Mai 1760 Basel, † 22. September 1826 Schwetzingen, ev., ledig.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kindheit verbrachte Hebel, der bereits 1761 den Vater und 1773 die Mutter verlor, in Basel und Hausen im Wiesental. Ab 1770 besuchte er die Lateinschule in Schopfheim, ab 1772 das Gymnasium in Basel und von 1774-1778 das Gymnasium illustre (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Bismarck-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;) in Karlsruhe. Danach studierte er von 1778-1780 evangelische Theologie in Erlangen. Von 1780-1783 war er Hauslehrer in Hertingen und von 1783-1791 Vikar am Pädagogium in Lörrach. Seit 1791 unterrichtete er am Karlsruher Gymnasium. 1792 wurde er zum Hofdiakon, 1798 zum außerordentlichen Professor für Theologie und Hebräisch, 1808 zum Direktor des Gymnasiums und 1819 zum ersten Prälaten der evangelisch-lutherischen Landeskirche ernannt und dadurch Mitglied der Ersten Kammer der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1519&amp;quot;&amp;gt;Badischen Ständeversammlung&amp;lt;/lex&amp;gt;. Als Landtagsabgeordneter setzte er sich für die Bereiche Bildung, Kirche und Soziales ein. Hebel wirkte an der Schaffung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0288&amp;quot;&amp;gt;evangelisch-protestantischen Landeskirche Badens&amp;lt;/lex&amp;gt; 1821 mit. Er unterzeichnete als erster die Unionsurkunde und verfasste das neue Schulbuch für den evangelischen Religionsunterricht, das im Dezember 1823 erschien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1803 hatte Hebel seine erste Publikation, die Alemannischen Gedichte, im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0050&amp;quot;&amp;gt;Macklot-Verlag&amp;lt;/lex&amp;gt; herausgegeben, in denen er in Wiesentaler Dialekt Landschaft und Lebensart des badischen Landstrichs schilderte. Mit seinen vom Geist der Aufklärung geprägten Kalendergeschichten im Rheinländischen Hausfreund, der ab 1807 unter Hebels Redaktion den seit 1750 vom Gymnasium illustre herausgegebenen Badischen Landkalender fortsetzte, konnte er den schriftstellerischen Erfolg weiter ausbauen. 1811 erschien mit dem Titel Das Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes eine Sammlung der besten Kalendergeschichten, die bis heute in 20 Sprachen übersetzt und über 70 Mal verlegt wurde. Die Verbindung von Volkstümlichkeit und tiefgründigen Aussagen begründete vor allem die große Wertschätzung für den Schriftsteller, der zugleich der alemannischen Mundart literarischen Rang verschaffte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einer Dienstreise erlag Hebel in Schwetzingen einem ab etwa 1815 bestehenden Darmleiden. Seine Grabstätte auf dem ehemaligen Schwetzinger Friedhof (heute Hebelplatz) existiert noch heute. Vielfach sind bis heute die Ehrungen Hebels durch Preisverleihungen, Straßen- und Schulnamen sowie Denkmale. In Karlsruher erinnern an ihn die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1146&amp;quot;&amp;gt;Hebelstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1683&amp;quot;&amp;gt;Hebelschule&amp;lt;/lex&amp;gt; und das &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3238&amp;quot;&amp;gt;Hebeldenkmal&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2014/2019&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Badische Landesbibliothek: Nl Johann Peter Hebel; http://digital.blb-karlsruhe.de/Autographen/nav/classification/75255&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Johann Peter Hebels Sämtliche Werke, 8 Bde., Karlsruhe 1834; Johann Peter Hebel: Sämtliche Schriften, Kritisch herausgegeben von Adrian Braunbehrens, Gustav Adolf Benrath und Peter Pfaff (Geplant sind 16 Bände z. T. noch in Vorbereitung); Jan Knopf/Hansgeorg Schmidt-Bergmann/Franz Littmann (Hrsg.): Johann Peter Hebel: Sämtliche Werke. Kommentierte Lese- und Studienausgabe in 6 Bänden, Göttingen 2019.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Bernhard Viel: Johann Peter Hebel oder Das Glück der Vergänglichkeit. Eine Biographie, München 2010; Franz Littmann/Hansgeorg Schmidt-Bergmann: Johann Peter Hebel am Oberrhein, Karlsruhe 2010; Johann Peter Hebel. Eine Wiederbegegnung zu seinem 225. Geburtstag, hrsg. von der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe, Karlsruhe 1985.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-1185&amp;diff=592573</id>
		<title>De:Lexikon:bio-1185</title>
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		<updated>2022-04-06T12:22:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Franz Xaver Reich */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Franz Xaver Reich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-1185.jpg|200px|thumb|left|Franz Xaver Reich, Lithografie seines Schwagers Johann Nepomuk Heinemann, 1848, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 609.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Franz Xaver Reich=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildhauer, * 1. August 1815 Hüfingen/Schwarzwald-Baar-Kreis, † 8. Oktober 1881 Hüfingen, kath., ∞ 1843 Josephine Elsässer, 7 Kinder.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Franz Xaver Reich, Sohn eines in der Bildhauerei dilettierenden Oberlehrers, absolvierte 1832-1835 am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt bei Johann Nepomuk Zwerger eine Ausbildung zum Bildhauer. Anschließend ging er nach München und arbeitete in der Bildhauerwerkstatt von Ludwig Schaller, der Ludwig Schwanthaler bei der Ausschmückung der 1836 eröffneten Pinakothek unterstützte. Zwerger, Schaller und Schwanthaler waren Vertreter des klassizistischen Stils, der für Reichs eigenes Kunstschaffen entscheidend wurde und ihn im Winter 1842/43 nach Rom führen sollte, wo er sich wiederholt im Atelier von Bertel Thorvaldsen aufhielt. Aus München kehrte Reich 1836 in sein Hüfinger Elternhaus zurück, wo er 1836/37 für Fürst Karl Egon II. zu Fürstenberg die monumentale Sandsteingruppe &amp;quot;Donau mit den Zuflüssen Brigach und Breg&amp;quot; schuf, die ihn öffentlich bekannt machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Wettbewerbsteilnahme für eine Kolossalskulptur &amp;quot;Handel und Schifffahrt&amp;quot; auf dem Hauptportal des nach Plänen von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0211&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Hübsch&amp;lt;/lex&amp;gt; realisierten Zollareals am Mannheimer Freihafen machte den Karlsruher Oberbaurat Ende der 1830er-Jahre auf Reich aufmerksam. In den folgenden zwei Jahrzehnten fertigte der Bildhauer für Hübschs wichtigste Bauwerke Bauplastiken an. Dazu gehören die Figurenreliefs am Hauptportal der neuen Gemäldegalerie (1837-1845; heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0836&amp;quot;&amp;gt;Staatliche Kunsthalle Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt;), die unter anderen Albrecht Dürer, Hans Holbein den Jüngeren und Peter Vischer zeigen, das Giebelrelief der Trinkhalle in Baden-Baden (1839-1842; Entwurf und Gipsmodell von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1213&amp;quot;&amp;gt;Johann Christian Lotsch&amp;lt;/lex&amp;gt;) mit der Heilung der Kranken durch eine Quellnymphe, das Giebelrelief sowie die 20 lebensgroßen Figurenreliefs und 100 Medaillonköpfe mit Gestalten aus Oper und Drama am neuen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Großherzoglichen Hoftheater&amp;lt;/lex&amp;gt; (1851-1853; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; zerstört) sowie die beiden Figurenpaare oberhalb der Eingänge in das &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2090&amp;quot;&amp;gt;Orangeriegebäude&amp;lt;/lex&amp;gt; des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1416&amp;quot;&amp;gt;Botanischen Gartens&amp;lt;/lex&amp;gt; (1853-1857), welche Allegorien der vier Jahreszeiten darstellen. Beim Abräumen der Trümmer des Hoftheaters 1963 konnten viele der Medaillons und Figurenreliefs geborgen werden. Sie fanden zur Bundesgartenschau 1967 in und bei der im Wintergarten des Botanischen Gartens eingerichteten Badischen Weinstube eine neue Verwendung. Fünf der Medaillons wurden dem Heimatmuseum in Bad Dürrheim überlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Arbeiten von Reich in Karlsruhe sind das überlebensgroße realistische Standbild des badischen Staatsministers &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0788&amp;quot;&amp;gt;Georg Ludwig Winter&amp;lt;/lex&amp;gt; (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0298&amp;quot;&amp;gt;Beiertheimer Allee&amp;lt;/lex&amp;gt;) sowie die Engelsfigur des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3217&amp;quot;&amp;gt;Denkmals für die Opfer des Theaterbrandes&amp;lt;/lex&amp;gt; (1847/48). Auch in Baden-Baden finden sich noch Werke von ihm, darunter die Statuen der Justitia (Schwert, Waage) und Lex (Gesetzesbuch, Schwörstab) am Hauptportal des 1842/43 nach Plänen von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0773&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Theodor Fischer&amp;lt;/lex&amp;gt; erbauten Amtshauses (heute Ärztehaus). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod 1881 entstanden noch zahlreiche Arbeiten, vorwiegend im südbadischen Raum (Donaueschingen, Hüfingen, Konstanz, Heiligenberg, Bonndorf, Neudingen).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2016/2021&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Friedrich von Weech: Franz Xaver Reich, in: Badische Biographien, Bd. IV., Karlsruhe 1891, S. 332-334 (http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/periodical/pageview/153161, Zugriff am 18. Mai 2016); Reiner Haehling von Lanzenauer: Der Bildhauer Franz Xaver Reich und sein Wirken in Baden-Baden, in: Aquae. Arbeitskreis für Stadtgeschichte Baden-Baden e. V., Heft 41, 2008, S. 42-54; Lorenz Honold: Der Bildhauer Franz Xaver Reich. Der Hüfinger Künstler, der den Brauch der Blumenteppiche in die Baar einbrachte, in: Almanach des Schwarzwald-Baar-Kreises, Jg. 8, 1984, S. 145-148; Manfred Koch: Aus der Theaterruine gerettet, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge, Nr 131 vom 18. Juni 2021, https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick131/theaterruine.de (Zugriff am 18. Juli 2021).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ereig-0028&amp;diff=592303</id>
		<title>De:Lexikon:ereig-0028</title>
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		<updated>2022-02-28T14:01:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Leichtathletik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Leichtathletik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_1.jpg|200px|thumb|left|Staffellauf beim Leichtathletikvereinsklubkampf Männerturnverein Karlsruhe 1881 e. V. (MTV) gegen Karlsruher Fußballverein (KFV), 12. Mai 1936, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 2096.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_2.jpg|200px|thumb|left|Ein internationales Leichtathletiksportfest des KSC war die erste Sportveranstaltung im Wildparkstadion vor dessen offizieller Einweihung, 18. Juli 1955, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A3/130/4/34.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_3.jpg|200px|thumb|left|Zwei Teilnehmer der 4 x 110-m-Staffel beim Leichtathletik-Vergleichskampf der Karlsruher Gymnasien im Wildparkstadion, 29. September 1967, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A14/244/2/6.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Leichtathletik=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegbereiter der Leichtathletik war in Karlsruhe der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballsport&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1899 veranstaltete der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0961&amp;quot;&amp;gt;FC Frankonia&amp;lt;/lex&amp;gt; die ersten leichtathletischen Wettkämpfe im deutschen Südwesten, die auch Großherzog &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0571&amp;quot;&amp;gt;Friedrich I.&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Prinz Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt; besuchten. 1911/12 fanden schon 25 solcher Sportveranstaltungen in Karlsruhe statt, wo auch der 1908 gegründete Badische Leichtathletikverband seinen Sitz hatte. In 18 Vereinen in Karlsruhe und in den bis heute eingemeindeten Orten wurde diese Sportart betrieben. Die Sportwettkämpfe mit bis zu 150 Teilnehmern fanden auf provisorisch hergerichteten Fußball- oder Exerzierplätzen wie auch in der Karlsruher Radrennbahn statt. Herausragende Karlsruher Leichtathleten vor 1914 waren &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0522&amp;quot;&amp;gt;Adolf Speck&amp;lt;/lex&amp;gt;, der erste Deutsche Meister über 110 Meter Hürden, und der Fußballer des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, der in den Disziplinen Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen wie im Kugelstoßen stets vorderste Plätze belegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann die Leichtathletik immer mehr Anhänger, darunter nun auch zunehmend mehr Frauen. Im Kreis Karlsruhe gehörten 1924 knapp 9.000 Mitglieder 23 Leichtathletik betreibenden Vereinen an, ohne die Sportler der Arbeitersport- oder Turnervereine. Diese strikte Trennung bestand bis 1931, als erstmals Vergleichswettkämpfe zwischen Turnern und Sportlern stattfanden. Größere öffentliche Aufmerksamkeit fanden nun auch Sportfeste mit bis zu 5.000 Zuschauern, für die Sponsoren Preise stifteten und zu denen die Veranstalter auch leistungsstarke auswärtige Sportler verpflichteten. Zum Aufschwung der Leichtathletik führte zum einen die Anlage von Sportstätten (&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0076&amp;quot;&amp;gt;Generalbebauungsplan&amp;lt;/lex&amp;gt;) mit Aschelaufbahnen und zum anderen intensiveres Training, wofür in Karlsruhe &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0497&amp;quot;&amp;gt;Georg Amberger&amp;lt;/lex&amp;gt; Pionierarbeit leistete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenleistungen boten die 4 x 100-Meter-Staffel des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt; mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; - die &amp;quot;fliegenden Karlsruher&amp;quot; – als deutsche Meister 1926 und Halter des Europarekords für Vereinsstaffeln mit 41,9 Sekunden, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0523&amp;quot;&amp;gt;Hans Steinhardt&amp;lt;/lex&amp;gt; (FC Phönix) 1927 als Deutscher Meister über 110 Meter Hürden (1927, 1928 15,0 Sekunden), die KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem Weltrekord 1927 über 800 Meter und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; vom FC Phoenix mit Weltrekordkleistungen über 100 Meter (12,0 Sekunden) und im Weitsprung (5,62 Meter) ebenfalls 1927. Von diesen Rekordleistungen wurde allerdings nur die Bestmarke im Weitsprung und diese auch nur als Deutscher Rekord anerkannt. Steinhardt und Batschauer nahmen an den Olympischen Spielen 1928 teil, wo Batschauer die Goldmedaille gewann. Gladitsch konnte verletzungsbedingt nicht dabei sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübernahme&amp;lt;/lex&amp;gt; der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nazis&amp;lt;/lex&amp;gt; führte ab 1933 zur Gleich- und Selbstgleichschaltung der Sportvereine, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdische&amp;lt;/lex&amp;gt; Sportler mussten die Vereine verlassen, Arbeitersportvereine wurden verboten. Ziel der Leichtathleten wurden auch hier die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Erfolgreiche Sportler wie der Hammerwerfer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0529&amp;quot;&amp;gt;Karl Wolf&amp;lt;/lex&amp;gt;, der Mittelstreckler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1430&amp;quot;&amp;gt;Hans Schmidt&amp;lt;/lex&amp;gt; oder die Kugelstoßerin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0525&amp;quot;&amp;gt;Lili Unbescheid&amp;lt;/lex&amp;gt; gehörten nun Vereinen an, die die Dominanz der Fußballvereine in der Leichtathletik ablösten. Zu den Olympischen Spielen schaffte es nur der Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0524&amp;quot;&amp;gt;Albert Steinmetz&amp;lt;/lex&amp;gt;, der über 200 Meter den Zwischenlauf erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0283&amp;quot;&amp;gt;Wiederauf- und Neubau&amp;lt;/lex&amp;gt; von Sportstätten (&amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt;) erfuhr die Leichtathletik in Karlsruhe einen neuen Aufschwung. In den 1950er- und 1960er-Jahren brachten es fünf herausragende Leichtathleten und eine Leichtathletin auf vier Teilnahmen an Olympischen Spielen, an drei Europameister- und 17 Deutschen Meisterschaften, 102 Berufungen in die Nationalmannschaft sowie drei Welt- und neun Europarekorde bzw. deren Einstellung. Den größten Teil trugen dazu die Sprinter des FC Phönix/&amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;KSC&amp;lt;/lex&amp;gt; bei. Betreut und trainiert von Robert Suhr und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1431&amp;quot;&amp;gt;Helmut Häfele&amp;lt;/lex&amp;gt; waren dies Heinz Fütterer, Lothar Knörzer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0510&amp;quot;&amp;gt;Carl Kaufmann&amp;lt;/lex&amp;gt; und Siegfried König. In dem neuen Wildparkstadion fand am 17. Juli 1955 noch vor dessen offizieller Eröfffnung als erste Sportveranstaltung ein internationales Leichtathletiksportfest des KSC statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der in den 1970er-Jahren abnehmenden Stärke des Leistungssports in Karlsruhe ging eine Zunahme des vereinsunabhängigen Breitensports einher. In den seit 1964 angebotenen Volksläufen und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0193&amp;quot;&amp;gt;Stadtmarathon&amp;lt;/lex&amp;gt; seit 1983 mischten sich allerdings bald mit differenzierten gruppenspezifischen Angeboten beide sportlichen Orientierungen. An die Tradition der Sportfeste in der Stadt - darunter auch nationale Vergleiche - konnte mit der Fertigstellung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1456&amp;quot;&amp;gt;Europahalle&amp;lt;/lex&amp;gt; 1983 wieder angeknüpft werden. Hier fanden deutsche, badische und Hochschulmeisterschaften und vor allem seit 1985 das von Siegfried König initiierte Internationale Hallenmeeting statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Klaus Hannecke: Karlsruher Leichtathletikgeschichte 1898-2004. Dokumentation, o.O. [Karlsruhe] o.J. [2005]; Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ernst Otto Bräunche/Volker Steck (Hrsg.): Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, Karlsruhe 2006 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Bd. 28).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<title>De:Lexikon:ereig-0028</title>
