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Max-Habermann-Straße

Die Max-Habermann-Straße im Stadtviertel Waldlage des Karlsruher Stadtteils Oberreut geht von der Eugen-Geck-Straße ab und endet als Sackgasse. Vom Ende führt ein Rad- und Fußweg zum Julius-Leber-Platz. Die Straße ist auf der einen Seite mit Reihenhäusern und auf der anderen Seite mit einem dreistöckigen Wohnblock bebaut. Sie wurde 1988 nach dem Buchhändler, Politiker und Widerstandskämpfer Max Habermann (21. März 1885 - 3. Oktober 1944) benannt. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet und ins Gerichtsgefängnis von Gifhorn verschleppt. In der Nacht nach seiner Festnahme beging er Suizid, um die Namen der bis dahin noch lebenden Beteiligten des Attentates nicht unter Folter preisgeben zu müssen. Die Straße gehört zu einem kleinen Namensfeld von Straßen, die nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt wurden.

Alfred Becher 2018

Quelle

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 148 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).