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Version vom 20. August 2015, 14:59 Uhr

Kauernde

Stadtgarten, 1930-1964 in der Wolff-Anlage, seit 1967 im Waldstaudengarten.

1922 schuf der Bildhauer Hermann Föry die weiße Marmorstatue der Kauernden, mit der er von Mai bis Oktober 1923 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung für freie und angewandte Kunst in Karlsruhe vertreten war. 1929 präsentierte er die Skulptur, die einen knienden, nach vorn geneigten Frauenakt mit vor der Brust gekreuzten Armen zeigt, auf einer Einzelausstellung im Städtischen Suermondt-Museum in Aachen. Die in Aachen für 5.000 Mark angebotene Figur erwarb im darauf folgenden Jahr die Stadt Karlsruhe für circa 3.000 Mark aus Mitteln eines in den 1920er-Jahren zur Unterstützung notleidender Künstler eingerichteten Sonderfonds. Noch im Erwerbsjahr 1930 wurde die Kauernde in der Wolff-Anlage des Stadtgartens aufgestellt. Als im Zuge der 1967 stattfindenden Bundesgartenschau die von Buchenhecken gefasste Anlage zum Hauptweg hin geöffnet wurde, versetzte man die Figur gemeinsam mit Heinrich Weltrings Hirtenmädchen und Christian Elsässers Flötenspieler in den neu geschaffenen Waldstaudengarten des Stadtgartens.

Katja Förster 2015

Literatur

Literatur: Beatrice Vierneisel: „Kauernde“ im Stadtgarten, in: Gerlinde Brandenburger/Manfred Großkinsky/Gerhard Kabierske/Ursula Merkel/Beatrice Vierneisel: Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945, Karlsruhe 19892, S. 619 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 7).