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		<updated>2022-02-28T13:53:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Leichtathletik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Leichtathletik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_1.jpg|200px|thumb|left|Staffellauf beim Leichtathletikvereinsklubkampf Männerturnverein Karlsruhe 1881 e. V. (MTV) gegen Karlsruher Fußballverein (KFV), 12. Mai 1936, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 2096.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_2.jpg|200px|thumb|left|Ein internationales Leichtathletiksportfest des KSC war die erste Sportveranstaltung im Wildparkstadion vor dessen offizieller Einweihung, 18. Juli 1955, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A3/130/4/34.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ereig-0028_3.jpg|200px|thumb|left|Zwei Teilnehmer der 4 x 110-m-Staffel beim Leichtathletik-Vergleichskampf der Karlsruher Gymnasien im Wildparkstadion, 29. September 1967, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A14/244/2/6.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Leichtathletik=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegbereiter der Leichtathletik war in Karlsruhe der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0105&amp;quot;&amp;gt;Fußballsport&amp;lt;/lex&amp;gt;. 1899 veranstaltete der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0961&amp;quot;&amp;gt;FC Frankonia&amp;lt;/lex&amp;gt; die ersten leichtathletischen Wettkämpfe im deutschen Südwesten, die auch Großherzog &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0571&amp;quot;&amp;gt;Friedrich I.&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0542&amp;quot;&amp;gt;Prinz Max von Baden&amp;lt;/lex&amp;gt; besuchten. 1911/12 fanden schon 25 solcher Sportveranstaltungen in Karlsruhe statt, wo auch der 1908 gegründete Badische Leichtathletikverband seinen Sitz hatte. In 18 Vereinen in Karlsruhe und in den bis heute eingemeindeten Orten wurde diese Sportart betrieben. Die Sportwettkämpfe mit bis zu 150 Teilnehmern fanden auf provisorisch hergerichteten Fußball- oder Exerzierplätzen wie auch in der Karlsruher Radrennbahn statt. Herausragende Karlsruher Leichtathleten vor 1914 waren &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0522&amp;quot;&amp;gt;Adolf Speck&amp;lt;/lex&amp;gt;, der erste Deutsche Meister über 110 Meter Hürden, und der Fußballer des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0972&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Fußballvereins (KFV)&amp;lt;/lex&amp;gt; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0499&amp;quot;&amp;gt;Max Breunig&amp;lt;/lex&amp;gt;, der in den Disziplinen Speer-, Diskus- und Schleuderballwerfen wie im Kugelstoßen stets vorderste Plätze belegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; gewann die Leichtathletik immer mehr Anhänger, darunter nun auch zunehmend mehr Frauen. Im Kreis Karlsruhe gehörten 1924 knapp 9.000 Mitglieder 23 Leichtathletik betreibenden Vereinen an, ohne die Sportler der Arbeitersport- oder Turnervereine. Diese strikte Trennung bestand bis 1931, als erstmals Vergleichswettkämpfe zwischen Turnern und Sportlern stattfanden. Größere öffentliche Aufmerksamkeit fanden nun auch Sportfeste mit bis zu 5.000 Zuschauern, für die Sponsoren Preise stifteten und zu denen die Veranstalter auch leistungsstarke auswärtige Sportler verpflichteten. Zum Aufschwung der Leichtathletik führte zum einen die Anlage von Sportstätten (&amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0076&amp;quot;&amp;gt;Generalbebauungsplan&amp;lt;/lex&amp;gt;) mit Aschelaufbahnen und zum anderen intensiveres Training, wofür in Karlsruhe &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0497&amp;quot;&amp;gt;Georg Amberger&amp;lt;/lex&amp;gt; Pionierarbeit leistete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spitzenleistungen boten die 4 x 100-Meter-Staffel des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1214&amp;quot;&amp;gt;FC Phönix&amp;lt;/lex&amp;gt; mit &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1032&amp;quot;&amp;gt;Alex Nathan&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1224&amp;quot;&amp;gt;Otto Faist&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1226&amp;quot;&amp;gt;Kurt von Rappard&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1225&amp;quot;&amp;gt;Robert Suhr&amp;lt;/lex&amp;gt; - die &amp;quot;fliegenden Karlsruher&amp;quot; – als deutsche Meister 1926 und Halter des Europarekords für Vereinsstaffeln mit 41,9 Sekunden, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0523&amp;quot;&amp;gt;Hans Steinhardt&amp;lt;/lex&amp;gt; (FC Phönix) 1927 als Deutscher Meister über 110 Meter Hürden (1927, 1928 15,0 Sekunden), die KFV-Athletin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0517&amp;quot;&amp;gt;Lina Batschauer&amp;lt;/lex&amp;gt; mit dem Weltrekord 1927 über 800 Meter und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0504&amp;quot;&amp;gt;Gertrud Gladitsch&amp;lt;/lex&amp;gt; vom FC Phoenix mit Weltrekordkleistungen über 100 Meter (12,0 Sekunden) und im Weitsprung (5,62 Meter) ebenfalls 1927. Von diesen Ergebnissen wurde allerdings lediglich der Weitsprung als Deutscher Rekord anerkannt. Die Rekordleistungen wurden allerdings nicht als Weltrekorde anerkannt, lediglich der Bestmarke im weitsprung hatte als Deutscher Rekord bestand. Steinhardt und Batschauer nahmen an den Olympischen Spielen 1928 teil, wo Batschauer die Goldmedaille gewann. Gladitsch konnte verletzungsbedingt nicht dabei sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübernahme&amp;lt;/lex&amp;gt; der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nazis&amp;lt;/lex&amp;gt; führte ab 1933 zur Gleich- und Selbstgleichschaltung der Sportvereine, &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdische&amp;lt;/lex&amp;gt; Sportler mussten die Vereine verlassen, Arbeitersportvereine wurden verboten. Ziel der Leichtathleten wurden auch hier die Olympischen Spiele 1936 in Berlin. Erfolgreiche Sportler wie der Hammerwerfer &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0529&amp;quot;&amp;gt;Karl Wolf&amp;lt;/lex&amp;gt;, der Mittelstreckler &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1430&amp;quot;&amp;gt;Hans Schmidt&amp;lt;/lex&amp;gt; oder die Kugelstoßerin &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0525&amp;quot;&amp;gt;Lili Unbescheid&amp;lt;/lex&amp;gt; gehörten nun Vereinen an, die die Dominanz der Fußballvereine in der Leichtathletik ablösten. Zu den Olympischen Spielen schaffte es nur der Sprinter &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0524&amp;quot;&amp;gt;Albert Steinmetz&amp;lt;/lex&amp;gt;, der über 200 Meter den Zwischenlauf erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0283&amp;quot;&amp;gt;Wiederauf- und Neubau&amp;lt;/lex&amp;gt; von Sportstätten (&amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1243&amp;quot;&amp;gt;Wildparkstadion&amp;lt;/lex&amp;gt;) erfuhr die Leichtathletik in Karlsruhe einen neuen Aufschwung. In den 1950er- und 1960er-Jahren brachten es fünf herausragende Leichtathleten und eine Leichtathletin auf vier Teilnahmen an Olympischen Spielen, an drei Europameister- und 17 Deutschen Meisterschaften, 102 Berufungen in die Nationalmannschaft sowie drei Welt- und neun Europarekorde bzw. deren Einstellung. Den größten Teil trugen dazu die Sprinter des FC Phönix/&amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0976&amp;quot;&amp;gt;KSC&amp;lt;/lex&amp;gt; bei. Betreut und trainiert von Robert Suhr und &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1431&amp;quot;&amp;gt;Helmut Häfele&amp;lt;/lex&amp;gt; waren dies Heinz Fütterer, Lothar Knörzer, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0510&amp;quot;&amp;gt;Carl Kaufmann&amp;lt;/lex&amp;gt; und Siegfried König. In dem neuen Wildparkstadion fand am 17. Juli 1955 noch vor dessen offizieller Eröfffnung als erste Sportveranstaltung ein internationales Leichtathletiksportfest des KSC statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der in den 1970er-Jahren abnehmenden Stärke des Leistungssports in Karlsruhe ging eine Zunahme des vereinsunabhängigen Breitensports einher. In den seit 1964 angebotenen Volksläufen und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0193&amp;quot;&amp;gt;Stadtmarathon&amp;lt;/lex&amp;gt; seit 1983 mischten sich allerdings bald mit differenzierten gruppenspezifischen Angeboten beide sportlichen Orientierungen. An die Tradition der Sportfeste in der Stadt - darunter auch nationale Vergleiche - konnte mit der Fertigstellung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1456&amp;quot;&amp;gt;Europahalle&amp;lt;/lex&amp;gt; 1983 wieder angeknüpft werden. Hier fanden deutsche, badische und Hochschulmeisterschaften und vor allem seit 1985 das von Siegfried König initiierte Internationale Hallenmeeting statt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Klaus Hannecke: Karlsruher Leichtathletikgeschichte 1898-2004. Dokumentation, o.O. [Karlsruhe] o.J. [2005]; Manfred Koch: Leichtathletik in Karlsruhe. Von den Nationalen Olympischen Spielen zum Internationalen Hallenmeeting, in: Ernst Otto Bräunche/Volker Steck (Hrsg.): Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, Karlsruhe 2006 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs, Bd. 28).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0286&amp;diff=592154</id>
		<title>De:Lexikon:top-0286</title>
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		<updated>2022-02-08T16:16:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Batzenhofweg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Batzenhofweg=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße Batzenhofweg im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1265&amp;quot;&amp;gt;Hohenwettersbach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1750&amp;quot;&amp;gt;Lindenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, verläuft an den Straßen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0152&amp;quot;&amp;gt;Am Vogelhäusle&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2349&amp;quot;&amp;gt;Rosengarten&amp;lt;/lex&amp;gt; vorbei, verlässt den Ort in südöstlicher Richtung am Alten Bach entlang, biegt dann in östlicher Richtung ab und trifft auf die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2075&amp;quot;&amp;gt;Ochsenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die von &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; kommt. An dieser Kreuzung liegt das &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1042&amp;quot;&amp;gt;Gut Batzenhof&amp;lt;/lex&amp;gt;. Der Name der Straße bezeichnet die Verbindungsstraße zwischen Hohenwettersbach und dem Gut Batzenhof.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 54 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0580&amp;diff=592146</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0580</title>
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		<updated>2022-01-19T10:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Werk */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Luise (Lilli) Fischel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Luise (Lilli) Fischel=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunsthistorikerin, Museumsdirektorin, * 14. Januar 1891 Bruchsal, † 28. Dezember 1978 Karlsruhe, ev., später Christian Scientists.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
1906 zog die Familie nach Karlsruhe, wo Lilli Fischel als jüngstes von vier Kindern 1909 am heutigen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Bismarck-Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt; Abitur machte. Dem Kunststudium in Karlsruhe ab 1909 folgte das der Kunstgeschichte und Archäologie an den Universitäten Freiburg und Frankfurt a. M. 1919 wurde sie in Frankfurt bei dem Mittelalterspezialisten Rudolf Kautzsch promoviert. Die Promotion bildete den Auftakt zu zahlreichen weiteren wissenschaftlichen Beiträgen auf ihren Spezialgebieten der Oberrheinischen Skulptur, Malerei und Glasmalerei des Spätmittelalters, der Graphik des 15. und 16. Jahrhunderts und des französischen Impressionismus. Von 1919-1925 im Kunsthandel tätig, wurde sie im April 1925 als wissenschaftliche Hilfsarbeiterin (heute Volontärin) an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0836&amp;quot;&amp;gt;Badischen Kunsthalle&amp;lt;/lex&amp;gt; Karlsruhe eingestellt. Der damalige Direktor &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1108&amp;quot;&amp;gt;Willy Storck&amp;lt;/lex&amp;gt;, Begründer der modernen Sammlung des Hauses, war 1925 bereits schwer krank, so dass sie weitgehend auf sich gestellt nach dessen Weisung arbeitete. Nach Storcks Tod im August 1927 setzte Fischel trotz massiver Widerstände seitens der ultrakonservativen Künstlerschaft und völkisch gesinnter Presseorgane dessen fortschrittliche Kunst- und Ankaufspolitik fort. Im Oktober 1928 erhielt sie die Ernennung zur planmäßigen Konservatorin und im Mai 1930 wurde sie offiziell mit der Führung der Geschäfte des Direktors betraut, die sie bis dahin kommissarisch übernommen hatte. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1933 erwarb Fischel vor allem Werke des deutschen Impressionismus, der Neuen Sachlichkeit sowie von Hans von Marées, Gustave Courbet, Eduard Munch und Ernst Barlach. Neben der Erweiterung des Sammlungsbestands, darunter auch einige zentrale Ergänzungen der Abteilung für mittelalterliche Malerei am Oberrhein, organisierte sie eine Reihe von Ausstellungen (Vincent van Gogh, 1928; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0406&amp;quot;&amp;gt;Anselm Feuerbach&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1929; &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0489&amp;quot;&amp;gt;Christoph Voll&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1931) und ordnete fast den gesamten neueren Bestand der Kunsthalle neu. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1933 wurde Lilli Fischel wegen ihres jüdischen Vaters - die Mutter war evangelisch - und ihrer Ankäufe moderner Kunst von den Nationalsozialisten entlassen. Noch im gleichen Jahr emigrierte Fischel nach Paris, wo sie sich bis zur Rückkehr nach Deutschland 1939 im Kunsthandel durchschlug. Von 1940 bis Ende 1951 war sie als Kunsthändlerin in München tätig. Von Januar 1952 bis zur Verabschiedung in den Ruhestand Ende Mai 1956 leitete sie das Kupferstichkabinett der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Bis 1973 war sie noch publizistisch tätig.									&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2014&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Mittelrheinische Plastik des 14. Jahrhunderts, Diss. Frankfurt a. M., München 1923; Katalog der Badischen Kunsthalle, Neuausgabe, 1929; Die Karlsruher Passion und ihre Meister, Karlsruhe 1952; Notizen zur Geschichte des Karlsruher Kupferstichkabinetts, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins, Bd. 105, 1957, S. 265-294; Bilderfolgen im frühen Buchdruck. Studien zur Inkunabel-Illustration in Ulm und Straßburg, Konstanz/Stuttgart 1963; Von der Bildform der französischen Impressionisten, in: Jahrbuch der Berliner Museen, 15, 1973, S. 58-154.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Marlene Angermeyer-Deubner: Die Kunsthalle Karlsruhe – Der Beginn einer modernen Sammlung. Willy Storck (1920-1927) und Lilli Fischel (1927-1933) Teil II, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, Jg. 37, 2000, S. 109-136; Ulrike Wendland: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler, Diss. Hamburg, München 1999, Bd. 1, S. 144-146.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0692&amp;diff=592145</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0692</title>
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		<updated>2022-01-19T10:33:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Werk */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Robert Goldschmit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0692_8_PBS_oIII_216.jpg|200px|thumb|left|Robert Goldschmit, um 1910, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 216.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Robert Goldschmit=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gymnasiallehrer, Historiker, Politiker, * 9. Dezember 1848 Grünstadt/Lkr. Bad Dürkheim, † 29. Januar 1923 Karlsruhe, jüd./konfessionslos, ∞ 1876 Auguste Neuhoefer, 3 Kinder.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Pfälzer Viehhändlers studierte ab 1864 in Heidelberg, Bonn und Straßburg Geschichte und Altphilologie. 1873 wurde Goldschmit in Straßburg promoviert, war dann ein Jahr in Kolmar als Hilfslehrer tätig und wechselte 1875 an das Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;, an dem er 1877 mit dem Titel Professor fest angestellt wurde. Schon 1868 hatte der Bayer die badische Staatsbürgerschaft erworben, die ihm den Austritt aus der jüdischen Gemeinde ermöglichte, ohne einer christlichen Religion beizutreten. Seine Kinder wurden evangelisch getauft. In Karlsruhe unterrichtete er bis zur krankheitsbedingten Zurruhesetzung 1915 und verfasste für den Geschichtsunterricht Lehrbücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An eine breite Öffentlichkeit wandte sich Goldschmit darüber hinaus als Historiker mit Arbeiten über die Geschichte Badens und als Festredner. Außergewöhnlich aber ist sein Wirken für die Karlsruher Stadtgeschichte neben seiner Tätigkeit als Lehrer. 1903-1914 betreute er mit einer Unterbrechung 1909 das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0806&amp;quot;&amp;gt;Stadtarchiv Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; und verfasste bis zu seinem Tod die „Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe“. Zum 200. Stadtjubiläum schrieb er zu großen Teilen die Festschrift zur Stadtgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter des Stadtarchivs hatte sich Goldschmit durch seine Mitarbeit in der städtischen Archivkommission empfohlen. Von 1888 bis 1908 war der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0323&amp;quot;&amp;gt;nationalliberal&amp;lt;/lex&amp;gt; und monarchisch gesinnte Historiker Mitglied der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1120&amp;quot;&amp;gt;Stadtverordnetenversammlung&amp;lt;/lex&amp;gt;, seit 1898 als Obmann des Vorstandes der Stadtverordneten. Neben der Archivkommission, der er seit 1896 angehörte, war er unter anderem in der Schulkommission und der sozialen Kommission tätig. Seine politische Aktivität führte ihn nach einer erfolglosen Kandidatur 1897 vier Jahre später als Abgeordneten in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1519&amp;quot;&amp;gt;Ständeversammlung&amp;lt;/lex&amp;gt;. Wegen seiner Gegnerschaft zur Großblockpolitik seiner Partei, der Zusammenarbeit mit den Demokraten und Sozialdemokraten, kandidierte Goldschmit 1904 nicht noch einmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrungen für seine Verdienste erhielt Goldschmit vor allem vom Haus Baden: 1899 das Ritterkreuz I. Klasse des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1607&amp;quot;&amp;gt;Ordens vom Zähringer Löwen&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1910 das Ritterkreuz I. Klasse mit Eichenlaub, 1916 den Orden Berthold I. und 1918 die Ernennung zum Hofrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 235/31631 fol. 207 (Standesliste Goldschmit); Chronik der Landeshauptstadt Karlsruhe für die Jahre 1920-1923, Karlsruhe 1930, S. 329 https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/chronik/HF_sections/content/ZZmmykWtUetaPQ/10_Dq1_Karl_Chronik_1920-23.pdf (Zugriff am 18. Dezember 2020).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Festrede zur Feier der Kaiser-Proklamation und der Errichtung des Deutschen Reiches auf Veranlassung des Stadtrats der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe, Karlsruhe 1896; Die politischen Errungenschaften Badens unter der Regierung Grossherzog Friedrichs. Festschrift zur Feier der Vollendung des 70. Lebensjahres Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs, Karlsruhe 1896; Die Freiwillige Feuerwehr in Karlsruhe : ihre Begründung und ihre Entwickelung, 1847 – 1897, Karlsruhe 1897; Lehrbuch der deutschen Geschichte: für die Mittelklassen höherer Unterrichtsanstalten, Lahr 1903; Lehrbuch der Geschichte: für die Quarta höherer Unterrichtsanstalten, Lahr 1910; Die Stadt Karlsruhe: ihre Geschichte und ihre Verwaltung. Festschrift zur Erinnerung an das 200jährige Bestehen der Stadt. Zusammen mit Heinrich Ordenstein und Karl Widmer, Karlsruhe 1915; Geschichte der Badischen Verfassungsurkunde 1818-1918, Karlsruhe 1918; Eduard Devrients Bühnenreform am Karlsruher Hoftheater, Leipzig 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Gerhard Kaller: Jüdische Abgeordnete im badischen Landtag 1861-1933, in: Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt (Hrsg): Juden in Karlsruhe. Beiträge zu ihrer Geschichte bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung, Karlsruhe 1988 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs  Bd. 8), S. 421 f. https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/stadtarchiv/HF_sections/content/ZZmoP43xhW57iB/Juden%20in%20Karlsruhe.pdf (Zugriff am 23. Dezember 2020); ders.: Goldschmit, Robert, in: Bernd Ottnad (Hrsg.): Badische Biographien, NF Bd. IV, Stuttgart 1996, S. 98 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-2062&amp;diff=592131</id>
		<title>De:Lexikon:bio-2062</title>
