Jakob Gutman, 1870, Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 12/6a.

Jakob Gutman

Jurist, Politiker, * 3. Juni 1826 Karlsruhe, † 24. Mai 1874 Karlsruhe, jüd., ∞ 1852 Auguste Koch, 7 Kinder.

Als eines von drei Kindern des Karlsruher Hofgerichtsrats Julius Gutman in Karlsruhe geboren, studierte Jakob Gutman 1845-1850 Rechtswissenschaften in Heidelberg und legte 1856 das zweite juristische Staatsexamen ab. 1859 ließ er sich in Karlsruhe als Rechtsanwalt nieder und eröffnete im Vorderen Zirkel 12 eine Kanzlei.

1870 wurde Gutman zum Karlsruher Stadtrat gewählt. Außerdem war er in der Landtagssession 1871/72 für die Nationalliberale Partei Mitglied der Zweiten Kammer der badischen Ständeversammlung. Hier wirkte er insbesondere in der Kommission zur Einführung des Reichsstrafgesetzbuchs mit.

René Gilbert 2016

Quelle

Karlsruher Tagblatt vom 26. Mai 1874.

Literatur

Gerhard Kaller: Jüdische Abgeordnete im badischen Landtag 1861-1933, in: Juden in Karlsruhe – Beiträge zu ihrer Geschichte bis zur nationalsozialistischen Machtergreifung, hrsg. von Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt, Karlsruhe 1988, 1990², S. 413-438, hier S. 417 f. (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 8), http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/stadtarchiv/HF_sections/content/ZZmoP43xhW57iB/Juden%20in%20Karlsruhe.pdf (Zugriff am 1. August 2016); Hans-Peter Becht: Badische Parlamentarier 1867-1874. Historische Photographien und biographisches Handbuch, Düsseldorf 1995, S. 227.