Am Steinbruch

Die Straße zweigt unweit der Talstation der Turmbergbahn in Durlach von der Bergbahnstraße ab und mündet in die Grötzinger Straße. Von 1933 bis 1945 hieß sie Walter-Köhler-Straße, benannt nach dem badischen Ministerpräsidenten während der NS-Zeit.

Am Steinbruch ist ein ehemaliger Flurname und weist natürlich auf einen früheren Steinbruch hin. Ein Berain von 1532 erwähnt "am Reyn beim steinbruch".

Im Gebäude Am Steinbruch 20 war eine Handelsschule untergebracht, die seit 1995 eine Förderschule ist – die Schule am Turmberg. Es handelt sich dabei um eine eingeschossige Schule in Pavillon-Fertigbauweise (System Kübler AG). Das Kulturdenkmal, eine Stahlbaukonstruktion mit Außenwänden aus Spaltklinkern und Flachdachbauten in Atriumgärten, wurde 1965 durch das Städtische Hochbauamt mit dem Architekten Franz Müller-Merkstein aus Rüppurr erbaut.

Alfred Becher 2018

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 48 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/detail.php?id=01261 (Zugriff am 13. Februar 2018).

Literatur

Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 127 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).