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		<updated>2021-12-20T10:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Hermann Meinzer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-2062.jpg|200px|thumb|left|Hermann Meinzer, 1973, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A24/106/2/15.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Hermann Meinzer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommunalpolitiker, Bürgermeister, Turnfunktionär, * 19. Juni 1921 &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2016&amp;quot;&amp;gt;Neureut&amp;lt;/lex&amp;gt;/Stadt Karlsruhe, † 15. Mai 2011 Karlsruhe, ev., ∞ 28. Juni 1945 Else Glutsch, 2 Töchter, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Hermann Meinzer war der Sohn eines Lebensmittelhändlers in der damals noch selbständigen Gemeinde Neureut. Nach der Volksschule und Höheren Handelsschule begann er bei der Finanzverwaltung eine Ausbildung für den gehobenen Dienst, die durch den Reichsarbeitsdienst und die Einberufung zum Wehrdienst unterbrochen wurde. 1941 wurde er in Russland schwer verwundet (Verlust eines Beines) und deshalb aus der Wehrmacht entlassen. Danach setzte er seine Ausbildung fort und beendete diese mit der Ernennung zum Steuerinspektor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinzer war trotz seiner Verwundung ein aktiver Turner und Sportler. Der größte Neureuter Verein, die Turngemeinde Neureut, wählte ihn bereits 1950 zu ihrem 1. Vorsitzenden. Politisch fand er den Weg zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0317&amp;quot;&amp;gt;Freien Demokratischen Partei (FDP)&amp;lt;/lex&amp;gt;, wurde für diese Partei 1951 als jüngster Mandatsträger in den Gemeinderat gewählt und später ihr Fraktionsvorsitzender. Hermann Meinzer vertrat die FDP im Kreistag und übernahm auch dort den Fraktionsvorsitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1965 wählten die Neureuter den Finanzoberinspektor beim Finanzamt Karlsruhe zu ihrem Bürgermeister. Hermann Meinzer setzte kommunalpolitisch eine Vielzahl von Akzenten und realisierte Vorhaben, die als Leuchttürme zu bezeichnen sind, darunter das neue Ortszentrum, die Badnerland-Halle, der Schulbereich, die vielfältige Förderung der Vereine und Hilfsorganisationen, die Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden sowie mit den in Neureut stationierten Soldaten der USA und der Bundeswehr. Sein Einsatz für die öffentlichen Einrichtungen und die Daseinsvorsorge honorierte die Neureuter Bevölkerung mit seiner wiederholten Wiederwahl zum Bürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als schwere Niederlage empfand der gesamte Neureuter Gemeinderat, an der Spitze Hermann Meinzer als Bürgermeister, den vergeblichen Kampf gegen die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0214&amp;quot;&amp;gt;Eingemeindung&amp;lt;/lex&amp;gt; nach Karlsruhe, die erst durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofes 1975 vollzogen werden konnte. Damit endete zwangsläufig seine Amtszeit als Bürgermeister. Er wurde Ortsvorsteher und wirkte in diesem Amt bis zu seiner Pensionierung 1985. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Meinzer war auch ein erfolgreicher Turnfunktionär. Bis zu seiner Wahl als Bürgermeister fungierte er als Vorsitzender der TG Neureut. Bei seinem Ausscheiden wurde er Ehrenvorsitzender. Im Karlsruher Turngau amtierte er von 1956 bis 1970 als stellvertretender Vorsitzender. 1977 wurde er als Nachfolger des legendären Freiburgers Dr. Rolf Kiefer zum Vorsitzenden des Badischen Turner-Bundes gewählt. In vielerlei Hinsicht prägte sein Wirken den größten gesamtbadischen Sportverband, der ihn am Ende seiner Amtszeit 1991 zum Ehrenvorsitzenden ernannte. Auch der Badische Sportbund wählte ihn in seinen Bundesvorstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hermann Meinzer erhielt für sein Lebenswerk 1978 das Bundesverdienstkreuz am Bande sowie hohe Ehrungen der FDP und der Sportverbände. Zu Meinzers 100. Geburtstag erhielt der zu einem Stadtteilpark umgewandelte Neureuter Nordfriedhof den Namen Hermann-Meinzer-Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Gernot Horn 2020&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;/2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten; Auskünfte der Familie.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hermann Ehmer: Geschichte von Neureut, Karlsruhe 1983, S. 229-238, 478-484.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ort-0004&amp;diff=591936</id>
		<title>De:Lexikon:ort-0004</title>
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		<updated>2021-11-08T13:31:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Batzenhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Batzenhof=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hofgut liegt auf 250 Metern Höhe südöstlich des Karlsruher Stadtteils &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1265&amp;quot;&amp;gt;Hohenwettersbach&amp;lt;/lex&amp;gt;, zu dem es verwaltungsrechtlich und historisch gehört. Die Zufahrt erfolgt über den &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3320&amp;quot;&amp;gt;Thomashof&amp;lt;/lex&amp;gt;, seit 2019 zusätzlich über Hohenwettersbach oder &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2680&amp;quot;&amp;gt;Stupferich&amp;lt;/lex&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1556 wird in einer Urkunde das „Batzenhäuslein“ erwähnt. Seine Lage verdankt es der einst bedeutenden &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2075&amp;quot;&amp;gt;Ochsenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die am Ortsende von &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt und über mehrere Jahrhunderte bei Langensteinbach auf die ursprünglich römische Verbindungsstraße Pforzheim - Ettlingen stieß. Da das Gebäude an der Landesgrenze zur Markgrafschaft Baden-Baden (Stupferich) und zum Fürstentum Württemberg (&amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1019&amp;quot;&amp;gt;Grünwettersbach&amp;lt;/lex&amp;gt;) lag, diente der Schankwirt lange Zeit auch als Zollwächter. Der Name des Hofs ist auf den Batzen, eine im 16. Jahrhundert in Süddeutschland gebräuchliche Münze, zurückzuführen. Ihr Wert entsprach 4 Kreuzern, wofür man sich auf dem Hof einen Schoppen Wein bestellen konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Batzenhäuslein“ wechselte mehrmals den Eigentümer, bis es Karlsruhes &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0230&amp;quot;&amp;gt;Stadtgründer&amp;lt;/lex&amp;gt; Markgraf &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0562&amp;quot;&amp;gt;Karl Wilhelm&amp;lt;/lex&amp;gt; 1725 samt dem Gut Hohenwettersbach seiner 15jährigen unehelichen Tochter Karoline Luise schenkte, die er im selben Jahr mit dem Freiherrn &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0655&amp;quot;&amp;gt;Wilhelm Friedrich Schilling von Canstatt&amp;lt;/lex&amp;gt; vermählte. Damit begann eine 250 Jahre andauernde grundherrliche Familiengeschichte. 1753 wurde das Batzenhaus durch einen Neubau ersetzt, der heute den Nordflügel bildet. 1901 entstand auf dem Platz des ehemaligen Wirtshauses ein Arbeiterwohnhaus. Im selben Jahr wurde Johannes Hotel (1879-1962) Pächter und blieb es fast 60 Jahre lang. Unter ihm spielte die Milchwirtschaft eine große Rolle.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1960 übernahmen Susanne geborene Schilling von Canstatt (1903-1966) und ihr Mann &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-2106&amp;quot;&amp;gt;Adalbert von Gontard&amp;lt;/lex&amp;gt; (1900-1976) den Hof. Die beiden verbrachten die Sommermonate auf ihrem Gut, lebten aber in St. Louis, USA, wo von Gontard Vizepräsident und Miteigentümer der Anheuser-Busch Brauerei (Budweiser Bier) war. Nach einer Renovierung und Umgestaltung errichteten sie eine moderne Schweine- und Hühnerfarm und legten eine Apfelplantage an, die sich zur zweitgrößten privaten Obstanlage im gesamten Landkreis Karlsruhe entwickelte. Mit der Pappelallee erschufen sie ein bis heute weithin sichtbares Wahrzeichen von Hohenwettersbach.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1976 endete mit dem Tod Adalbert von Gontards die 250jährige Ära Schilling von Canstatt. Der Hof ging über die Badische Landsiedlung an eine Landwirtschaftsfamilie, die einen Reitstall mit Pferdepension einrichtete. Die weitläufigen Getreidefelder um das Gebäudeareal wurden Teil einer 2019 eröffneten Golfanlage, auf der sich nach eigenen Angaben die längste Golfbahn Europas befindet. Gastronomie, Clubhaus und Parkplatz entstanden in direkter Nachbarschaft zu den Gutsgebäuden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Volker C. Ihle 2021&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Siegfried Stech (Hrsg.): Hohenwettersbach und Umland. Vom Dorf zum Stadtteil - Ein Heimatbuch, Karlsruhe 1989; Volker C. Ihle: Vom Budweiser-Bier zu Batzenäpfeln. Adalbert von Gontard und der Batzenhof, in: Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge, Nr. 129, 18. Dezember 2020, S. 1-2, https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick129/batzenhof.de (Zugriff am 23. Februar 2021).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-2058&amp;diff=590805</id>
		<title>De:Lexikon:bio-2058</title>
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		<updated>2021-02-22T14:03:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Wilhelm Lochstampfer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Wilhelm Lochstampfer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Wilhelm Lochstampfer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Architekt, Professor, * 18. August 1881 Künzelsau, † 6. September 1970 Ludwigsburg, ∞ 1918 Elise Lindenberger, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Bau- und Möbelschreiners absolvierte zuerst eine Schreinerlehre, bevor er von 1901 bis 1905 die Königliche Kunstgewerbeschule Stuttgart besuchte. Er belegte zunächst drei Kurse für Möbelindustrie und anschließend noch zwei Kurse (drei Semester) für Zeichenlehrer. Im Mai 1905 bestand er sowohl die Dienstprüfung für Zeichenlehrer als auch die Prüfung im technischen Fach- und Bauzeichnen, letztere mit „vorzüglichem Erfolg“. Vom 1. Juni 1905 bis 31. Mai 1907 arbeitete er im Baubüro des Cannstatter Architekten Gustav Kärcher, anschließend bis Oktober 1907 im Baubüro des Stuttgarter Oberbaurats Heinrich Dolmetsch. Im Wintersemester 1907/08 und Sommersemester 1908 besuchte er als „außerordentlich Studierender“ an der Technischen Hochschule Stuttgart, Abteilung Architektur, zwei oberste Kurse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1908 trat Lochstampfer als technischer Hilfslehrer an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0900&amp;quot;&amp;gt;Großherzoglich Badischen Baugewerkeschule Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; in den badischen Staatsdienst ein. Ab November 1911 wirkte er als Professor, offiziell erhielt er diese Amtsbezeichnung im April 1920. Da er nicht beim Militär gewesen war, leistete er seit Beginn des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; im August 1914 bis Oktober 1917 Zivildienst beim &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1535&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Roten Kreuz&amp;lt;/lex&amp;gt; im &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1335&amp;quot;&amp;gt;Hauptbahnhof&amp;lt;/lex&amp;gt; und im Reservelazarett II, das in der Baugewerkeschule untergebracht war, ab. Seit dem Schuljahr 1915/16 unterrichtete er auch wieder Schüler der oberen Klassen der Architekturabteilung und Kriegsbeschädigte an der Baugewerke- und der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0931&amp;quot;&amp;gt;Kunstgewerbeschule&amp;lt;/lex&amp;gt; in Architektur und Innenarchitektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juli 1924 wurde er mit sofortiger Wirkung von der Gewerbelehrerabteilung in die Hochbauabteilung des Staatstechnikums, wie die Baugewerkeschule nun hieß, versetzt , seit 1929 war er Leiter der Hochbauabteilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige Bauten von seiner Hand sind bekannt. 1913 entstand das Wohnhaus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2348&amp;quot;&amp;gt;Rosalienberg&amp;lt;/lex&amp;gt; 7 in &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1002&amp;quot;&amp;gt;Grötzingen&amp;lt;/lex&amp;gt;. Der größte Erfolg seiner gelegentlichen Wettbewerbsbeteiligungen war ein dritter Preis bei der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3075&amp;quot;&amp;gt;Dammerstocksiedlung&amp;lt;/lex&amp;gt; 1928. Bei der Konzeption hatte ihn Paul Schmitt, Professor für Tiefbau am Staatstechnikum, unterstützt; die Ausführung der acht Einfamilienhäuser am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0725&amp;quot;&amp;gt;Falkenweg&amp;lt;/lex&amp;gt; 37-51 (Baugruppe 10) oblag ihm allein, wie er auch die Möbel für seine beiden Musterhäuser selbst entworfen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0111&amp;quot;&amp;gt;Machtübernahme&amp;lt;/lex&amp;gt; der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialisten&amp;lt;/lex&amp;gt; 1933 wurde Lochstampfer Mitglied des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (NSLB) und der Reichskammer der bildenden Künste. 1937 trat er in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein. Im August 1940 wurde er vorübergehend mit der kommissarischen Leitung der Ecole nationale technique in Straßburg betraut, um die Überleitung der Einrichtung in das deutsche Schulsystem vorzubereiten. Seit Dezember 1941 führte er die Amtsbezeichnung „Staatlicher Baurat im technischen Schuldienst“. Von Dezember 1944 bis September 1945 hielt er sich mit seiner Ehefrau in Konstanz auf, der einzige Sohn war 1943 gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im April 1946 wurde Lochstampfer nach dreimonatiger Entlassung durch die amerikanische Militärregierung von dieser als Lehrer für Hochbau am Staatstechnikum wieder zugelassen. Nach rechtskräftigem Spruchkammerentscheid vom Januar 1947 amtierte er seit Oktober des Jahres wieder als Professor, seit April 1948 in seiner ehemaligen Funktion als Leiter der Hochbauabteilung. Am 1. September 1949 trat er in den Ruhestand. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2020&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 235-1/10270, 465h/19964; Der Volksfreund vom 13. September 1918 und 20. November 1928 StadtAK 8/Ze 16 https://digital.blb-karlsruhe.de/6357964 (Zugriff am 19. Januar 2021).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.): Neues Bauen der 20er Jahre. Gropius, Haesler, Schwitters und die Dammerstock-Siedlung, Karlsruhe 1997, S. 17, 62 f., 148 f., 238; Brigitte Franzen: Die Siedlung Dammerstock in Karlsruhe 1929. Zur Vermittlung des Neuen Bauens, Marburg 1993, S. 79; Susanne Richter/Paul Benz (Hrsg.): Spuren in der Stadt. Der Beitrag der Fachhochschule Karlsruhe – Hochschule für Technik zur Karlsruher Stadtentwicklung 1878-2003, Karlsruhe 2003, S. 86-90.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0555&amp;diff=590558</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0555</title>
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		<updated>2021-02-09T11:41:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Friedrich Karl Hans Dietz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Friedrich Karl Hans Dietz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0555_8_Alben_215_20b.jpg|200px|thumb|left|Friedrich Dietz 1947, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 215/20b.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Friedrich Karl Hans Dietz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drucker, Journalist, Stadtrat, * 21. Dezember 1909 Mannheim, † 10. Januar 1959 Karlsruhe, Atheist, ∞ 1946 Edith Königsberger, 1 Tochter. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Friedrich Karl Hans Dietz wuchs bei den Großeltern in Karlsruhe auf und absolvierte nach Abbruch des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0937&amp;quot;&amp;gt;Realgymnasiums&amp;lt;/lex&amp;gt; eine Buchdruckerlehre. Er beschäftigte sich autodidaktisch mit Literatur der sozialistischen Klassiker von Saint Simon, Proudhon, Plechanow, Marx bis Kautsky und trat 1929 in die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0321&amp;quot;&amp;gt;Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)&amp;lt;/lex&amp;gt; ein. In der Zeit der Wirtschaftskrise erwerbslos, organisierte er für die KPD die Erwerbslosenausschüsse wie den „Kampfbund gegen den Faschismus“. Während einer Demonstration des Kampfbundes gegen einen NS-Aufmarsch kam am 26. Mai 1931 in Karlsruhe der SA-Mann Paul Billet ums Leben. Dietz wurde mit vier anderen Kommunisten des Mordes angeklagt, verteidigt vom jüdischen Rechtsanwalt Isidor Loewe aber freigesprochen. Damit wurde er zur Hassfigur der Nationalsozialisten und kam 1933 in „Schutzhaft“ in das KZ Heuberg, wo er misshandelt wurde und fünf Zähne ausgeschlagen bekam. Es folgte die Verlegung in das KZ &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0075&amp;quot;&amp;gt;Kislau&amp;lt;/lex&amp;gt;. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entlassung im Juli 1934 begab er sich in die Illegalität, leitete die illegale KPD Karlsruhe und organisierte den Druckschriftentransport aus Frankreich und der Schweiz. Zu seiner Widerstandstätigkeit gegen die NS-Diktatur notierte er 1947, diese sei zwar bemerkbar gewesen, habe aber nur geringe Resonanz gefunden, da die Bevölkerung dem Nazismus restlos verfallen gewesen sei. Als es der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1480&amp;quot;&amp;gt;Gestapo&amp;lt;/lex&amp;gt; gelang, das illegale KPD-Netz aufzurollen, flüchtete er Anfang 1936 in die Schweiz. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er in Genf zusammen mit weiteren ausländischen KP-Angehörigen die Herstellung von Druckschriften organisierte und selbst die Herausgabe von sozialistisch-kommunistischen Zeitungen verantwortete, drohten ihm nach 1940 die Inhaftierung und Auslieferung an das NS-Regime wegen „kommunistischer Umtriebe“, was aber durch die Unterstützung von Schweizer Persönlichkeiten verhindert wurde. Zuletzt war Dietz in der Schweiz als Journalist für verschiedene Zeitungen tätig, er signierte als „F.K.H. Dietz“. Anfang 1946 heiratete er in Zürich die parteilose, aus Deutschland geflohene Jüdin Edith Königsberger. Mit ihr kehrte Dietz 1947 nach Karlsruhe zurück. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Karlsruhe übernahm Dietz den örtlichen KPD-Vorsitz von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0795&amp;quot;&amp;gt;Adolf Betz&amp;lt;/lex&amp;gt;, wurde in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1095&amp;quot;&amp;gt;Gemeinderat&amp;lt;/lex&amp;gt; gewählt und war KPD-Fraktionsvorsitzender bis zum Ausscheiden der KPD aus dem Gemeinderat 1953. Beruflich arbeitete Dietz als Journalist und Korrespondent auch für ausländische Zeitungen. Nach dem KPD-Verbot 1956 wurde ihm, auch mit nichtrechtsstaatlichen Hinweisen auf seiner früheren Tätigkeit, die illegale Fortführung der Partei vorgeworfen, Entschädigungszahlungen für die erlittene NS-Verfolgung wurden mit dieser Begründung zurückgestellt. Dietz erlebte das Ende des von ihm als neuerliche Verfolgung empfundenen Verfahrens nicht mehr, er erlag einer Krebserkrankung. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Jürgen Schuhladen-Krämer 2013&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
GLA 480/116; StadtAK 8/StS 13/1122-1126 und 1197.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Edith Dietz: Der Kreis schließt sich. Jahrzehnte des Friedens sind keine Garantie, Frankfurt a. M. 1997, 2. erg. Aufl. 2006.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ort-0046&amp;diff=590498</id>
		<title>De:Lexikon:ort-0046</title>
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		<updated>2021-02-08T12:19:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Gedenktafel für die Zwangsarbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG Karlsruhe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Gedenktafel für die Zwangsarbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Top-3309.jpg|200px|thumb|left|Gedenktafel für die Zwangsarbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG Karlsruhe, Foto: Arthur Mehlstäubler 2016, Stadtarchiv Karlsruhe 11/DigA 43/117 DO.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Gedenktafel für die Zwangsarbeiter der Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG Karlsruhe=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Haupteingang des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0842&amp;quot;&amp;gt;Zentrums für Kunst und Medien (ZKM)&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1773&amp;quot;&amp;gt;Lorenzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 19.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gedenktafel erinnert an die mehreren Tausend &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0064&amp;quot;&amp;gt;Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter&amp;lt;/lex&amp;gt;, die während des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0074&amp;quot;&amp;gt;Zweiten Weltkriegs&amp;lt;/lex&amp;gt; im Karlsruher Produktionsgebäude der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0090&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Waffen- und Munitionsfabriken AG&amp;lt;/lex&amp;gt; und in weiteren Betrieben im Stadtgebiet Zwangsarbeit verrichten mussten. Die große Gedenktafel wurde am 15. Oktober 1997 anlässlich der Eröffnung des ZKM durch &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1014&amp;quot;&amp;gt;Oberbürgermeister&amp;lt;/lex&amp;gt; Gerhard Seiler enthüllt. Unter den anwesenden Gästen befanden sich auch etwa 20 ehemalige Zwangsarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Tomas JUngvirt entworfene und gefertigte Schrifttafel ist aus Bronze und an einem Stahlträger angebracht. Sie hat folgende Inschrift: &amp;quot;In der ehemaligen Waffen- und Munitionsfabrik auf diesem Gelände und an vielen anderen Stellen in der Stadt waren im Zweiten Weltkrieg mehr als 17.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt. Ein Drittel waren Frauen. 12.000 stammten aus Osteuropa. Aus ihrer Heimat verschleppt, wurde ihre Arbeitskraft von der Kriegswirtschaft ausgebeutet. Mehr als 600 von ihnen fanden in Karlsruhe den Tod. Den Opfern zum Gedenken. Den Lebenden als Mahnung, zur Bewahrung des Friedens, der Menschenwürde und der freien Selbstbestimmung aller Menschen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
