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Schlagzeilen verschiedener Zeitungen zu Erfolgen der Basketball-Gemeinschaft (BG) Karlsruhe, Bild aus: "50 Jahre Basketball PSK 1961-2011".

Basketball-Gemeinschaft (BG) Karlsruhe

1993 schloss sich die Basketballabteilung des Postsportvereins mit der des FC Südstern zur BG Post/Südstern Karlsruhe, später Basketball-Gemeinschaft (BG) Karlsruhe zusammen. Von Juli 2003 bis Juli 2004 hieß der Verein BG Iceline Karlsruhe, danach ab November 2004 wieder BG Karlsruhe. Nach dem Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga 1995 wurde die BG der erfolgreichste Karlsruher Basketballverein.

Zunächst spielte er in der Eichelgartenhalle (Kapazität 950 Zuschauende) in Rüppurr, seit 2002 dann in der Europahalle (Kapazität 4.800 Zuschauende). Dort stieg die Mannschaft 2003 unter Trainer Ivan Vojtko in die Bundesliga auf, wo sie den Einzug in die Playoffs nur knapp verpasste und schließlich Tabellenzehnter wurde. Zu den Erfolgen maßgeblich beigetragen hatte der Nationalspieler Rouwen Roessler, der nach etlichen Verletzungen den Verein 2006 verließ. Als die BG 2007 wieder abstieg, hatte sie die erfolgreichste Zeit des Clubs hinter sich. Maßgeblichen Anteil an dem Höhenflug des Vereins hatte der Jurist Matthais Dischler, der eine der treibenden Kräfte des Zusammenschlusses von Postsportverein und Südstern war und der den Verein unter anderem als Geschäftsführer in die höchste Spielklasse führte.

Obwohl es 2008 gelang, Rouwen Roessler zur BG zurückzuholen, blieb der Wiederaufstieg verwehrt. Die BG kooperierte nun mit anderen Karlsruher Vereinen im Jugendbereich, unter anderen den PSK City Baskets Karlsruhe, dem SSC Karlsruhe und dem SG Eichenkreuz Karlsruhe. Dies verhinderte aber den sportlichen Niedergang nicht. 2014 stieg der Verein in die ProB ab.

2017 kam es zum Zwangsabstieg auch aus dieser Liga, da die BG keine Lizenz für die neue Saison der 2. Bundesliga ProB erhielt. Durch die Zusammenarbeit mit dem BAC 55 Hockenheim konnte die Mannschaft aber in der ersten Regionalliga weiterspielen, aus der sie am Ende der Saison in die 2. Regionalliga abstieg. Dort trat sie in der Saison 2018/19 als BG Karlsruhe Basketball Youngstars für den Spielbetrieb der 2. Regionalliga an. Auch nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im September 2018 spielte die Mannschaft als BG Karlsruhe Basketball Youngstars e. V. weiter. Nun kehrte auch Matthias Dischler zurück, der 2018/19 das Traineramt übernahm. Letztlich verhinderte dies aber nicht, dass am 16. Juni 2021 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde und Karlsruhes insgesamt erfolgreichster Basketballverein aus dem Spielbetrieb ausschied.

Ernst Otto Bräunche 2022

Quellen

StadtAK 8/ZGS 65.1c; Festschrift 50 Jahre Basketball PSK 1961-2011, https://www.psk-lions.de/fileadmin/pdf/Heft_50_Jahre_Basketball.pdf (Zugriff am 15. Februar 2022).