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	<title>De:Lexikon:bio-2199 - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Stadtlexikon</subtitle>
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		<title>Stadtarchiv3: Die Seite wurde neu angelegt: „{{DISPLAYTITLE:Emil Volkert-Rühle}}  =Emil Volkert-Rühle=  Kapitän der Handelsmarine, Landesführer des &lt;lex id=&quot;ins-1938&quot;&gt;Wehrwolf&lt;/lex&gt;, Führer der &lt;lex id=&quot;ins-1942&quot;&gt;Schutzstaffeln (SS)&lt;/lex&gt;, * 8. Juli 1891 Karlsruhe, † 10. Juni 1951 Karlsruhe, kath., ∞ Hedwig Wirth, 1 Sohn. &lt;br/ &gt;&lt;br/ &gt; Der Sohn des Gastwirts Gustav Rühle und seiner Frau Franziska, geborene Heck, wurde am 2. August 1915 von dem Schieferdecker Franz Volkert und seiner Frau Th…“</title>
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		<updated>2026-05-11T08:50:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „{{DISPLAYTITLE:Emil Volkert-Rühle}}  =Emil Volkert-Rühle=  Kapitän der Handelsmarine, Landesführer des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1938&amp;quot;&amp;gt;Wehrwolf&amp;lt;/lex&amp;gt;, Führer der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;Schutzstaffeln (SS)&amp;lt;/lex&amp;gt;, * 8. Juli 1891 Karlsruhe, † 10. Juni 1951 Karlsruhe, kath., ∞ Hedwig Wirth, 1 Sohn. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt; Der Sohn des Gastwirts Gustav Rühle und seiner Frau Franziska, geborene Heck, wurde am 2. August 1915 von dem Schieferdecker Franz Volkert und seiner Frau Th…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{DISPLAYTITLE:Emil Volkert-Rühle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=Emil Volkert-Rühle=&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kapitän der Handelsmarine, Landesführer des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1938&amp;quot;&amp;gt;Wehrwolf&amp;lt;/lex&amp;gt;, Führer der &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1942&amp;quot;&amp;gt;Schutzstaffeln (SS)&amp;lt;/lex&amp;gt;, * 8. Juli 1891 Karlsruhe, † 10. Juni 1951 Karlsruhe, kath., ∞ Hedwig Wirth, 1 Sohn. &amp;lt;br/ &amp;gt;&amp;lt;br/ &amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Sohn des Gastwirts Gustav Rühle und seiner Frau Franziska, geborene Heck, wurde am 2. August 1915 von dem Schieferdecker Franz Volkert und seiner Frau Theresia, geb. Heck, an Kindesstatt angenommen und führte nun den Namen Volkert bis zum 17. März 1938, als er diesen in Volkert-Rühle ändern ließ. Er besuchte in Karlsruhe die Volks- und die &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1429&amp;quot;&amp;gt;Oberrealschule&amp;lt;/lex&amp;gt;. Seit dem 15. Lebensjahr fuhr er als Leichtmatrose und dann Matrose auf deutschen und ausländischen Dampf- und Segelschiffen. Nach dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0068&amp;quot;&amp;gt;Ersten Weltkrieg&amp;lt;/lex&amp;gt;, an dem er von Beginn an teilnahm, bestand er 1919 das Kapitänsexamen in Hamburg, wo er 1920 auch das Abitur nachholte. Danach studierte er vier Semester Jura ebenfalls in Hamburg. Nach einer zweijährigen Erwerbslosigkeit 1924 bis 1926 trat er in den badischen mittleren Justizdienst ein, arbeitete dort als Justizaktuar und wurde 1934 zum Justizassistent befördert. 1935 wurde er dann für den hauptamtlichen Dienst bei der SS beurlaubt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im Oktober 1924 war &amp;quot;Volkert, genannt Rühle&amp;quot;, dem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-1099&amp;quot;&amp;gt;Badischen Landespolizeiamt&amp;lt;/lex&amp;gt; aufgefallen. Dieser sei nach dem Ende des Krieges in der Brigade Ehrhardt aktiv gewesen und betreibe in Karlsruhe die Gründung einer Ortsgruppe des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0082&amp;quot;&amp;gt;antisemitischen&amp;lt;/lex&amp;gt; und rechtsextremen Wehrwolf, einer &amp;quot;Bruderorganisation&amp;quot; des &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0411&amp;quot;&amp;gt;Stahlhelm&amp;lt;/lex&amp;gt;, der