StadtAK 8/StS 37/99; Ulrike Wunsch: Gedenken an Zwangsarbeiter. Oberbürgermeister enthüllte eine Tafel am ZKM-Gebäude, in: Badische Neueste Nachrichten vom 16. Oktober 1997, StadtAK 8/Ze 15.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Jürgen Schuhladen-Krämer: Zwangsarbeit in Karlsruhe 1939-1945. Ein unbekanntes Kapitel Stadtgeschichte, Karlsruhe 1997 (= Forschungen und Quellen zur Stadtgeschichte Bd. 3).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2166&amp;diff=589481</id>
		<title>De:Lexikon:top-2166</title>
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		<updated>2020-12-17T11:59:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Pfarrstraße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Pfarrstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Pfarrstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pfarrstraße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0506&amp;quot;&amp;gt;Daxlanden&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt im Osten an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2833&amp;quot;&amp;gt;Vorderstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und verläuft in zwei leichten Bögen nach Südwesten über die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2157&amp;quot;&amp;gt;Pfalzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0343&amp;quot;&amp;gt;Bienenstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2605&amp;quot;&amp;gt;Sankt-Valentin-Platz&amp;lt;/lex&amp;gt; vorbei zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2223&amp;quot;&amp;gt;Querstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1078&amp;quot;&amp;gt;Hammweg&amp;lt;/lex&amp;gt;. An der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0952&amp;quot;&amp;gt;Goldgrundstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; geht sie in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0841&amp;quot;&amp;gt;Fritschlachweg&amp;lt;/lex&amp;gt; über. Die Straße wurde zur Zeit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0214&amp;quot;&amp;gt;Eingemeindung&amp;lt;/lex&amp;gt; um 1910 benannt. Die Namensgebung erinnert an die Erhebung der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1300&amp;quot;&amp;gt;St. Valentinskirche&amp;lt;/lex&amp;gt; zur selbständigen Pfarrkirche im Jahr 1463.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Pfarrstraße stehen mehrere Häuser unter Denkmalschutz: Haus Nummer 12 ist ein Wohnhaus einer ehemaligen Hofanlage vom Ende des 18. Jahrhunderts. Pfarrstraße 18 ist das ehemalige Gasthaus Krone aus dem frühen 19. Jahrhundert, wobei auch Umbauten zwischen 1903 und den 1920er-Jahren in Form eines malerischen Bauensembles mit Innenausstattung nach Entwürfen des Malers und Professors an der Technischen Hochschule  Wilhelm August Volz (1877-1929) stattfanden. Heute trägt es den Namen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0294&amp;quot;&amp;gt;Künstlerkneipe&amp;lt;/lex&amp;gt;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der Pfarrstraße 30 steht ein weiteres Beispiel schöner Fachwerkarchitektur unter Denkmalschutz: Das Wohnhaus einer ehemaligen Hofanlage aus dem Jahre 1707. Das Alte Rathaus, um 1850 nach Plänen von Bauinspektor Müller erbaut, beherbergt seit 1910 die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1745&amp;quot;&amp;gt;Federbachschule&amp;lt;/lex&amp;gt;. Neben der Federbachschule steht ein Wegkreuz, das nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0066&amp;quot;&amp;gt;Deutsch-Französischen Krieg&amp;lt;/lex&amp;gt; von 1870/71 errichtet wurde. Ebenso unter Denkmalschutz steht das Wohnhaus einer ehemaligen Hofanlage, bezeichnet 1711, in der Pfarrstraße 53. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 164 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Pfarrstra%C3%9Fe&amp;amp;Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 29. Juni 2018).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0342&amp;diff=589430</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0342</title>
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		<updated>2020-12-16T15:35:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Michelle Ferdinande Pauline Viardot, geb. García */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Michelle Ferdinande Pauline Viardot, geb. García}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei: bio-0432.jpg|200px|thumb|left|Michelle Ferdinande Pauline Viardot, Foto aus: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pauline_Viardot-Garcia_1.jpg?uselang=de (Zugriff am 3. Dezember 2015).]]&lt;br /&gt;
=Michelle Ferdinande Pauline Viardot, geb. García=&lt;br /&gt;
Sängerin, Komponistin, 18. Juli 1821 Paris, † 18. Mai 1910 Paris, kath., ∞ 1840 Paul Viardot, 1 Sohn, 3 Töchter.&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viardot entstammte einer berühmten Musikerfamilie, ihr Vater war der spanische Tenor Manuel García, ihre Schwester die legendäre Sängerin Maria Malibran. Bereits früh erhielt Viardot eine umfassende Ausbildung in Klavier, Gesang, Harmonielehre und Komposition. Ihre eigentliche Berufung zur Pianistin gab sie nach dem Tod der Schwester 1836 auf Drängen der Mutter zugunsten des Gesangs auf. Im Frühjahr 1839 debütierte sie als Desdemona in Gioachino Rossinis &amp;quot;Otello&amp;quot; in London. Von da an sang sie an allen großen Bühnen Europas und wurde wegen ihres vom Alt bis zum hohen Sopran reichenden Mezzosoprans und der ausdrucksstarken Darstellung bejubelt. Neben der tragischen Mutterfigur &amp;quot;Fidès&amp;quot; in Giacomo Meyerbeers Oper &amp;quot;Le Prophète&amp;quot; gehörten Vincenzo Bellinis Norma, Christoph Willibald Glucks Orpheus in der Fassung von Hector Berlioz und dessen Alceste sowie Ludwig van Beethovens Fidelio und Giuseppe Verdis Macbeth zu ihren Paraderollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Bühnenabschied im Frühjahr 1863 übersiedelte die Familie Viardot von Paris nach Baden-Baden, wo sie ein eigens erbautes Haus am Fremersberg bezog. Dieses wurde, erweitert um eine Tonhalle und 1869 um ein kleines Theater, zum musikalischen Treffpunkt der gehobenen Gesellschaft, darunter wiederholt das badische Großherzogspaar. In den Baden-Badener Jahren bis 1870 war Viardot vor allem als Komponistin und Gesangspädagogin tätig. Unter der musikalischen Leitung von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0343&amp;quot;&amp;gt;Josef Strauß&amp;lt;/lex&amp;gt; und von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0329&amp;quot;&amp;gt;Hermann Levi&amp;lt;/lex&amp;gt; gab sie 1864/65 auch fünf Gastspiele am Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0845&amp;quot;&amp;gt;Hoftheater&amp;lt;/lex&amp;gt;, und zwar in den Rollen des Orpheus&#039;, der Norma, der Fidès, der Desdemona und der Rosina in Gioachino Rossinis &amp;quot;Barbier von Sevilla&amp;quot;. Wegen Spannungen mit Intendant &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0648&amp;quot;&amp;gt;Eduard Devrient&amp;lt;/lex&amp;gt; kam es erst 1870 wieder zu einem letzten Auftritt in Karlsruhe. Auf Wunsch des Großherzogpaars wurde ihre fantastische Operette &amp;quot;Der letzte Zauberer&amp;quot; mit ihr in der Rolle des Prinzen Lelio aufgeführt, von der einschlägigen Presse aber heftig kritisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang November 1868 bis Ende März 1869 bewohnte Viardot mit ihrer Familie eine stattliche Wohnung mit Salon in Karlsruhe, Lange Straße 235 (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Kaiserstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 247), um der Tochter Claudie, die Kunst studieren wollte, privaten Malerunterricht, möglicherweise durch &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0418&amp;quot;&amp;gt;Hans Gude&amp;lt;/lex&amp;gt;, zu ermöglichen. Gude, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1105&amp;quot;&amp;gt;Carl Friedrich Lessing&amp;lt;/lex&amp;gt; und andere Künstler gehörten zu den regelmäßigen Gästen des Salons. Wegen des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0066&amp;quot;&amp;gt;Deutsch-Französischen Krieges&amp;lt;/lex&amp;gt; 1870/71 musste Viardot mit ihrer Familie im Herbst 1870 Deutschland verlassen und kehrte über England 1871 nach Paris zurück.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Katja Förster 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Beatrix Borchard: Jeux d’esprit – Pauline Viardot-Garcia, in: Klangwelten – Lebenswelten. Komponistinnen in Südwestdeutschland, hrsg. von Martina Rebmann und Rainer Naegele, Stuttgart 2004, S. 91-124, http://mugi.hfmt-hamburg.de/upload/Pauline_Viardot/ViardotBorchard.pdf (Zugriff am 13. März 2015); Ute Lange-Brachmann und Joachim Draheim (Hrsg.): Pauline Viardot in Baden-Baden und Karlsruhe, Baden-Baden 1999 (= Baden-Badener Beiträge zur Musikgeschichte Bd. 4); Orlando Figes: Die Europäer. Drei kosmopolitische Leben und die Entstehung europäischer Kultur, Berlin 2020.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0594&amp;diff=589218</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0594</title>
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		<updated>2020-11-24T11:58:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Clara Immerwahr */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Clara Immerwahr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0594_8_Diaslg_III_156.jpg|200px|thumb|left|Clara Immerwahr als Studentin, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Diaslg. III 156.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Clara Immerwahr=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chemikerin, Pazifistin, * 21. Juni 1870 Polkendorf bei Breslau/Niederschlesien/Polen, † 2. Mai 1915 Berlin-Dahlem, jüd., seit circa 1896 ev., ∞ 1901 &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0124&amp;quot;&amp;gt;Fritz Haber&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1 Sohn.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tochter eines Chemikers Clara Immerwahr kam früh mit den Naturwissenschaften in Kontakt. Nach Höherer Töchterschule und Lehrerinnenseminar in Breslau erhielt sie eine Sondergenehmigung, um das Abitur abzulegen. Seit 1896 studierte sie wiederum mit Sondergenehmigung in Breslau Chemie und wurde 1900 als erste Deutsche an der Universität Breslau im Fach Chemie bei Prof. Richard Abegg promoviert. 1901 heiratete Immerwahr den Professor für Chemie an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule (TH) Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; Fritz Haber, dem sie in Breslau schon in der Tanzschule begegnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Ehe mit Haber erhoffte sich Immerwahr die Möglichkeit zur Fortsetzung ihrer eigenen Forschungen. Bis zur schweren Geburt ihres Sohnes 1902 war sie auch Mitarbeiterin im Labor ihres Mannes in Karlsruhe. Danach endete ihre mögliche wissenschaftliche Karriere. Ihre bei der Dissertation angewandte Methode zur Messung der Löslichkeit von Schwermetallen wird heute bei der Forschung zur Elektromobilität benutzt und auch zur Messung der Verunreinigung der Meere durch chemische Kampfstoffe. Ihr Mann drängte sie nun aber immer mehr in die Rolle der Mutter und der Ehefrau mit Repräsentationspflichten. Während seine Karriere vorankam, hielt sie noch Vorlesungen für Frauen über Chemie in Küche und Haushalt. Das erfüllte sie mit tiefster Unzufriedenheit, was auch Sanatoriumsaufenthalte zur Folge hatte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Haber 1911 zum Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie in Berlin-Dahlem berufen wurde, verließ die Familie Karlsruhe. &lt;br /&gt;
Die Differenzen zwischen den Ehepartnern, er ein überzeugter Nationalist, sie eine Anhängerin der pazifistischen Ideen von Berta von Suttner, brachen offen aus, als Immerwahr seine Forschungen zu chemischen Kampfstoffen als „Perversion der Wissenschaft“ bezeichnete. Sie tat dies auch öffentlich bei einem Besuch mit ihrem Mann in Köln im Januar 1915, wo der Gaskrieg erprobt wurde. Nach dem ersten von Haber beaufsichtigten Giftgasangriff  an der Westfront bei Ypern am 22. April 1915 mit vielen Tausend Toten und schwer Verletzten, versuchte Immerwahr vergeblich, ihren Mann von weiteren Giftgaseinsätzen abzuhalten. Am Morgen vor seiner Abreise an die Ostfront nahm sie sich mit seiner Dienstpistole das Leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst seit den 1990er-Jahren wird der Freitod Clara Immerwahrs als Protest gegen chemische Massenvernichtungswaffen wahrgenommen, auch wenn es dafür keine schriftlichen Zeugnisse gibt. Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. (IPPNW) verleiht seit 1991 die Clara-Immerwahr-Auszeichnung. Die Technische Universität Berlin vergibt seit 2011 den „Clara Immerwahr Award“ an junge Nachwuchsforscherinnen im Bereich der Katalyseforschung. In der Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2696&amp;quot;&amp;gt;Südstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde 2001 der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0488&amp;quot;&amp;gt;Clara-Immerwahr-Haber-Platz&amp;lt;/lex&amp;gt; eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Beiträge zur Löslichkeitsbestimmung schwerlöslicher Salze des Quecksilbers, Kupfers, Bleis, Cadmiums und Zinks, Diss. Breslau 1900.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Gerit von Leitner: Der Fall Clara Immerwahr. Leben für eine humane Wissenschaft, München 2. durchgesehene und verbesserte Aufl. 1994.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0135&amp;diff=588942</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0135</title>
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		<updated>2020-07-15T12:36:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Emil Kirschbaum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Emil Kirschbaum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0135_Kirschbaum_KIT-Archiv_28010_I_02544.jpg|200px|thumb|left|Emil Kirschbaum 1961, KIT-Archiv Karlsruhe 28010 I, 2544.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Emil Kirschbaum=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfahrenstechniker, Professor, * 25. Juli 1900 Grötzingen, † 12. August 1970 (Bad) Herrenalb/Lkr. Calw, ev., ∞ 1959 Gertrud Bubser.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Ingenieurs Emil Kirschbaum besuchte das Gymnasium in Konstanz und Wien, danach studierte er 1919-1923 Maschinenbauwesen in Wien und Braunschweig, wo er 1923 die Prüfung zum Diplomingenieur ablegte. Danach arbeitete Kirschbaum für die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) in Nürnberg und dann kurze Zeit bei der Friedrich Krupp AG im Gruson-Werk in Magdeburg. Im nahegelegenen Staßfurt war sein Vater Adolf Kirschbaum Direktor einer Ammoniaksodafabrik. 1925 wurde er in Braunschweig promoviert. 1928 erhielt Kirschbaum an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule (TH) Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; einen Lehrauftrag für Apparatebau und entwickelte einen Lehrplan für diesen Studiengang, der von Prof. &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0157&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Plank&amp;lt;/lex&amp;gt; angeregt worden war. Als dessen Assistent am Institut für Kältetechnik habilitierte er sich 1930 und erhielt 1934 die Ernennung zum Professor für Apparatebau.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Kirschbaum Direktor des von ihm gegründeten Instituts für Apparatebau und Verfahrenstechnik. Er leitete das Institut über seine Emeritierung im März 1966 hinaus bis zum April 1967. Einen Ruf an die TH Danzig lehnte Kirschbaum 1935 ebenso ab wie das Angebot auf einen Lehrstuhl in Bangalore, Indien im Jahr 1948. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit, in der Kirschbaum sich besonders mit dem Wärme- und Stoffaustausch, dem Destillieren, Rektifizieren und Trocknen beschäftigte, hatte er 1951-1954 die Leitung der Abteilung für Maschinenbau inne, im Studienjahr 1953/54 war er Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Kirschbaum gilt als maßgeblicher Begründer des Chemie-Ingenieur-Wesens und der thermischen Verfahrenstechnik als eigenständiges Lehr- und Forschungsgebiet, das er in erster Linie durch die zielgerichtete Teilung der Ausbildung in Grundstudium (Ingenieurwesen) und Hauptstudium (Chemie) erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste erhielt Kirschbaum 1951 als erster Preisträger die goldene DECHEMA-Medaille sowie 1960 die Arnold-Eucken-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Verfahrenstechnik. Zudem wurde er 1960 Mitglied der New Yorker Akademie der Wissenschaften. Seit 1991 werden alle drei Jahre bedeutende Beiträge zur thermischen Verfahrenstechnik oder ihrer beispielhaften Anwendung in der industriellen Praxis mit der &lt;br /&gt;
Emil Kirschbaum-Medaille ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
KIT-Archiv 21011/209, 22008, 23014/6, 23014/16, 27044 Nachlass Emil Kirschbaum, 28002/228, 28003/32, 28102/3/6.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Zur Theorie der Achsenregler, Diss. Braunschweig 1925; Die Verstärkung durch teilweise Kondensation binärer Gemische und ihre Berücksichtigung bei der Berechnung von Rektifizierapparaten, Habil.-Schrift Karlsruhe 1930; 25 Jahre Apparatebau und Verfahrenstechnik an der TH Karlsruhe, in: Chemie-Ingenieur-Technik 1953, Heft 10, S. 547-552.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hans Rumpf: Kirschbaum, Emil, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 11, Berlin 1977, S. 672 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0135&amp;diff=588941</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0135</title>
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		<updated>2020-07-15T12:26:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Emil Kirschbaum */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Emil Kirschbaum}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0135_Kirschbaum_KIT-Archiv_28010_I_02544.jpg|200px|thumb|left|Emil Kirschbaum 1961, KIT-Archiv Karlsruhe 28010 I, 2544.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Emil Kirschbaum=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfahrenstechniker, Professor, * 25. Juli 1900 Grötzingen, † 12. August 1970 (Bad) Herrenalb/Lkr. Calw, ev., ∞ 1959 Gertrud Bubser.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Ingenieurs Emil Kirschbaum besuchte das Gymnasium in Konstanz und Wien, danach studierte er 1919-1923 Maschinenbauwesen in Wien und Braunschweig, wo er 1923 die Prüfung zum Diplomingenieur ablegte. Danach arbeitete Kirschbaum für die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) in Nürnberg und dann kurze Zeit bei der Friedrich Krupp AG im Gruson-Werk in Magdeburg, wo sein Vater Adolf Kirschbaum Direktor einer Ammoniaksodafabrik war. 1925 wurde er in Braunschweig promoviert. 1928 erhielt Kirschbaum an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0909&amp;quot;&amp;gt;Technischen Hochschule (TH) Karlsruhe&amp;lt;/lex&amp;gt; einen Lehrauftrag für Apparatebau und entwickelte einen Lehrplan für diesen Studiengang, der von Prof. &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0157&amp;quot;&amp;gt;Rudolf Plank&amp;lt;/lex&amp;gt; angeregt worden war. Als dessen Assistent am Institut für Kältetechnik habilitierte er sich 1930 und erhielt 1934 die Ernennung zum Professor für Apparatebau.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1941 wurde Kirschbaum Direktor des von ihm gegründeten Instituts für Apparatebau und Verfahrenstechnik. Er leitete das Institut über seine Emeritierung im März 1966 hinaus bis zum April 1967. Einen Ruf an die TH Danzig lehnte Kirschbaum 1935 ebenso ab wie das Angebot auf einen Lehrstuhl in Bangalore, Indien im Jahr 1948. Neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit, in der Kirschbaum sich besonders mit dem Wärme- und Stoffaustausch, dem Destillieren, Rektifizieren und Trocknen beschäftigte, hatte er 1951-1954 die Leitung der Abteilung für Maschinenbau inne, im Studienjahr 1953/54 war er Dekan der Fakultät für Maschinenbau. Kirschbaum gilt als maßgeblicher Begründer des Chemie-Ingenieur-Wesens und der thermischen Verfahrenstechnik als eigenständiges Lehr- und Forschungsgebiet, das er in erster Linie durch die zielgerichtete Teilung der Ausbildung in Grundstudium (Ingenieurwesen) und Hauptstudium (Chemie) erreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Verdienste erhielt Kirschbaum 1951 als erster Preisträger die goldene DECHEMA-Medaille sowie 1960 die Arnold-Eucken-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Verfahrenstechnik. Zudem wurde er 1960 Mitglied der New Yorker Akademie der Wissenschaften. Seit 1991 werden alle drei Jahre bedeutende Beiträge zur thermischen Verfahrenstechnik oder ihrer beispielhaften Anwendung in der industriellen Praxis mit der &lt;br /&gt;
