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Die Eichelgasse in der Altstadt im Karlsruher Stadtteil <lex id="top-0558">Durlach</lex> ist eine Querstraße der <lex id="top-2176">Pfinztalstraße</lex> und führt auf die <lex id="top-1388">Jägerstraße</lex>. Früher hieß sie Mühlgasse, seit 1930 Mühlstraße und dann ab 1938 Eichelgasse. Benannt wurde sie nach der Gaststätte Zur Eichel, die im 18. Jahrhundert belegt ist und der Straße den Namen "Eichelgäßle - Müllers- oder Eichelgässle" gab.
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Die Eichelgasse in der Altstadt im Karlsruher Stadtteil <lex id="top-0558">Durlach</lex> beginnt zwischen der <lex id="top-2176">Pfinztalstraße</lex> Nummer 8 und Nummer 10 und führt zunächst nach Norden und dann nach Westen über die <lex id="top-1388">Jägerstraße</lex> zur Ochsentorstraße. Früher hieß sie Mühlgasse, seit 1930 Mühlstraße und dann ab der Eingemeindung 1938 Eichelgasse. Benannt wurde sie nach der Gaststätte Zur Eichel, die im 18. Jahrhundert belegt ist und der Straße den Namen "Eichelgäßle - Müllers- oder Eichelgässle" gab.
   
 
In der Eichelgasse 1 steht ein fünfachsiges <lex id="top-1936">Modellhaus</lex> mit Stockwerkgesims und Dachgauben. Es wurde 1706 erstmals als Besitz des Kannengießers Daniel Heidenreich geführt. Hausnummer 2 ist ein dreigeschossiges und traufständiges Modellhaus mit Fachwerk und spätbarocken Fenstern. 1706 als "neuerbaute Behausung" des ehemaligen fürstlichen Mundkochs Joachim Schuhmann, später des Kriegscommissarius Brendel, aufgeführt. Teile der Stadtmauer sind im rückwärtigen Teil enthalten.
 
In der Eichelgasse 1 steht ein fünfachsiges <lex id="top-1936">Modellhaus</lex> mit Stockwerkgesims und Dachgauben. Es wurde 1706 erstmals als Besitz des Kannengießers Daniel Heidenreich geführt. Hausnummer 2 ist ein dreigeschossiges und traufständiges Modellhaus mit Fachwerk und spätbarocken Fenstern. 1706 als "neuerbaute Behausung" des ehemaligen fürstlichen Mundkochs Joachim Schuhmann, später des Kriegscommissarius Brendel, aufgeführt. Teile der Stadtmauer sind im rückwärtigen Teil enthalten.

Version vom 10. Februar 2020, 15:42 Uhr


Ofen- und Herdgeschäft von August Bull in der Mühlstraße (heute Eichelgasse) 14, 1912, Pfinzgaumuseum Durlach U I 364.
Fassadenansicht des Hauses Eichelgasse 1, 1974, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A27/81/1/30.

Eichelgasse

Die Eichelgasse in der Altstadt im Karlsruher Stadtteil Durlach beginnt zwischen der Pfinztalstraße Nummer 8 und Nummer 10 und führt zunächst nach Norden und dann nach Westen über die Jägerstraße zur Ochsentorstraße. Früher hieß sie Mühlgasse, seit 1930 Mühlstraße und dann ab der Eingemeindung 1938 Eichelgasse. Benannt wurde sie nach der Gaststätte Zur Eichel, die im 18. Jahrhundert belegt ist und der Straße den Namen "Eichelgäßle - Müllers- oder Eichelgässle" gab.

In der Eichelgasse 1 steht ein fünfachsiges Modellhaus mit Stockwerkgesims und Dachgauben. Es wurde 1706 erstmals als Besitz des Kannengießers Daniel Heidenreich geführt. Hausnummer 2 ist ein dreigeschossiges und traufständiges Modellhaus mit Fachwerk und spätbarocken Fenstern. 1706 als "neuerbaute Behausung" des ehemaligen fürstlichen Mundkochs Joachim Schuhmann, später des Kriegscommissarius Brendel, aufgeführt. Teile der Stadtmauer sind im rückwärtigen Teil enthalten.

In der Eichelgasse 4 steht ein dreigeschossiges Hofbeamtenhaus mit Stockwerkgesimsen, einer Fassade aus verputztem Fachwerk und einer Tür mit Oberlicht und Rundbogentor. Es wurde 1706 als "neu erbautes Haus" von Geheimrat (1716 auch Obervogt) Daniel Dietrich Scheidt genannt. Später ist das Haus im Besitz hoher Hofbeamter. Die Inschriften "1796" und "WSR 1797" sind Hochwassermarken. Zu dem Bau gehören Teile der Stadtmauer.

Alfred Becher 2018

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 73 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?stadtteil=Durlach&vid=190 (Zugriff am 19. Februar 2018).

Literatur

Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 154 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).