Erich Heinrich Georg Fritz Rossmann
Architekt, * 19. Juni 1925 Freiburg i. Br., † 21. Februar 2010 Karlsruhe, ∞ 1951 Ruth Rossmann, 1 Sohn, 2 Töchter.
Erich Rossmann wurde als Sohn des Physikers und Meteorologen Fritz Rossmann geboren, der 1926 die Stelle des Wetterwarts auf dem Feldberg übernahm. Als der Vater im Sommer 1929 an die Landeswetterwarte in Karlsruhe versetzt wurde, zog die Familie in die XYZGartenstadt XYZRüppurr. Es folgten Stationen in Frankenau, Breslau, Berlin und Göttingen. 1943 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und leistete bei der Marine XYZKriegsdienst. Nach kurzer amerikanischer Kriegsgefangenschaft begann er am 1. August 1945 als Baupraktikant bei der Baufirma Max Aicher in Freilassing, danach folgte 1946 das Architekturstudium an der XYZTechnischen Hochschule (TH) Karlsruhe, unter anderem bei XYZOtto Haupt und XYZEgon Eiermann, wo er 1950 sein Diplom erwarb. Bis 1952 arbeitete er dann beim Architekturbüro Rösiger und Seemann in Karlsruhe, ehe er sich 1952 selbständig machte. Er nahm nun unter anderem am Architekturwettbewerb zum Bau der XYZSchwarzwaldhalle teil und belegte dabei den dritten Platz. 1953 ging er eine Partnerschaft mit Karl Platte ein. 1971 folgte in Partnerschaft mit weiteren Kollegen die Gründung des Planungsbüros Rossmann + Partner, dessen Leitung er bis 1997 innehatte.
1976 errang das Büro beim Bauwettbewerb des Bundesgesundheitsamtes den ersten Preis. In demselben Jahr erhielt Rossmann den 1. Preis des deutschen Stahlbaus. Von 1980 bis 2020 erhielt er 15 Preise des Bundes Deutscher Architekten Baden-Württemberg (BDA), dessen Landesvorsitz er von 1986 bis 1990 innehatte.
1978 wurde er Honorarprofessor an der Architektur-Fakultät der XYZUniversität Karlsruhe (TH). Seit 2000 unterstützt die von ihm und seiner Frau gegründete Ruth-und-Erich-Rossmann-Stiftung Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Architektur der Universität Karlsruhe, heute XYZKarlsruher Institut für Technologie (KIT), bei einem Aufbau-Studium. Das Architekturbüro Rossmann und Partner wird seit 2024 als Partnerschaftsgesellschaft von Götz Biller, Michel Huber und Christoph Stappert weitergeführt.
Quellen
StadtAK 8/ZGS Personen Erich Rossmann; Erich Rossmann. Im Dammerstock habe ich mich immer verirrt. Aus einem Karlsruher Architektenleben, hrsg. von Andreas Rossmann, Köln 2025, dort eine Auswahlbibliographie der Veröffentlichungen von Erich Rossmann.
Werk
Bauten in Karlsruhe
1953: Wohnbauten im XYZMühlburger Feld (zusammen mit Alfred Gärtner).
1958, 1962: Gemeindehaus und Turm der evangelischen XYZFriedenskirche im XYZWeiherfeld.
1961: XYZLukaskirche in Karlsruhe.
1964–1967: Wohnhaus Horst Antes in Karlsruhe-XYZWolfartsweier (mit Rudolf Kleine), für das er 1969 den Hugo-Häring-Preis des Bund Deutscher Architekten Baden-Württemberg erhielt.
1970: XYZJakobuskirche in der XYZNordweststadt (2016 abgerissen).
1990: Innovationszentrum an der XYZDurlacher Allee.
1992: Städtebaulicher Entwurf Karlsruhe-XYZSüdost (mit Landschaftsarchitekt Karl Bauer, 1. Preis im Wettbewerb).
1997: Konzernsitz der XYZEnergie Baden-Württemberg (EnBW).
Schriften
Planung und Einrichtung von Wohnbereichen für alte Menschen. Deutscher Medizinischer Informationsdienst, Baden-Baden 1969; Werkbericht Rossmann + Partner. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1991; Büro- und Laborgebäude Siemens AG Erlangen, in: Baumeister, Jahrgang 1995, Heft 10.
Literatur
Harald Ringler: Stadtbaugeschichte Karlsruhe 1715–2000, Ubstadt-Weiher 2021 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 36).