Emil Kirschbaum-Medaille ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
KIT-Archiv 21011/209, 22008, 23014/6, 23014/16, 27044 Nachlass Emil Kirschbaum, 28002/228, 28003/32, 28102/3/6.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Zur Theorie der Achsenregler, Diss. Braunschweig 1925; Die Verstärkung durch teilweise Kondensation binärer Gemische und ihre Berücksichtigung bei der Berechnung von Rektifizierapparaten, Habil.-Schrift Karlsruhe 1930; 25 Jahre Apparatebau und Verfahrenstechnik an der TH Karlsruhe, in: Chemie-Ingenieur-Technik 1953, Heft 10, S. 547-552.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Hans Rumpf: Kirschbaum, Emil, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 11, Berlin 1977, S. 672 f.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0721&amp;diff=588566</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0721</title>
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		<updated>2020-06-24T10:37:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Julius Katz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:bio-0721.jpg|200px|thumb|left|Julius Katz, um 1900, Stadtarchiv Karlsruhe 7/Nl Herzog 140.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Julius Katz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Journalist, * 2. Juli 1856 Prag, † 7. Dezember 1912 Karlsruhe, jüd., ∞ 1889 Martha Isidora Culié (Kulisch), 2 Söhne (Rudolf Friedrich Wilhelm, Hanns Ludwig).&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Julius Katz sollte zunächst den Kaufmannsberuf erlernen, erhielt aber als 17-Jähriger die Möglichkeit, bei seinem Vater, der das Prager Handelsblatt herausgab, eine Ausbildung zum Journalisten zu absolvieren. Daneben besuchte er das Prager Konservatorium und erhielt Klavierunterricht bei Bedřich Smetana. Später komponierte er Musik für Klavier, Violine und Cello. Nach Abschluss seiner Ausbildung ging Katz nach München, wo er als Redakteur und Kritiker tätig war. In den 1880er-Jahren arbeitete Katz als politischer Redakteur beim Frankfurter Journal und als Privatsekretär des damaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Johannes Miquel. Es folgte eine Station als Redakteur des Mannheimer Journals bzw. des mit diesem 1887 zusammengeführten Mannheimer Generalanzeigers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wechselte Katz nach Karlsruhe, um Herausgeber der Badischen Correspondenz, dem offiziellen Organ der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0323&amp;quot;&amp;gt;Nationalliberalen Partei&amp;lt;/lex&amp;gt;, zu werden. 1895 wurde ihm dank seiner guten Kontakte zum Präsidenten des badischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1408&amp;quot;&amp;gt;Innenministeriums&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1529&amp;quot;&amp;gt;August Eisenlohr&amp;lt;/lex&amp;gt;, die Chefredaktion des Regierungsblatts &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1181&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Zeitung&amp;lt;/lex&amp;gt; übertragen, die er 1909 aus gesundheitlichen Gründen abgab. 1897 war Katz Mitbegründer und bis zu seinem Tod Leiter der Süddeutschen Reichskorrespondenz, die danach sein Sohn Rudolf bis 1927 weiterführte. Jahrelang amtierte Katz, der hohes Ansehen genoss, als Vorstand des Karlsruher &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0632&amp;quot;&amp;gt;Journalistenvereins&amp;lt;/lex&amp;gt;. Als Freund der Marine betätigte sich Katz zudem 1899 aktiv bei der Gründung des Deutschen Flottenvereins und als Mitglied in dessen badischem Landesausschuss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ausgebildeter Pianist beteiligte sich Katz aktiv am kulturellen Leben der Stadt. Er veranstaltete Konzerte mit von ihm komponierten Liedern und Quartetten. Mit den Akadamieprofessoren Hans Thoma und Wilhelm Trübner pflegte er freundschaftliche Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine journalistische Arbeit erhielt Katz 1907 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1607&amp;quot;&amp;gt;Orden vom Zähringer Löwen&amp;lt;/lex&amp;gt; 1. Klasse sowie den Orden vom Preußischen Kronenorden 3. Klasse.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert &#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;/Manfred Koch 2016/2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
StadtAK 7/Nl Katz 190.&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Die politische Lage in Baden. Ein Beitrag zur Beurteilung der badischen Parteiverhältnisse, Karlsruhe 1893; (als Hrsg.): Ansprachen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich von Baden anläßlich des 50 jährigen Regierungs-Jubiläums und Chronik der Jubiläums-Feier, Karlsruhe 1902; In memoriam – eine Sammlung von Kundgebungen anläßlich des Ablebens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Friedrich von Baden, Karlsruhe 1908.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Chronik der Landeshauptstadt Karlsruhe für das Jahr 1912, 28. Jg., Karlsruhe 1913, S. 206 f. (https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/chronik/HF_sections/content/ZZmmykJA7vn14U/10_Dq1_Karl_Chronik_1913.pdf); Hanns Ludwig Katz. Anlässlich der Ausstellung Hanns Ludwig Katz im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main und in der Kunsthalle Emden 1992, hrsg. vom Jüdischen Museum, unter Mitarbeit von Georg Heuberger, Helga Krohn, Karl-Ludwig Hofmann, Köln 1992.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0406&amp;diff=586552</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0406</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0406.jpg|200px|thumb|left|Blick auf das Gebäude der Museumsgesellschaft, um 1845, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 78/34d.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aufklärung und des aufkommenden Zeitungswesens entstanden in Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vermehrt Gesellschaftsvereine, in denen das Bildungsbürgertum der anspruchsvollen literarischen bzw. politischen Lektüre nachging und anschließend zwanglos Konversation über verschiedene Themen betrieb. In Karlsruhe gründete sich ein solcher Verein, Lesegesellschaft genannt (nicht zu verwechseln mit der 1816 gegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0402&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Lesegesellschaft&amp;lt;/lex&amp;gt;), am 3. Dezember 1784 als einer der ersten Karlsruher Gesellschaftsvereine überhaupt. Die Idee hierfür hatte der badische Hofrat Dominikus Ring, als er während einer Bildungsreise durch Deutschland und die Schweiz in mehreren größeren Städten Lesezirkel kennen und schätzen lernte. Nachdem Ring nach Karlsruhe zurückgekehrt war, entstand gemäß seinen Aufzeichnungen ein Konzept für eine solche Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Treffen der Lesegesellschaft fanden in der Gastwirtschaft Zum Goldenen Löwen des Wirts Jakob Nägele statt. Es wurden zwei Räume gemietet, von denen je einer als Lese- und Unterhaltungszimmer diente. Die Vereinssatzung sah vor, dass in der Regel nur Männer, die ein Studium absolviert hatten oder auf andere Weise zu Rang und Ansehen gekommen waren, Mitglied der Lesegesellschaft werden konnten. Somit hatten faktisch fast nur Angehörige des Adels, des Militärs, des höheren Beamtentums und des Bildungsbürgertums Zugang. Der Mitgliedsbeitrag, der in der Anfangszeit einen Gulden bei Aufnahme und 30 Kreuzer pro Monat betrug, trug zusätzlich zur Abgrenzung der Lesegesellschaft vom Stadtbürgertum bei. Bereits zwei Jahre nach Gründung zählte der Verein 106, 1791 schon 192 Mitglieder, darunter zwei Frauen. Die zahlreichen Neueintritte führten rasch zu Raumproblemen, sodass Nägele das Haus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3043&amp;quot;&amp;gt;Zirkel&amp;lt;/lex&amp;gt; zwischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0009&amp;quot;&amp;gt;Adler-&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1623&amp;quot;&amp;gt;Kreuzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte und dort auf zwei Stockwerken einen repräsentativen Treffpunkt mit Bibliothek, Lesezimmer und Gaststube für die Lesegesellschaft zur Verfügung stellen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der revolutionären Ereignisse in Frankreich kam es Ende der 1790er-Jahre zu einem Wandel im Selbstverständnis der Lesegesellschaft. Um den Verdacht auszuräumen, eine Stätte revolutionären Gedankenguts zu sein, verstand sie sich nun nicht mehr in erster Linie als Verein für den politisch-literarischen Austausch, sondern als Ort der schönen Künste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem neuen programmatischen Namen Museum bezog die Gesellschaft 1808 ein angemietetes Gebäude an der Nordostecke des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatzes&amp;lt;/lex&amp;gt;. Am 28. Januar 1813 folgte die Grundsteinlegung des von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0241&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Weinbrenner&amp;lt;/lex&amp;gt; geplanten eigenen Gesellschaftshauses in der Langen Straße (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Kaiserstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 90), das am 9. Dezember 1814 eingeweiht wurde. Das dreistöckige Gebäude umfasste einen Tanz- und Konzertsaal, Speise- und Buffeträume, ein Spielzimmer für Billard und Schach sowie sechs große Leseräume. Einige besonders Kunstinteressierte unter den mittlerweile 340 Mitgliedern gründeten 1818 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0820&amp;quot;&amp;gt;Badischen Kunstverein&amp;lt;/lex&amp;gt;, der bis 1823 seinen Sitz im Museumsgebäude hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten richtete die Museumsgesellschaft, die Mitte des 19. Jahrhunderts rund 700 Mitglieder zählte, regelmäßig Feste, Bälle und Konzerte aus. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehörten die Konzerte des Hoftheaterorchesters, das mehrere Beethoven-Sinfonien sowie die Erste Sinfonie von Johannes Brahms am 4. November 1876 uraufführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel Karlsruhes von der Hof- und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0090&amp;quot;&amp;gt;Beamtenstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; zum Industrie- und Handelszentrum in Verbindung mit einer sich ändernden Gesellschaftsstruktur führte um 1900 zu einem deutlichen Rückgang an Mitgliedern und Aktivitäten der Museumsgesellschaft. Verschärft wurde diese Entwicklung durch einen Großbrand, der das Museumsgebäude 1918 zerstörte. Im denkmalgeschützten Nachfolgebau von 1922 befindet sich heute unter anderem eine Filiale der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1224&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Bank&amp;lt;/lex&amp;gt;. Der Verein fand im Erdgeschoss des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; eine neue Unterkunft. Nachdem die Mitgliederzahlen in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; nach kurzer Erholung erneut gesunken waren und die Museumsgesellschaft für den Großteil der Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß erschien, wurde sie 1940 schließlich aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 69 Museum, 206/3216a-b, 447/1-2, 447/9; StadtAK 2/R 967, 8/StS 5/9 und 77.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Claudine Pachnicke: &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;, Lesegesellschaft und Museum, in: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons, hrsg. vom Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart 1987, Bd. 2, S. 1035-1040; Peter Pretsch: Karlsruher Vereine. Die Museumsgesellschaft, in: Manfred Koch/Leonhard Müller (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 1988-1993, Karlsruhe 1994, S. 186-190; Christina Wagner: Von der Stadtgründung zur großherzoglich badischen Haupt- und Residenzstadt 1715-1806, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe – Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 147-151; Susanne Asche: Residenzstadt – Bürgerstadt – Großstadt. Auf dem Weg von der Residenz zum Industrie- und Verwaltungszentrum 1806-1914, in: ebd., S. 218-221, 261.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<title>De:Lexikon:ins-0406</title>
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		<updated>2020-02-26T12:45:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0406.jpg|200px|thumb|left|Blick auf das Gebäude der Museumsgesellschaft, um 1845, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 78/34d.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aufklärung und des aufkommenden Zeitungswesens entstanden in Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vermehrt Gesellschaftsvereine, in denen das Bildungsbürgertum der anspruchsvollen literarischen bzw. politischen Lektüre nachging und anschließend zwanglos Konversation über verschiedene Themen betrieb. In Karlsruhe gründete sich ein solcher Verein, Lesegesellschaft genannt (nicht zu verwechseln mit der 1816 gegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0402&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Lesegesellschaft&amp;lt;/lex&amp;gt;), am 3. Dezember 1784 als einer der ersten Karlsruher Gesellschaftsvereine überhaupt. Die Idee hierfür hatte der badische Hofrat Dominikus Ring, als er während einer Bildungsreise durch Deutschland und die Schweiz in mehreren größeren Städten Lesezirkel kennen und schätzen lernte. Nachdem Ring nach Karlsruhe zurückgekehrt war, entstand gemäß seinen Aufzeichnungen ein Konzept für eine solche Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Treffen der Lesegesellschaft fanden in der Gastwirtschaft Zum Goldenen Löwen des Wirts Jakob Nägele statt. Es wurden zwei Räume gemietet, von denen je einer als Lese- und Unterhaltungszimmer diente. Die Vereinssatzung sah vor, dass in der Regel nur Männer, die ein Studium absolviert hatten oder auf andere Weise zu Rang und Ansehen gekommen waren, Mitglied der Lesegesellschaft werden konnten. Somit hatten faktisch fast nur Angehörige des Adels, des Militärs, des höheren Beamtentums und des Bildungsbürgertums Zugang. Der Mitgliedsbeitrag, der in der Anfangszeit einen Gulden bei Aufnahme und 30 Kreuzer pro Monat betrug, trug zusätzlich zur Abgrenzung der Lesegesellschaft vom Stadtbürgertum bei. Bereits zwei Jahre nach Gründung zählte der Verein 106, 1791 schon 192 Mitglieder, darunter zwei Frauen. Die zahlreichen Neueintritte führten rasch zu Raumproblemen, sodass Nägele das Haus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3043&amp;quot;&amp;gt;Zirkel&amp;lt;/lex&amp;gt; zwischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0009&amp;quot;&amp;gt;Adler-&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1623&amp;quot;&amp;gt;Kreuzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte und dort auf zwei Stockwerken einen repräsentativen Treffpunkt mit Bibliothek, Lesezimmer und Gaststube für die Lesegesellschaft zur Verfügung stellen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der revolutionären Ereignisse in Frankreich kam es Ende der 1790er-Jahre zu einem Wandel im Selbstverständnis der Lesegesellschaft. Um den Verdacht auszuräumen, eine Stätte revolutionären Gedankenguts zu sein, verstand sie sich nun nicht mehr in erster Linie als Verein für den politisch-literarischen Austausch, sondern als Ort der schönen Künste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem neuen programmatischen Namen Museum bezog die Gesellschaft 1808 ein angemietetes Gebäude an der Nordostecke des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatzes&amp;lt;/lex&amp;gt;. Am 28. Januar 1813 folgte die Grundsteinlegung des von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0241&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Weinbrenner&amp;lt;/lex&amp;gt; geplanten eigenen Gesellschaftshauses in der Langen Straße (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Kaiserstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 90), das am 9. Dezember 1814 eingeweiht wurde. Das dreistöckige Gebäude umfasste einen Tanz- und Konzertsaal, Speise- und Buffeträume, ein Spielzimmer für Billard und Schach sowie sechs große Leseräume. Einige besonders Kunstinteressierte unter den mittlerweile 340 Mitgliedern gründeten 1818 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0820&amp;quot;&amp;gt;Badischen Kunstverein&amp;lt;/lex&amp;gt;, der bis 1823 seinen Sitz im Museumsgebäude hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten richtete die Museumsgesellschaft, die Mitte des 19. Jahrhunderts rund 700 Mitglieder zählte, regelmäßig Feste, Bälle und Konzerte aus. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehörten die Konzerte des Hoftheaterorchesters, das mehrere Beethoven-Sinfonien sowie die Erste Sinfonie von Johannes Brahms am 4. November 1876 uraufführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel Karlsruhes von der Hof- und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0090&amp;quot;&amp;gt;Beamtenstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; zum Industrie- und Handelszentrum in Verbindung mit einer sich ändernden Gesellschaftsstruktur führte um 1900 zu einem deutlichen Rückgang an Mitgliedern und Aktivitäten der Museumsgesellschaft. Verschärft wurde diese Entwicklung durch einen Großbrand, der das Museumsgebäude 1918 zerstörte. Im Nachfolgebau befindet sich heute unter anderem eine Filiale der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1224&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Bank&amp;lt;/lex&amp;gt;. Der Verein fand im Erdgeschoss des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; eine neue Unterkunft. Nachdem die Mitgliederzahlen in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; nach kurzer Erholung erneut gesunken waren und die Museumsgesellschaft für den Großteil der Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß erschien, wurde sie 1940 schließlich aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 69 Museum, 206/3216a-b, 447/1-2, 447/9; StadtAK 2/R 967, 8/StS 5/9 und 77.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Claudine Pachnicke: &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;, Lesegesellschaft und Museum, in: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons, hrsg. vom Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart 1987, Bd. 2, S. 1035-1040; Peter Pretsch: Karlsruher Vereine. Die Museumsgesellschaft, in: Manfred Koch/Leonhard Müller (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 1988-1993, Karlsruhe 1994, S. 186-190; Christina Wagner: Von der Stadtgründung zur großherzoglich badischen Haupt- und Residenzstadt 1715-1806, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe – Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 147-151; Susanne Asche: Residenzstadt – Bürgerstadt – Großstadt. Auf dem Weg von der Residenz zum Industrie- und Verwaltungszentrum 1806-1914, in: ebd., S. 218-221, 261.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<updated>2020-02-26T12:27:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0406.jpg|200px|thumb|left|Blick auf das Gebäude der Museumsgesellschaft, um 1845, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 78/34d.