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Eckenerstraße

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Eckenerstraße

Eckenerstraße mit Autoverkehr, im Hintergrund die Vogesenbrücke, März 1978, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A35/85/3/16.
Eckenerstraße mit Autoverkehr, im Hintergrund die Vogesenbrücke, März 1978, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A35/85/3/16.

Die 1929 benannte Eckenerstraße ist die südliche Fortsetzung der heutigen Michelinstraße. Sie beginnt an der Kreuzung Zeppelin-/Daxlander Straße und endet an der Rheinhafenstraße. Sie wurde nach dem auch in Karlsruhe populären Luftschiffführer Dr. Hugo Eckener benannt. Eckener gelang es nach dem Zweiten Weltkrieg, sich als "unpolitisch" darzustellen. Als Wehrwirtschaftsführer und "Spitzenmanager" der NS-Rüstungswirtschaft musste er sich zwar einem Entnazifizierungsverfahren stellen, aus dem er in zweiter Instanz aber als unbelastet hervorging. Neuere Forschungen des Zeppelinmuseums in Friedrichshafen sehen aber inzwischen seine "Mitverantwortung am Einsatz und Tod von KZ-Häftlingen" und weisen nach, dass er persönlich auch zu den Profiteuren der Rüstungsindustrie gehörte.

Ernst Otto Bräunche 2026

Quelle

Karlsruher Zeitung vom 7. September 1929, https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/1860399?query=Eckenerstra%C3%9Fe (Zugriff am 2. Oktober 2026).