auch offen für Nichtsoldaten war. 1926 übernahm Volkert im Auftrag der Bundesleitung als Wehrwolfführer des Murggaus auch die Funktion des Bevollmächtigten für die badischen Ortsgruppen. Nachdem die Mitglieder des Wehrwolf 1928 mehrheitlich zur &amp;lt;lex id=&amp;quot;ins-0324&amp;quot;&amp;gt;Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei&amp;lt;/lex&amp;gt; übergetreten waren, versuchten Wehrwolfangehörige aus Heidelberg, Karlsruhe und Mannheim 1928 unter Leitung von Franz Volkert eine Wandergruppe Edelweiß zu gründen, was aber nicht erfolgreich war. Offiziell der NSDAP trat Volkert, der sich bereits am 1. April 1932 für eine Mitgliedschaft angemeldet hatte, am 1. Mai 1933 bei, der SS im Februar 1935. 1938 wurde er SS-Führer, 1941 Sturmbannführer, 1943 SS-Oberscharführer. Mitglied der Waffen-SS war er am 15. Juli 1940 geworden, wo er noch kurz vor Kriegsende zum Waffen-SS-Sturmbannführer ernannt wurde. Vom 1. März 1937 bis 1. Oktober 1939 arbeitete er als Hauptsturmführer für den Sicherheitsdienst (SD) der SS, vom 1. Oktober 1940 war er in demselben Rang Mitglied der Organisation Todt. Für diese war er für die Ausweiskontrolle am &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0154&amp;quot;&amp;gt;Westwall&amp;lt;/lex&amp;gt; zuständig. Dem NS-Beamtenbund gehörte er vom 1. Mai 1933 bis 1. August 1935 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 zog Volkert-Rühle nach Edenkoben, 1942 wohnte er in Saarbrücken, 1943 in Metz, 1944 kam er nach Karlsruhe zurück und geriet am 29. April 1945 in amerikanische Gefangenschaft. In seinem &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0099&amp;quot;&amp;gt;Spruchkammerverfahren&amp;lt;/lex&amp;gt; im April 1948, in dem er als Hauptschuldiger angeklagt wurde, gab er an, nichts von den Verbrechen der SS gewusst zu haben und folgerichtig auch nicht daran beteiligt gewesen zu sein. Da er durch Entlastungszeugen nachweisen konnte, dass er sich wiederholt für von &amp;lt;lex id=&amp;quot;ereig-0016&amp;quot;&amp;gt;nationalsozialistischen&amp;lt;/lex&amp;gt; Repressionen Betroffene eingesetzt, sich gegen verschiedene Maßnahmen gewehrt und an keinen Gewalttaten beteiligt hatte, wurde er als Belasteter zu drei Jahren Arbeitslager verurteilt, die mit der Internierungshaft abgegolten waren. Außerdem musste er 500 RM in den &amp;quot;Wiedergutmachungsfond&amp;quot; einzahlen. Das Urteil hatte ihn als &amp;quot;gutmütig gearteten Menschen&amp;quot; charakterisiert, dessen Verteidigung es gelungen sei, die psychologischen Gründe für seine Mitgliedschaften darzulegen, dass er sich aber nie mit den Gewalttaten der Partei und ihrer Gliedrungen identifiziert habe und ein &amp;quot;achtbarer Mensch&amp;quot; geblieben sei. Deshalb wurde er, obwohl er formal alle Kriterien einer Einstufung als Hauptschuldiger erfüllt habe, nur als Belasteter eingestuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im sowohl von der Anklage als auch der Verteidigung beantragten Berufungsverfahren am 7. November 1949 wurde Volkert-Rühle, der inzwischen arbeitsunfähig war und eine kleine Rente bezog, zwar noch als Minderbelasteter eingeschätzt, wegen der milderen Regelungen des &amp;quot;Befreiungsgesetzes&amp;quot; letztlich als Mitläufer eingestuft und die Sühnezahlung auf 200 RM reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ernst Otto Bräunche 2026&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
GLA 309/6160-6161; 465f/1680; StAF A 96/1 1617, https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/bild_zoom/thumbnails.php?bestand=22869&amp;amp;id=2369155&amp;amp;syssuche=1617&amp;amp;logik=und; StadtAK 3/B Standesbücher; Karlsruher Zeitungen, https://digital.blb-karlsruhe.de/zeitungen/topic/view/7756828 (Zugriff jeweils am 23. April 2026).&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stadtarchiv3</name></author>
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