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aufklärung und des aufkommenden Zeitungswesens entstanden in Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vermehrt Gesellschaftsvereine, in denen das Bildungsbürgertum der anspruchsvollen literarischen bzw. politischen Lektüre nachging und anschließend zwanglos Konversation über verschiedene Themen betrieb. In Karlsruhe gründete sich ein solcher Verein, Lesegesellschaft genannt (nicht zu verwechseln mit der 1816 gegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0402&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Lesegesellschaft&amp;lt;/lex&amp;gt;), am 3. Dezember 1784 als einer der ersten Karlsruher Gesellschaftsvereine überhaupt. Die Idee hierfür hatte der badische Hofrat Dominikus Ring, als er während einer Bildungsreise durch Deutschland und die Schweiz in mehreren größeren Städten Lesezirkel kennen und schätzen lernte. Nachdem Ring nach Karlsruhe zurückgekehrt war, entstand gemäß seinen Aufzeichnungen ein Konzept für eine solche Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Treffen der Lesegesellschaft fanden in der Gastwirtschaft Zum Goldenen Löwen des Wirts Jakob Nägele statt. Es wurden zwei Räume gemietet, von denen je einer als Lese- und Unterhaltungszimmer diente. Die Vereinssatzung sah vor, dass in der Regel nur Männer, die ein Studium absolviert hatten oder auf andere Weise zu Rang und Ansehen gekommen waren, Mitglied der Lesegesellschaft werden konnten. Somit hatten faktisch fast nur Angehörige des Adels, des Militärs, des höheren Beamtentums und des Bildungsbürgertums Zugang. Der Mitgliedsbeitrag, der in der Anfangszeit einen Gulden bei Aufnahme und 30 Kreuzer pro Monat betrug, trug zusätzlich zur Abgrenzung der Lesegesellschaft vom Stadtbürgertum bei. Bereits zwei Jahre nach Gründung zählte der Verein 106, 1791 schon 192 Mitglieder, darunter zwei Frauen. Die zahlreichen Neueintritte führten rasch zu Raumproblemen, sodass Nägele das Haus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3043&amp;quot;&amp;gt;Zirkel&amp;lt;/lex&amp;gt; zwischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0009&amp;quot;&amp;gt;Adler-&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1623&amp;quot;&amp;gt;Kreuzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte und dort auf zwei Stockwerken einen repräsentativen Treffpunkt mit Bibliothek, Lesezimmer und Gaststube für die Lesegesellschaft zur Verfügung stellen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der revolutionären Ereignisse in Frankreich kam es Ende der 1790er-Jahre zu einem Wandel im Selbstverständnis der Lesegesellschaft. Um den Verdacht auszuräumen, eine Stätte revolutionären Gedankenguts zu sein, verstand sie sich nun nicht mehr in erster Linie als Verein für den politisch-literarischen Austausch, sondern als Ort der schönen Künste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem neuen programmatischen Namen Museum bezog die Gesellschaft 1808 ein angemietetes Gebäude an der Nordostecke des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatzes&amp;lt;/lex&amp;gt;. Am 28. Januar 1813 folgte die Grundsteinlegung des von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0241&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Weinbrenner&amp;lt;/lex&amp;gt; geplanten eigenen Gesellschaftshauses in der Langen Straße (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Kaiserstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 90), das am 9. Dezember 1814 eingeweiht wurde. Das dreistöckige Gebäude (heute Filiale der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1224&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Bank&amp;lt;/lex&amp;gt;) umfasste einen Tanz- und Konzertsaal, Speise- und Buffeträume, ein Spielzimmer für Billard und Schach sowie sechs große Leseräume. Einige besonders Kunstinteressierte unter den mittlerweile 340 Mitgliedern gründeten 1818 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0820&amp;quot;&amp;gt;Badischen Kunstverein&amp;lt;/lex&amp;gt;, der bis 1823 seinen Sitz im Museumsgebäude hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten richtete die Museumsgesellschaft, die Mitte des 19. Jahrhunderts rund 700 Mitglieder zählte, regelmäßig Feste, Bälle und Konzerte aus. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehörten die Konzerte des Hoftheaterorchesters, das mehrere Beethoven-Sinfonien sowie die Erste Sinfonie von Johannes Brahms am 4. November 1876 uraufführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel Karlsruhes von der Hof- und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0090&amp;quot;&amp;gt;Beamtenstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; zum Industrie- und Handelszentrum in Verbindung mit einer sich ändernden Gesellschaftsstruktur führte um 1900 zu einem deutlichen Rückgang an Mitgliedern und Aktivitäten der Museumsgesellschaft. Verschärft wurde diese Entwicklung durch einen Großbrand, der das Museumsgebäude 1918 zerstörte. Der Verein fand im Erdgeschoss des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; eine neue Unterkunft. Nachdem die Mitgliederzahlen in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; nach kurzer Erholung erneut gesunken waren und die Museumsgesellschaft für den Großteil der Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß erschien, wurde sie 1940 schließlich aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 69 Museum, 206/3216a-b, 447/1-2, 447/9; StadtAK 2/R 967, 8/StS 5/9 und 77.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Claudine Pachnicke: &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;, Lesegesellschaft und Museum, in: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons, hrsg. vom Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart 1987, Bd. 2, S. 1035-1040; Peter Pretsch: Karlsruher Vereine. Die Museumsgesellschaft, in: Manfred Koch/Leonhard Müller (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 1988-1993, Karlsruhe 1994, S. 186-190; Christina Wagner: Von der Stadtgründung zur großherzoglich badischen Haupt- und Residenzstadt 1715-1806, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe – Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 147-151; Susanne Asche: Residenzstadt – Bürgerstadt – Großstadt. Auf dem Weg von der Residenz zum Industrie- und Verwaltungszentrum 1806-1914, in: ebd., S. 218-221, 261.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:ins-0406&amp;diff=586523</id>
		<title>De:Lexikon:ins-0406</title>
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		<updated>2020-02-26T11:21:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ins-0406.jpg|200px|thumb|left|Blick auf das Gebäude der Museumsgesellschaft, um 1845, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 78/34d.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Museumsgesellschaft (Lesegesellschaft)=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aufklärung und des aufkommenden Zeitungswesens entstanden in Deutschland in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vermehrt Gesellschaftsvereine, in denen das Bildungsbürgertum der anspruchsvollen literarischen bzw. politischen Lektüre nachging und anschließend zwanglos Konversation über verschiedene Themen betrieb. In Karlsruhe gründete sich ein solcher Verein, Lesegesellschaft genannt (nicht zu verwechseln mit der 1816 gegründeten &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0402&amp;quot;&amp;gt;Karlsruher Lesegesellschaft&amp;lt;/lex&amp;gt;), am 3. Dezember 1784 als einer der ersten Karlsruher Gesellschaftsvereine überhaupt. Die Idee hierfür hatte der badische Hofrat Dominikus Ring, als er während einer Bildungsreise durch Deutschland und die Schweiz in mehreren größeren Städten Lesezirkel kennen und schätzen lernte. Nachdem Ring nach Karlsruhe zurückgekehrt war, entstand gemäß seinen Aufzeichnungen ein Konzept für eine solche Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Treffen der Lesegesellschaft fanden in der Gastwirtschaft Zum Goldenen Löwen des Wirts Jakob Nägele statt. Es wurden zwei Räume gemietet, von denen je einer als Lese- und Unterhaltungszimmer diente. Die Vereinssatzung sah vor, dass in der Regel nur Männer, die ein Studium absolviert hatten oder auf andere Weise zu Rang und Ansehen gekommen waren, Mitglied der Lesegesellschaft werden konnten. Somit hatten faktisch fast nur Angehörige des Adels, des Militärs, des höheren Beamtentums und des Bildungsbürgertums Zugang. Der Mitgliedsbeitrag, der in der Anfangszeit einen Gulden bei Aufnahme und 30 Kreuzer pro Monat betrug, trug zusätzlich zur Abgrenzung der Lesegesellschaft vom Stadtbürgertum bei. Bereits zwei Jahre nach Gründung zählte der Verein 106, 1791 schon 192 Mitglieder, darunter zwei Frauen. Die zahlreichen Neueintritte führten rasch zu Raumproblemen, sodass Nägele das Haus am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3043&amp;quot;&amp;gt;Zirkel&amp;lt;/lex&amp;gt; zwischen &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0009&amp;quot;&amp;gt;Adler-&amp;lt;/lex&amp;gt; und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1623&amp;quot;&amp;gt;Kreuzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; kaufte und dort auf zwei Stockwerken einen repräsentativen Treffpunkt mit Bibliothek, Lesezimmer und Gaststube für die Lesegesellschaft zur Verfügung stellen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der revolutionären Ereignisse in Frankreich kam es Ende der 1790er-Jahre zu einem Wandel im Selbstverständnis der Lesegesellschaft. Um den Verdacht auszuräumen, eine Stätte revolutionären Gedankenguts zu sein, verstand sie sich nun nicht mehr in erster Linie als Verein für den politisch-literarischen Austausch, sondern als Ort der schönen Künste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem neuen programmatischen Namen Museum bezog die Gesellschaft 1808 ein angemietetes Gebäude an der Nordostecke des &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3108&amp;quot;&amp;gt;Marktplatzes&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1814 folgte die Fertigstellung des von &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-0241&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Weinbrenner&amp;lt;/lex&amp;gt; erbauten eigenen Gesellschaftshauses in der Langen Straße (heute &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Kaiserstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; 90). Das dreistöckige Gebäude (heute Filiale der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1224&amp;quot;&amp;gt;Deutschen Bank&amp;lt;/lex&amp;gt;) umfasste einen Tanz- und Konzertsaal, Speise- und Buffeträume, ein Spielzimmer für Billard und Schach sowie sechs große Leseräume. Einige besonders Kunstinteressierte unter den mittlerweile 340 Mitgliedern gründeten 1818 den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0820&amp;quot;&amp;gt;Badischen Kunstverein&amp;lt;/lex&amp;gt;, der bis 1823 seinen Sitz im Museumsgebäude hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrzehnten richtete die Museumsgesellschaft, die Mitte des 19. Jahrhunderts rund 700 Mitglieder zählte, regelmäßig Feste, Bälle und Konzerte aus. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehörten die Konzerte des Hoftheaterorchesters, das mehrere Beethoven-Sinfonien sowie die Erste Sinfonie von Johannes Brahms am 4. November 1876 uraufführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel Karlsruhes von der Hof- und &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0090&amp;quot;&amp;gt;Beamtenstadt&amp;lt;/lex&amp;gt; zum Industrie- und Handelszentrum in Verbindung mit einer sich ändernden Gesellschaftsstruktur führte um 1900 zu einem deutlichen Rückgang an Mitgliedern und Aktivitäten der Museumsgesellschaft. Verschärft wurde diese Entwicklung durch einen Großbrand, der das Museumsgebäude 1918 zerstörte. Der Verein fand im Erdgeschoss des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1241&amp;quot;&amp;gt;Prinz-Max-Palais&amp;lt;/lex&amp;gt; eine neue Unterkunft. Nachdem die Mitgliederzahlen in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0212&amp;quot;&amp;gt;Weimarer Republik&amp;lt;/lex&amp;gt; nach kurzer Erholung erneut gesunken waren und die Museumsgesellschaft für den Großteil der Bevölkerung nicht mehr zeitgemäß erschien, wurde sie 1940 schließlich aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2015&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 69 Museum, 206/3216a-b, 447/1-2, 447/9; StadtAK 2/R 967, 8/StS 5/9 und 77.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Claudine Pachnicke: &amp;quot;Geschlossene Gesellschaft&amp;quot;, Lesegesellschaft und Museum, in: Baden und Württemberg im Zeitalter Napoleons, hrsg. vom Württembergischen Landesmuseum, Stuttgart 1987, Bd. 2, S. 1035-1040; Peter Pretsch: Karlsruher Vereine. Die Museumsgesellschaft, in: Manfred Koch/Leonhard Müller (Hrsg.): Blick in die Geschichte. Karlsruher stadthistorische Beiträge 1988-1993, Karlsruhe 1994, S. 186-190; Christina Wagner: Von der Stadtgründung zur großherzoglich badischen Haupt- und Residenzstadt 1715-1806, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe – Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 147-151; Susanne Asche: Residenzstadt – Bürgerstadt – Großstadt. Auf dem Weg von der Residenz zum Industrie- und Verwaltungszentrum 1806-1914, in: ebd., S. 218-221, 261.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0344&amp;diff=586289</id>
		<title>De:Lexikon:top-0344</title>
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		<updated>2020-02-10T14:01:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Bienleinstorstraße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Bienleinstorstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0344_1.jpg|200px|thumb|left|Ansicht der Häuser Nr. 45 und 47 in der Lammstraße (heute Bienleinstorstraße) von Karl Kammerer, Küblermeister bzw. Leonhard Rückert, Blechner und Installateur (1588 gebaut), Pfinzgaumuseum Durlach U I 21.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0344_2.jpg|200px|thumb|left|Blick entlang der Bienleinstorstraße, Pfinzgaumuseum Durlach U I 247.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Bienleinstorstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bienleinstorstraße bildet zusammen mit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0171&amp;quot;&amp;gt;Amthaus-&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1517&amp;quot;&amp;gt;Kelter-&amp;lt;/lex&amp;gt; und der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3055&amp;quot;&amp;gt;Zunftstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; den Innenstadtring des Karlsruher Stadtteils &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt;. Sie beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2176&amp;quot;&amp;gt;Pfinztalstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, verläuft zuerst nördlich vorbei an der Spitalstraße und bildet dann einen Bogen nach Osten vorbei an der Lederstraße, bis sie bei der Straße &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0188&amp;quot;&amp;gt;An der Stadtmauer&amp;lt;/lex&amp;gt; in die Zunftstraße übergeht. An der Ecke Bienleinstor-/Lederstraße steht ein 1876 gepflanzter großer Kastanienbaum. Die Straße wurde 1938 nach dem westlichen Stadttor Durlachs benannt. Zuvor hieß sie ab 1532 Speichergasse und ab 1905 Lammstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benannt ist sie nach dem Bienleinstor, das bis 1845 das westliche Stadttor Durlachs war. 1335 befand sich an dieser Stelle ein &amp;quot;Binlins Hus&amp;quot;, woher das Tor seinen Namen erhielt. 1563 wurde es auch Bücherlingsthor genannt. Es diente als Gefängnis und als Wachhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser Nummer 2, 4, 6, 7, 9, 13, 14, 32, 34, 35, 36, 38 und 43 sind zweigeschossige &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1936&amp;quot;&amp;gt;Modellhäuser&amp;lt;/lex&amp;gt; mit Torfahrt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der dreigeschossige Massivbau Nummer 23 ist ein Wohn- und Geschäftshaus von 1896, das von dem Architekten Otto Hofmann für Karl Leussler erbaut wurde. Das Haus Nummer 24 wurde vor 1716 errichtet. Bauherr war Pfarrer Jacob Friedrich Zandt. Teile der Stadtmauer befinden sich im rückwärtigen Teil des Grundstücks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Scheitel des Torbogens des Modellhauses Nummer 39 steht &amp;quot;PS AM 23 / 17 DER HERR IST MEIN HIRT 22 / MIR WIRD NICHTS MANGELN / IMS&amp;quot;. Am Sturz der rechts benachbarten Fenster steht die Jahreszahl 1718. Man sieht zwei geflügelte Engelsköpfe, eine Kartusche mit Spitzhammer, zwei gekreuzte Scharriereisen (Steinmetzembleme) und IMS (= Johann Michel Scheerle). Am Kellersockel findet sich eine verwitterte Inschrift &amp;quot;WIR BAVEN ALLE [...]&amp;quot;. Die Engelsköpfe sind wohl ein Hinweis auf einen frühen katholischen Betraum. Unter der rechten Haushälfte ist der Rest eines gewölbten Kellers zu erkennen, es standen wohl ursprünglich zwei Häuser auf der Parzelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haus Nummer 45, ein Fachwerkhaus mit seltenem Sichtfachwerk im Obergeschoss, ist wohl im unteren Teil vom &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0294&amp;quot;&amp;gt;Brand&amp;lt;/lex&amp;gt; 1689 verschont geblieben. Am Sturz steht 1697, erbaut von Rentkammerrat Engelhard Sonntag; um 1760 befand es sich im Besitz des herrschaftlichen Fruchtmessers Leonhard Zittel. Das Wohnhaus Hausnummer 47 ist 1706 als &amp;quot;neuerbautes Haus&amp;quot; des Rentkammerrats Jakob Christoph Zandt erwähnt. Am Sturz der Einfahrt, ein Portal mit durchschneidendem Stabwerk, steht 1588. Die Türen im Inneren sind alle niedrig, der seitliche Hauseingang zeichnet sich durch sein gekehltes Gewände aus. Die Hauszeichen im Türsturz wurden wohl bei der Renovierung verändert. Das Gebäude wurde nach dem Brand vermutlich ab dem Obergeschoss neu errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 58 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Bienleinstorstra%C3%9Fe&amp;amp;Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 7. Februar 2018).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Martin Bachmann: Der barocke Wiederaufbau, Bauhistorische Untersuchungen in der Durlacher Altstadt, hrsg. von Wulf Schirmer, Institut für Baugeschichte an der Universität Karlsruhe, Karlsruhe 2002 (= Materialien zu Baugeschichte und Bauforschung, Band 12); Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 121 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0605&amp;diff=586288</id>
		<title>De:Lexikon:top-0605</title>
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		<updated>2020-02-10T13:50:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Eichelgasse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Eichelgasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0605_1.jpg|200px|thumb|left|Ofen- und Herdgeschäft von August Bull in der Mühlstraße (heute Eichelgasse) 14, 1912, Pfinzgaumuseum Durlach U I 364.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0605_2.jpg|200px|thumb|left|Fassadenansicht des Hauses Eichelgasse 1, 1974, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A27/81/1/30.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Eichelgasse=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eichelgasse in der Altstadt im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt zwischen der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2176&amp;quot;&amp;gt;Pfinztalstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; Nummer 8 und Nummer 10 und führt zunächst nach Norden und dann nach Westen zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1388&amp;quot;&amp;gt;Jägerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Früher hieß sie Mühlgasse, seit 1930 Mühlstraße und dann ab der Eingemeindung 1938 Eichelgasse. Benannt wurde sie nach der Gaststätte Zur Eichel, die im 18. Jahrhundert belegt ist und der Straße den Namen &amp;quot;Eichelgäßle - Müllers- oder Eichelgässle&amp;quot; gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eichelgasse 1 steht ein fünfachsiges &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1936&amp;quot;&amp;gt;Modellhaus&amp;lt;/lex&amp;gt; mit Stockwerkgesims und Dachgauben. Es wurde 1706 erstmals als Besitz des Kannengießers Daniel Heidenreich geführt. Hausnummer 2 ist ein dreigeschossiges und traufständiges Modellhaus mit Fachwerk und spätbarocken Fenstern. 1706 als &amp;quot;neuerbaute Behausung&amp;quot; des ehemaligen fürstlichen Mundkochs Joachim Schuhmann, später des Kriegscommissarius Brendel, aufgeführt. Teile der Stadtmauer sind im rückwärtigen Teil enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eichelgasse 4 steht ein dreigeschossiges Hofbeamtenhaus mit Stockwerkgesimsen, einer Fassade aus verputztem Fachwerk und einer Tür mit Oberlicht und Rundbogentor. Es wurde 1706 als &amp;quot;neu erbautes Haus&amp;quot; von Geheimrat (1716 auch Obervogt) Daniel Dietrich Scheidt genannt. Später ist das Haus im Besitz hoher Hofbeamter. Die Inschriften &amp;quot;1796&amp;quot; und &amp;quot;WSR 1797&amp;quot; sind Hochwassermarken. Zu dem Bau gehören Teile der Stadtmauer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 73 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?stadtteil=Durlach&amp;amp;vid=190 (Zugriff am 19. Februar 2018).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 154 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0605&amp;diff=586287</id>
		<title>De:Lexikon:top-0605</title>
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		<updated>2020-02-10T13:42:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Eichelgasse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Eichelgasse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0605_1.jpg|200px|thumb|left|Ofen- und Herdgeschäft von August Bull in der Mühlstraße (heute Eichelgasse) 14, 1912, Pfinzgaumuseum Durlach U I 364.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0605_2.jpg|200px|thumb|left|Fassadenansicht des Hauses Eichelgasse 1, 1974, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A27/81/1/30.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Eichelgasse=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eichelgasse in der Altstadt im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt zwischen der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2176&amp;quot;&amp;gt;Pfinztalstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; Nummer 8 und Nummer 10 und führt zunächst nach Norden und dann nach Westen über die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1388&amp;quot;&amp;gt;Jägerstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; zur Ochsentorstraße. Früher hieß sie Mühlgasse, seit 1930 Mühlstraße und dann ab der Eingemeindung 1938 Eichelgasse. Benannt wurde sie nach der Gaststätte Zur Eichel, die im 18. Jahrhundert belegt ist und der Straße den Namen &amp;quot;Eichelgäßle - Müllers- oder Eichelgässle&amp;quot; gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eichelgasse 1 steht ein fünfachsiges &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1936&amp;quot;&amp;gt;Modellhaus&amp;lt;/lex&amp;gt; mit Stockwerkgesims und Dachgauben. Es wurde 1706 erstmals als Besitz des Kannengießers Daniel Heidenreich geführt. Hausnummer 2 ist ein dreigeschossiges und traufständiges Modellhaus mit Fachwerk und spätbarocken Fenstern. 1706 als &amp;quot;neuerbaute Behausung&amp;quot; des ehemaligen fürstlichen Mundkochs Joachim Schuhmann, später des Kriegscommissarius Brendel, aufgeführt. Teile der Stadtmauer sind im rückwärtigen Teil enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Eichelgasse 4 steht ein dreigeschossiges Hofbeamtenhaus mit Stockwerkgesimsen, einer Fassade aus verputztem Fachwerk und einer Tür mit Oberlicht und Rundbogentor. Es wurde 1706 als &amp;quot;neu erbautes Haus&amp;quot; von Geheimrat (1716 auch Obervogt) Daniel Dietrich Scheidt genannt. Später ist das Haus im Besitz hoher Hofbeamter. Die Inschriften &amp;quot;1796&amp;quot; und &amp;quot;WSR 1797&amp;quot; sind Hochwassermarken. Zu dem Bau gehören Teile der Stadtmauer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 73 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?stadtteil=Durlach&amp;amp;vid=190 (Zugriff am 19. Februar 2018).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 154 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2444&amp;diff=586286</id>
		<title>De:Lexikon:top-2444</title>
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		<updated>2020-02-10T10:36:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Schlaucherplatz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Schlaucherplatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Schlaucherplatz=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dreieckige Schlaucherplatz ist ein Veranstaltungsplatz im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0506&amp;quot;&amp;gt;Daxlanden&amp;lt;/lex&amp;gt;. Sein Name leitet sich von dem Wort Schlaucher, der Eigenbezeichnung der Daxlander, ab. Der Begriff Schlaucher geht wiederum auf den Ausdruck Schlauch zurück, der im örtlichen Sprachgebrauch einen versumpften Abzugsgraben bezeichnet, in welchem die Bewohner früher Fischfang betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Namen erhielt der Schlaucherplatz 1988. Zuvor befand sich auf ihm das von 1824-1826 errichtete und damals zwischen den Wirtshäusern Adler und Hirsch gelegene neue Daxlander Schulhaus, das nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; als Unterkunft für aus Elsass-Lothringen kommende Deutsche genutzt und 1974 abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Schlaucherplatz finden seit 1996 jährlich das Narrenbaumstellen und Narrenbaumfällen sowie die Hexenbesenverbrennung der Freien Narrenzunft Daxlanden statt. Außerdem richtet die Daxlander Kohlebucklerschaft an den Adventssamstagen den örtlichen Christkindlmarkt auf ihm aus und alle zwei Jahre ist er Teil des Daxlander Straßenfests.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;René Gilbert 2016&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Werner Burkart/Gottfried Ganz/Manfred Fellhauer/Manfred Koch/Edgar Morrison-Cleator (Hrsg.): Daxlanden – Die Ortsgeschichte, Karlsruhe 2007, passim.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0279&amp;diff=586285</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0279</title>
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		<updated>2020-02-07T09:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Gustav Landauer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Gustav Landauer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bio-0279.jpg|200px|thumb|left|Gustav Landauer, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1732.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Gustav Landauer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriftsteller, Übersetzer, Politiker, * 7. April 1870 Karlsruhe, † 2. Mai 1919 München, jüd., ∞ 1. 1894 Marga Leuschner (o|o 1903), 2 Töchter, 2. 1903 Hedwig Lachmann (29. August 1865 - 21. Februar 1918), 2 Töchter.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Landauers Eltern Hermann und Rosa kamen 1863 oder 1864 nach Karlsruhe, wo sie zuerst in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Langen Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; 104 wohnten und von 1866-1870 drei Söhne bekamen. Der Vater betrieb zunächst eine Tuchwarenhandlung, 1870-1872 zusammen mit seinem Bruder Louis. 1872 eröffnete er ein Schuhgeschäft, das sich 1874 im eigenen Haus in der Langen Straße 183 etablierte, wo die bürgerliche und assimilierte &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdische&amp;lt;/lex&amp;gt; Familie mit den Kindern auch wohnte. Hier verlebte der drittgeborene Gustav seine Jugend und Schulzeit. Nach der Volksschule besuchte er ab 1879 das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1525&amp;quot;&amp;gt;Realgymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt; und wechselte 1886 in das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Großherzogliche Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;. Dort bestand er, der ein ausgeprägtes Interesse an Literatur und Theater pflegte, 1888 das Abitur gemeinsam unter anderen mit dem späteren Aufsichtsratsvorsitzenden der Friedrich Krupp AG, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1016&amp;quot;&amp;gt;Gustav von Bohlen und Halbach&amp;lt;/lex&amp;gt;. Anschließend begann er gegen den Willen des Vaters das Studium der Germanistik und Philosophie in Heidelberg (1888/89), Straßburg (1890/91) sowie Berlin (1889/90 und 1891/92). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin gehörte Landauer einem Literatenkreis an, veröffentlichte einen Roman und Novellen, schrieb Rezensionen und Kritiken in einer Zeitschrift des befreundeten Sprachphilosophen Fritz Mauthner. Aktiv arbeitete er bei der Volksbühne Berlin und wirkte später an der Realisierung des 1914 eröffneten eigenen Theaterbaus mit. Seit 1892 engagierte er sich im Verein Unabhängiger Sozialisten (VUS), betreute 1893 bis zur Einstellung 1899 dessen Zeitschrift „Der Sozialist“ zeitweise als Herausgeber/Redakteur und veröffentlichte darin zahlreiche Beiträge. Nach der Spaltung des VUS avancierte Landauer mit zahlreichen Vorträgen vor bis zu 1.500 Zuhörern auch bei Vortragsreisen zum Wortführer der anarchistischen Bewegung, die er auf internationalen Kongressen in Zürich 1893 und London 1896 vertrat. Vorträge hielt er auch zu Themen der Literaturgeschichte. 1895 wurde er mit einer programmatischen Schrift Mitbegründer einer Arbeiterkonsumgenossenschaft. Argwöhnisch von der Polizei überwacht erhielt er 1893/94 und 1899/1900 mehrmonatige Haftstrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung versuchte Landauer mit seiner neuen Lebensgefährtin, der Lyrikerin und Übersetzerin Hedwig Lachmann, 1901/02 vergeblich in England Fuß zu fassen. In England lernte er Peter Kropotkin, den Wortführer des Anarchismus kennen, dessen anarchistische Vorstellungen Einfluss auf sein eigenes Denken hatten.  Zurück in Berlin verdiente er den Lebensunterhalt bis in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; als Übersetzer (Meister Eckhart, Wilde, Shaw, Kropotkin, Proudhon, Tagore, Shakespeare), Rezensent und Theaterkritiker, als Autor eigener literarischer und philosophischer Texte, deren Inhalte er auch in Vorträgen vermittelte. Von der Tagespolitik hielt er sich zunächst fern und widmete sich stattdessen der theoretischen und philosophischen Ausarbeitung und Fundierung seines „sozialen Anarchismus“, eines Anarchismus ohne Terror und Gewalt, der den Einzelnen frei von jeglichen staatlichen, kirchlichen, gesellschaftlichen oder ideologischen Zwängen den Zusammenschluss zu solidarischen Gemeinschaften ermöglichen sollte. Ab 1908 propagierte Landauer in Vorträgen seine Ideen vom praktischen Beginn des Sozialismus in kleinen Siedlungsgemeinschaften und Genossenschaften. Dazu gründete er den Sozialistischen Bund, in dem sich diese zusammenschließen sollten, und gab 1909-1915 dessen Zeitschrift „Sozialist“ heraus. Darin publizierte er zahlreiche politische Analysen, philosophische Überlegungen sowie von ihm übersetzte Texte von anarchistischen Autoren. Der Bund blieb mit nur 800 Mitgliedern unbedeutend. Seit der Marokkokrise von 1911 warnte er nachdrücklich vor den Gefahren eines Europa drohenden Krieges. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der jüdischen Kultusgemeinschaft war Landauer 1892 ausgetreten. Nach der Beschäftigung mit der Mystik Meister Eckharts und auf Drängen seines Freundes Martin Buber, der sein Nachlassverwalter wurde, näherte er sich den jüdischen Traditionen wieder an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der kriegsbedingten materiellen Not übersiedelte die Familie Landauer 1917 nach Krumbach bei Ulm. Von dort folgte Landauer im November 1918 dem Ruf des Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Kurt Eisner, an der Errichtung einer neuen Gesellschaft mitzuwirken. In der ersten am 7. April 1919 ausgerufenen Münchener Räterepublik übernahm Landauer die Aufgabe eines Volksbeauftragten für Volksaufklärung, gab dieses Amt aber, kurz nachdem die Räteregierung von der Kommunistischen Partei beherrscht wurde, am 16. April wieder auf. Nach der gewaltsamen Beendigung der Räterepublik durch rechte Freikorps und Reichswehrverbände wurde Landauer am 1. Mai verhaftet und am 2. Mai im Gefängnis Stadelheim nach grausamen Misshandlungen ermordet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den 1925 auf Landauers Urnengrab im Münchner Waldfriedhof errichteten fünf Meter hohen Obelisken zerstörten die Nazis 1933. 1946 erhielt Landauer auf dem Neuen Israelitischen Friedhof eine neue Grabstätte mit Fragmenten des Obelisken von 1925, 2017 ließ die Stadtverwaltung München auf dem Waldfriedhof eine Stele zur Erinnerung an Landauer aufstellen. In Berlin und München gibt es Erinnerungstafeln für Landauer und bundesweit einige wenige Straßenbenennungen nach ihm. Das Interesse an Landauers umfangreichem Werk war in der Bundesrepublik aufgrund seiner anarchistischen und sozialistischen Grundeinstellung eher gering und in der DDR stand sein liberaler Sozialismus im Gegensatz zur kommunistischen Staatsdoktrin. Im Vorfeld seines 150. Geburtstags verweisen eine 14-bändige Ausgabe ausgewählter Werke mit einer umfangreichen Biografie, die zweibändige Edition der Briefe und Tagebücher seiner Jugendzeit in Karlsruhe sowie einige neuere Ausstellungen auf verstärktes Interesse am vielschichtigen Leben und Denken dieses Mannes, der auch nach eigener Einschätzung „etwas unüblich“ war und „in kein Schubfach“ passte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2019&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Adressbücher der Stadt Karlsruhe 1862-1876, https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648 (Zugriff am 13. Dezember 2019); StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten (Landauer); Teilnachlässe: Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenes, Amsterdam, Jewish National &amp;amp; University Library, Jerusalem; GLA 456 F 10, Nr. 2581, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=13886&amp;amp;sprungId=10362459&amp;amp;syssuche=gustav+landauer&amp;amp;logik=or&amp;amp;letztesLimit=suchen (Zugriff am 13. Dezember 2019); GLA 456 F 10, Nr. 2520, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=13886&amp;amp;sprungId=10362402&amp;amp;syssuche=gustav+landauer&amp;amp;logik=or&amp;amp;letztesLimit=suchen (Zugriff am 13. Dezember 2019). &lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Gustav Landauer. Sein Lebensgang in Briefen, hrsg. von Martin Buber unter Mitwirkung von Ina Britschgi-Schimmer, Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt 1929; Siegbert Wolf (Hrsg.): Ausgewählte Schriften, Bde. 1-14, Lich 2008-2018; Gustav Landauer. Briefe und Tagebücher 1884–1900. 2 Bde. (Bd. 1: Briefe und Tagebücher. Bd. 2: Kommentar), hrsg. und kommentiert von Christoph Knüppel, Göttingen 2017.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Norbert Altenhofer: Landauer, Gustav, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 13, Berlin 1982, S. 491-493, https://www.deutsche-biographie.de/sfz47689.html#ndbcontent (Zugriff am 13. Dezember 2019); Tilman Leder: Die Politik eines „Antipolitikers“. Eine politische Biographie Gustav Landauers, Lich 2014; Gustav Landauer. Von der Kaiserstraße nach Stadelheim (1870-1919), Begleitbuch zur Ausstellung im Oberrheinischen Dichtermuseum Karlsruhe vom 10. Juni – 9. Juli 1994; Michael Matzigkeit (Hrsg.): „… die beste Sensation ist das Ewige…“ Gustav Landauer – Leben, Werk und Wirkung. Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, 2. Aufl. 1997; Hans-Georg Schmidt-Bergmann (Hrsg.): Liebe &amp;amp; Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Zwischen Kunst und Politik (Begleitende Publikation zur Ausstellung im Museum für Literatur im Prinz-Max-Palais Karlsruhe vom 28. April – 2. September 2018, Karlsruhe 2018 (= Schriften des Museums für Literatur am Oberrhein Bd. 11).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:bio-0279&amp;diff=586273</id>
		<title>De:Lexikon:bio-0279</title>
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		<updated>2019-12-29T08:50:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Gustav Landauer */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Gustav Landauer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bio-0279.jpg|200px|thumb|left|Gustav Landauer, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 1732.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Gustav Landauer=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schriftsteller, Übersetzer, Politiker, * 7. April 1870 Karlsruhe, † 2. Mai 1919 München, jüd., ∞ 1. 1894 Marga Leuschner (o|o 1903), 2 Töchter, 2. 1903 Hedwig Lachmann (29. August 1865 - 21. Februar 1918), 2 Töchter.&amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Landauers Eltern Hermann und Rosa kamen 1863 oder 1864 nach Karlsruhe, wo sie zuerst in der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1431&amp;quot;&amp;gt;Langen Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; 104 wohnten und von 1866-1870 drei Söhne bekamen. Der Vater betrieb zunächst eine Tuchwarenhandlung, 1870-1872 zusammen mit seinem Bruder Siegfried. 1872 eröffnete er ein Schuhgeschäft, das sich 1874 im eigenen Haus in der Langen Straße 183 etablierte, wo die bürgerliche und assimilierte &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0048&amp;quot;&amp;gt;jüdische&amp;lt;/lex&amp;gt; Familie mit den Kindern auch wohnte. Hier verlebte der drittgeborene Gustav seine Jugend und Schulzeit. Nach der Volksschule besuchte er ab 1879 das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1525&amp;quot;&amp;gt;Realgymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt; und wechselte 1886 in das &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1219&amp;quot;&amp;gt;Großherzogliche Gymnasium&amp;lt;/lex&amp;gt;. Dort bestand er, der ein ausgeprägtes Interesse an Literatur und Theater pflegte, 1888 das Abitur gemeinsam unter anderen mit dem späteren Aufsichtsratsvorsitzenden der Friedrich Krupp AG, &amp;lt;lex id=&amp;quot;bio-1016&amp;quot;&amp;gt;Gustav von Bohlen und Halbach&amp;lt;/lex&amp;gt;. Anschließend begann er gegen den Willen des Vaters das Studium der Germanistik und Philosophie in Heidelberg (1888/89), Straßburg (1890/91) sowie Berlin (1889/90 und 1891/92). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin gehörte Landauer einem Literatenkreis an, veröffentlichte einen Roman und Novellen, schrieb Rezensionen und Kritiken in einer Zeitschrift des befreundeten Sprachphilosophen Fritz Mauthner. Aktiv arbeitete er bei der Volksbühne Berlin und wirkte später an der Realisierung des 1914 eröffneten eigenen Theaterbaus mit. Seit 1892 engagierte er sich im Verein Unabhängiger Sozialisten (VUS), betreute 1893 bis zur Einstellung 1899 dessen Zeitschrift „Der Sozialist“ zeitweise als Herausgeber/Redakteur und veröffentlichte darin zahlreiche Beiträge. Nach der Spaltung des VUS avancierte Landauer mit zahlreichen Vorträgen vor bis zu 1.500 Zuhörern auch bei Vortragsreisen zum Wortführer der anarchistischen Bewegung, die er auf internationalen Kongressen in Zürich 1893 und London 1896 vertrat. Vorträge hielt er auch zu Themen der Literaturgeschichte. 1895 wurde er mit einer programmatischen Schrift Mitbegründer einer Arbeiterkonsumgenossenschaft. Argwöhnisch von der Polizei überwacht erhielt er 1893/94 und 1899/1900 mehrmonatige Haftstrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Haftentlassung versuchte Landauer mit seiner neuen Lebensgefährtin, der Lyrikerin und Übersetzerin Hedwig Lachmann, 1901/02 vergeblich in England Fuß zu fassen. In England lernte er Peter Kropotkin, den Wortführer des Anarchismus kennen, dessen anarchistische Vorstellungen Einfluss auf sein eigenes Denken hatten.  Zurück in Berlin verdiente er den Lebensunterhalt bis in den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt; als Übersetzer (Meister Eckhart, Wilde, Shaw, Kropotkin, Proudhon, Tagore, Shakespeare), Rezensent und Theaterkritiker, als Autor eigener literarischer und philosophischer Texte, deren Inhalte er auch in Vorträgen vermittelte. Von der Tagespolitik hielt er sich zunächst fern und widmete sich stattdessen der theoretischen und philosophischen Ausarbeitung und Fundierung seines „sozialen Anarchismus“, eines Anarchismus ohne Terror und Gewalt, der den Einzelnen frei von jeglichen staatlichen, kirchlichen, gesellschaftlichen oder ideologischen Zwängen den Zusammenschluss zu solidarischen Gemeinschaften ermöglichen sollte. Ab 1908 propagierte Landauer in Vorträgen seine Ideen vom praktischen Beginn des Sozialismus in kleinen Siedlungsgemeinschaften und Genossenschaften. Dazu gründete er den Sozialistischen Bund, in dem sich diese zusammenschließen sollten, und gab 1909-1915 dessen Zeitschrift „Sozialist“ heraus. Darin publizierte er zahlreiche politische Analysen, philosophische Überlegungen sowie von ihm übersetzte Texte von anarchistischen Autoren. Der Bund blieb mit nur 800 Mitgliedern unbedeutend. Seit der Marokkokrise von 1911 warnte er nachdrücklich vor den Gefahren eines Europa drohenden Krieges. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der jüdischen Kultusgemeinschaft war Landauer 1892 ausgetreten. Nach der Beschäftigung mit der Mystik Meister Eckharts und auf Drängen seines Freundes Martin Buber, der sein Nachlassverwalter wurde, näherte er sich den jüdischen Traditionen wieder an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der kriegsbedingten materiellen Not übersiedelte die Familie Landauer 1917 nach Krumbach bei Ulm. Von dort folgte Landauer im November 1918 dem Ruf des Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern Kurt Eisner, an der Errichtung einer neuen Gesellschaft mitzuwirken. In der ersten am 7. April 1919 ausgerufenen Münchener Räterepublik übernahm Landauer die Aufgabe eines Volksbeauftragten für Volksaufklärung, gab dieses Amt aber, kurz nachdem die Räteregierung von der Kommunistischen Partei beherrscht wurde, am 16. April wieder auf. Nach der gewaltsamen Beendigung der Räterepublik durch rechte Freikorps und Reichswehrverbände wurde Landauer am 1. Mai verhaftet und am 2. Mai im Gefängnis Stadelheim nach grausamen Misshandlungen ermordet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den 1925 auf Landauers Urnengrab im Münchner Waldfriedhof errichteten fünf Meter hohen Obelisken zerstörten die Nazis 1933. 1946 erhielt Landauer auf dem Neuen Israelitischen Friedhof eine neue Grabstätte mit Fragmenten des Obelisken von 1925, 2017 ließ die Stadtverwaltung München auf dem Waldfriedhof eine Stele zur Erinnerung an Landauer aufstellen. In Berlin und München gibt es Erinnerungstafeln für Landauer und bundesweit einige wenige Straßenbenennungen nach ihm. Das Interesse an Landauers umfangreichem Werk war in der Bundesrepublik aufgrund seiner anarchistischen und sozialistischen Grundeinstellung eher gering und in der DDR stand sein liberaler Sozialismus im Gegensatz zur kommunistischen Staatsdoktrin. Im Vorfeld seines 150. Geburtstags verweisen eine 14-bändige Ausgabe ausgewählter Werke mit einer umfangreichen Biografie, die zweibändige Edition der Briefe und Tagebücher seiner Jugendzeit in Karlsruhe sowie einige neuere Ausstellungen auf verstärktes Interesse am vielschichtigen Leben und Denken dieses Mannes, der auch nach eigener Einschätzung „etwas unüblich“ war und „in kein Schubfach“ passte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Manfred Koch 2019&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Adressbücher der Stadt Karlsruhe 1862-1876, https://digital.blb-karlsruhe.de/Drucke/topic/view/485648 (Zugriff am 13. Dezember 2019); StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten (Landauer); Teilnachlässe: Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenes, Amsterdam, Jewish National &amp;amp; University Library, Jerusalem; GLA 456 F 10, Nr. 2581, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=13886&amp;amp;sprungId=10362459&amp;amp;syssuche=gustav+landauer&amp;amp;logik=or&amp;amp;letztesLimit=suchen (Zugriff am 13. Dezember 2019); GLA 456 F 10, Nr. 2520, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=13886&amp;amp;sprungId=10362402&amp;amp;syssuche=gustav+landauer&amp;amp;logik=or&amp;amp;letztesLimit=suchen (Zugriff am 13. Dezember 2019). &lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Gustav Landauer. Sein Lebensgang in Briefen, hrsg. von Martin Buber unter Mitwirkung von Ina Britschgi-Schimmer, Rütten &amp;amp; Loening, Frankfurt 1929; Siegbert Wolf (Hrsg.): Ausgewählte Schriften, Bde. 1-14, Lich 2008-2018; Gustav Landauer. Briefe und Tagebücher 1884–1900. 2 Bde. (Bd. 1: Briefe und Tagebücher. Bd. 2: Kommentar), hrsg. und kommentiert von Christoph Knüppel, Göttingen 2017.&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Norbert Altenhofer: Landauer, Gustav, in: Neue Deutsche Biographie (NDB), Bd. 13, Berlin 1982, S. 491-493, https://www.deutsche-biographie.de/sfz47689.html#ndbcontent (Zugriff am 13. Dezember 2019); Tilman Leder: Die Politik eines „Antipolitikers“. Eine politische Biographie Gustav Landauers, Lich 2014; Gustav Landauer. Von der Kaiserstraße nach Stadelheim (1870-1919), Begleitbuch zur Ausstellung im Oberrheinischen Dichtermuseum Karlsruhe vom 10. Juni – 9. Juli 1994; Michael Matzigkeit (Hrsg.): „… die beste Sensation ist das Ewige…“ Gustav Landauer – Leben, Werk und Wirkung. Theatermuseum der Landeshauptstadt Düsseldorf, 2. Aufl. 1997; Hans-Georg Schmidt-Bergmann (Hrsg.): Liebe &amp;amp; Revolution. Hedwig Lachmann und Gustav Landauer. Zwischen Kunst und Politik (Begleitende Publikation zur Ausstellung im Museum für Literatur im Prinz-Max-Palais Karlsruhe vom 28. April – 2. September 2018, Karlsruhe 2018 (= Schriften des Museums für Literatur am Oberrhein Bd. 11).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-0171&amp;diff=585971</id>
		<title>De:Lexikon:top-0171</title>
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		<updated>2019-11-18T17:30:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: /* Amthausstraße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Amthausstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0171_1.jpg|200px|thumb|left|Blick in die damalige Herren-, jetzt Amthausstraße, Pfinzgaumuseum Durlach U I 123,4.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:top-0171_2.jpg|200px|thumb|left|Amthausstraße 1/Ecke &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0160&amp;quot;&amp;gt;Am Zwinger&amp;lt;/lex&amp;gt;, ehemalige Stadtschreiberei, Gebäudeansicht, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIIIa 588.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Amthausstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Amthausstraße bildet zusammen mit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0344&amp;quot;&amp;gt;Bienleinstor-&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1517&amp;quot;&amp;gt;Kelter-&amp;lt;/lex&amp;gt; und der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3055&amp;quot;&amp;gt;Zunftstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; den Innenstadtring von &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt;. Sie beginnt am &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3146&amp;quot;&amp;gt;Marktplatz&amp;lt;/lex&amp;gt; bzw. an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2176&amp;quot;&amp;gt;Pfinztalstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; (vor der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1267&amp;quot;&amp;gt;Stadtkirche&amp;lt;/lex&amp;gt;) und verläuft bis zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0282&amp;quot;&amp;gt;Basler-Tor-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, wo sie dann in die Kelterstraße übergeht. Ihren Namen bekam sie 1938 nach der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0214&amp;quot;&amp;gt;Eingemeindung&amp;lt;/lex&amp;gt;. Vorher hieß sie Herrengasse bzw. Herrenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durlach war spätestens seit dem 17. Jahrhundert bis 1924 Amtsstadt. Das Durlacher &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0170&amp;quot;&amp;gt;Amthaus&amp;lt;/lex&amp;gt; wurde 1786 Sitz des Oberamts Durlach. Später nutzte der großherzogliche bzw. badische Landesfiskus das Gebäude. Heute befindet sich dort das Polizeirevier Karlsruhe-Durlach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Amthausstraße gibt es viele ältere Gebäude. Das Haus Nummer 1, ein Wohn- und Geschäftshaus, wurde von Bürgermeister und Handelsmann Engelhard Diener erbaut. Das zweigeschossige, traufständige und dreiachsige Haus mit Resten eines Kreuzgratgewölbes im Erdgeschoss ist am Türsturz mit &amp;quot;16 ED 98 erbaut von Bürgermeister und Handelsmann Engelhard Diener&amp;quot; bezeichnet. In der Häusertaxation von circa 1787 steht: &amp;quot;hat ein Gewölb&amp;quot;, später &amp;quot;Magazin&amp;quot; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das als &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1936&amp;quot;&amp;gt;Modellhaus&amp;lt;/lex&amp;gt; errichtete Wohn- und Geschäftshaus in der Amthausstraße 2 wurde zwischen 1706 und 1716 von dem Schuhmachermeister Friedmann Hoelscher erbaut. Es ist zweigeschossig und traufständig, fünfachsig und hat eine Haustüre mit Oberlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühere dreigeschossige Stadtapotheke, Hausnummer 3 ist heute ein Wohn- und Geschäftshaus mit Anker, Wappen und Geweihstange und der Inschrift: &amp;quot;IPZ 1698&amp;quot; (= I. P. Zachmann d. J.) (1679-1755) am Türsturz. Die Zachmannsche Apotheke hatte im Inneren eine wertvolle barocke Spindeltreppe über drei Stockwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haus Nummer 6 ist ein Modellhaus, das zwischen 1706 und 1716 von Pfarrer Blum aus Gundelfingen als Privathaus erbaut wurde. Es ist ein zweigeschossiges Wohnhaus, das 1764 von der markgräflichen Herrschaft als Pfarrhaus erworben wurde. 1904 erfolgte die Umnutzung zum Steuereinnehmergebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haus Nummer 11 ist das wohl aus dem späten 16. Jahrhundert stammende Fischersche Haus, das den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0294&amp;quot;&amp;gt;Brand&amp;lt;/lex&amp;gt; von 1689 überstand und kurz vor 1706 für Geheimrat F. W. von Weimar unter dem Namen Neuer Bau wiederaufgebaut wurde. Es beherbergte seit 1786 das Amthaus, heute ist dort die Polizei untergebracht. Umfassende Umbaumaßnahmen wurden im Hauptgebäude 1900 durchgeführt und das Hinterhaus mit Zierfachwerkelementen 1899 angefügt. Die Rückseite des Areals ist von der teilweise erhaltenen Stadtmauer begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haus Nummer 16 ist das Alte Schulhaus, heute ein Wohnhaus. Das Modellhaus mit Torfahrt, Untergeschoss mit Putzrustika, wurde 1702 auf den Fundamenten der 1689 abgebrannten Schule errichtet. Das heute im Grundriss T-förmige Haus dahinter wurde zwischen 1706 und 1716 von Kammerdiener J. Ph. Sontag erbaut, 1758 an die Stadt als weiteres Schulhaus abgegeben. Es ist vom Schoppegässle aus zu sehen. Das gesamte Areal diente bis 1878 als Volksschule, 1837-1876 wurde ein Raum auch als katholische Schule benutzt. Die Einfahrt zu den Schulhäusern war bis ins 19. Jahrhundert eine öffentliche Gasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser Nummer 17 und 19 bilden die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0143&amp;quot;&amp;gt;Orgelfabrik&amp;lt;/lex&amp;gt; – es waren Wohnhäuser mit angrenzenden Fabrikgebäuden - zuerst eine &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0857&amp;quot;&amp;gt;Orgelfabrik&amp;lt;/lex&amp;gt; (bis 1925), dann die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0088&amp;quot;&amp;gt;Maschinenfabrik Herlan&amp;lt;/lex&amp;gt; (1936-1971). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast alle Häuser von Nummer 18 bis 33 stehen unter Denkmalschutz. Sie wurden alle nach der Zerstörung von 1689 im frühen 18. Jahrhundert errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 48 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Amthausstra%C3%9Fe&amp;amp;Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 1. Februar 2018).&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Martin Bachmann: Der barocke Wiederaufbau. Bauhistorische Untersuchungen in der Durlacher Altstadt, hrsg. von Wulf Schirmer, Institut für Baugeschichte an der Universität Karlsruhe, Karlsruhe 2002 (= Materialien zu Bauforschung und Baugeschichte Bd. 12).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2067&amp;diff=585636</id>
		<title>De:Lexikon:top-2067</title>
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		<updated>2018-11-16T11:58:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: Änderung 585635 von Stadtarchiv2 (Diskussion) rückgängig gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Oberlinstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-2067.jpg|200px|thumb|left|Durlacher Wohngebiet zwischen Oberlinstraße (oberer Bildrand, unterhalb der Pfinz), Hubstraße und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2173&amp;quot;&amp;gt;Pfinzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1975, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 391/231.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Oberlinstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberlinstraße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1303&amp;quot;&amp;gt;Hubstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und führt entlang der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2170&amp;quot;&amp;gt;Pfinz&amp;lt;/lex&amp;gt; über die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0817&amp;quot;&amp;gt;Friedrich-Eberle-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; nach Osten. Sie endet als Fuß- und Fahrradweg an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0068&amp;quot;&amp;gt;Alten Weingartener Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Benannt wurde sie 1970 nach Johann Friedrich Oberlin (31. August 1740 - 1. Juni 1826), einem evangelischen Pfarrer, der 1779 in Waldersbach/Vogesen die erste Kinderbewahranstalt gründete. Sie beherbergte für einige Zeit den seelisch erkrankten Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz. Die Straße hatte vorher schon einige Namen: 1930 Ebertstraße, um 1933 Reichsstraße, 1936 Scharnhorststraße, 1938 Maasstraße.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 157 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<title>De:Lexikon:top-2067</title>
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		<updated>2018-11-16T11:57:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Oberlinstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:top-2067.jpg|200px|thumb|left|Durlacher Wohngebiet zwischen Oberlinstraße (oberer Bildrand, unterhalb der Pfinz), Hubstraße und &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2173&amp;quot;&amp;gt;Pfinzstraße&amp;lt;/lex&amp;gt;, 1975, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 391/231.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Oberlinstraße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberlinstraße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1303&amp;quot;&amp;gt;Hubstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; und führt entlang der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2170&amp;quot;&amp;gt;Pfinz&amp;lt;/lex&amp;gt; über die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0817&amp;quot;&amp;gt;Friedrich-Eberle-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; nach Osten. Sie endet als Fuß- und Fahrradweg an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0068&amp;quot;&amp;gt;Alten Weingartener Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Benannt wurde sie 1970 nach Johann Friedrich Oberlin (31. August 1740 - 1. Juni 1826), einem evangelischen Pfarrer, der 1779 in Waldersbach die erste Kinderbewahranstalt gründete. Sie beherbergte für einige Zeit den seelisch erkrankten Dichter Jakob Michael Reinhold Lenz. Die Straße hatte vorher schon einige Namen: 1930 Ebertstraße, um 1933 Reichsstraße, 1936 Scharnhorststraße, 1938 Maasstraße.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 157 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2085&amp;diff=585634</id>
		<title>De:Lexikon:top-2085</title>
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		<updated>2018-11-16T11:53:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: Die Seite wurde neu angelegt: „=Ölgartenweg=  Die Straße Ölgartenweg im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0506&amp;quot;&amp;gt;Daxlanden&amp;lt;/lex&amp;gt; verbindet die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2112&amp;quot;&amp;gt;Otto-Laible-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Ölgartenweg=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße Ölgartenweg im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0506&amp;quot;&amp;gt;Daxlanden&amp;lt;/lex&amp;gt; verbindet die &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2112&amp;quot;&amp;gt;Otto-Laible-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt; mit der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2977&amp;quot;&amp;gt;Willi-Egler-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Vermutlich wurden im Gewann Mörscher Ölgärten, nach dem der Weg 1910 benannt wurde, Mohn, Raps und Sonnenblumen angebaut, die der Ölabgabe unterlagen, aus denen Öl gewonnen wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 158 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2391&amp;diff=585632</id>
		<title>De:Lexikon:top-2391</title>
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		<updated>2018-11-16T11:42:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: Die Seite wurde neu angelegt: „=Säckinger Straße=  Die Säckinger Straße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; geht von der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1303&amp;quot;&amp;gt;Hubstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; ab und e…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=Säckinger Straße=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Säckinger Straße im Karlsruher Stadtteil &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0558&amp;quot;&amp;gt;Durlach&amp;lt;/lex&amp;gt; geht von der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1303&amp;quot;&amp;gt;Hubstraße&amp;lt;/lex&amp;gt; ab und endet an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0399&amp;quot;&amp;gt;Bonndorfer Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;. Sie wurde 1954 nach der Stadt Bad Säckingen, einer Stadt in Südbaden, benannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quelle==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 176 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=De:Lexikon:top-2130&amp;diff=585629</id>
		<title>De:Lexikon:top-2130</title>
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		<updated>2018-11-16T11:01:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: Die Seite wurde neu angelegt: „Doppelhaus in der Pappelallee, 1956, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A4/65/1/5A.  =Pappelallee=  Die Pappelallee…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:top-2130.jpg|200px|thumb|left|Doppelhaus in der Pappelallee, 1956, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A4/65/1/5A.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Pappelallee=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pappelallee im Stadtviertel &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2301&amp;quot;&amp;gt;Rheinstrandsiedlung&amp;lt;/lex&amp;gt; des Karlsruher Stadtteils &amp;lt;lex id=&amp;quot;ABCD&amp;quot;&amp;gt;Daxlanden&amp;lt;/lex&amp;gt; beginnt an der &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1742&amp;quot;&amp;gt;Lindenallee&amp;lt;/lex&amp;gt; und verläuft über den &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1525&amp;quot;&amp;gt;Kiebitzenweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1456&amp;quot;&amp;gt;Karl-Delisle-Straße&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0727&amp;quot;&amp;gt;Falterweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-0993&amp;quot;&amp;gt;Grillenweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-2467&amp;quot;&amp;gt;Schmetterlingweg&amp;lt;/lex&amp;gt;, &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-3039&amp;quot;&amp;gt;Zikadenweg&amp;lt;/lex&amp;gt; zur Straße &amp;lt;lex id=&amp;quot;top-1565&amp;quot;&amp;gt;Kleiner Anger&amp;lt;/lex&amp;gt;. Die Allee wurde 1937 nach dem Laubgehölz Pappel benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unter Denkmalschutz stehenden Häuser Nummer 2-14 gehören zu einer Kleinhaussiedlung, die von 1936-39 durch den &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1322&amp;quot;&amp;gt;Mieter- und Bauverein&amp;lt;/lex&amp;gt; erbaut wurde. Die Straße ist mit großen Wohnblöcken bebaut. Vor vier Wohnblöcken, die den Seitenstraßen zugerechnet werden, wurde eine eingeschossige Ladenzeile (Gebäude Nummer 18-32) gebaut, in der es unter anderem eine Apotheke, einen Friseurladen, eine Fahrschule und andere Läden gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;Alfred Becher 2018&#039;&#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 160 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/detail.php?id=00159 (Zugriff am 8. Juli 2018).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
	</entry>
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		<id>https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=Datei:Top-2130.jpg&amp;diff=585628</id>
		<title>Datei:Top-2130.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php?title=Datei:Top-2130.jpg&amp;diff=585628"/>
		<updated>2018-11-16T10:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stadtarchiv2: Doppelhaus in der Pappelallee, 1956, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A4/65/1/5A.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Doppelhaus in der Pappelallee, 1956, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A4/65/1/5A.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv2</name></author>
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