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Karlsruher Institut für Technologie (KIT)


Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Plakat KIT-Kinder-Uni Naturwissenschaft und Technik zum Anfassen, August 2011, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS X 7346.
Plakat KIT-Kinder-Uni Naturwissenschaft und Technik zum Anfassen, August 2011, Stadtarchiv Karlsruhe  8/PBS X 7346.

Kaiserstraße 12 (Rechtlicher Sitz).

Bereits 1956, im Gründungsjahr der vom Bund getragenen Kernreaktor Bau- und Betriebsgesellschaft mbH Karlsruhe, dem späteren Kernforschungs- bzw. Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, kam es zu einem Kooperationsvertrag mit der Technischen Hochschule Karlsruhe, ab 1967 Universität Karlsruhe (TH). Die vertragliche Vereinbarung führte in den folgenden Jahrzehnten zu Gemeinschaftsprojekten und Teilfusionen der beiden Einrichtungen und 1997 in Kooperation mit der Universität Straßburg zur Errichtung eines der weltweit ersten Institute für Nanotechnologie (INT).

Die vom Bund 2004 gestartete Exzellenzinitiative, in deren Rahmen die Universität Karlsruhe (TH) im Januar 2006 von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat zur Abgabe eines Vollantrags für die Exzellenzinitiative aufgefordert wurde, veranlassten Horst Hippler, den damaligen Rektor der Universität, und Manfred Popp, den damaligen Vorstandsvorsitzenden des Forschungszentrums, die beiden Wissenschaftseinrichtungen zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zu verschmelzen. Am 11. April 2006 wurde der Gründungsvertrag des KIT unterzeichnet und am 1. Juli des Jahres begann die institutionalisierte Zusammenarbeit der beiden als Rechtspersonen eigenständigen Einrichtungen. Im Oktober 2006 erhielt die Universität Karlsruhe (TH) als eine von zunächst drei Universitäten den Status einer Exzellenzuniversität.

Nachdem der Bund und das Land Baden-Württemberg 2008 der vollständigen Fusion der Lehr- und Forschungszentren zugestimmt hatten, verabschiedete der Landtag am 8. Juli 2009 das KIT-Gesetz, auf dessen Grundlage das KIT am 1. Oktober 2009 offiziell gegründet wurde. Das KIT, das beim Zusammenschluss knapp 20.000 Studierende und rund 8.700 Beschäftigte umfasste, ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren.

Von 2009 bis etwa 2012 galt es vor allem, die beiden unterschiedlichen Einrichtungen organisatorisch zusammenzuführen und eine einheitliche Verwaltungs-, Forschungs- und Lehrstruktur aufzubauen. Zentrale Leitungs- und Aufsichtsgremien sind das Präsidium, der Senat und der Aufsichtsrat. Mitte der 2010er-Jahre entstand noch der Konvent als offizielles Gremium, das die Interessen der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber der KIT-Leitungsebene vertritt.

Nachdem das KIT 2012 den Status als Exzellenzuniversität verlor, wurde zum 1. Oktober 2013 Holger Hanselka Präsident des KIT. Unter seiner Leitung wurden die internationale Kooperation ausgebaut, der Innovations- und Technologietransfer gestärkt, zentrale Forschungsfelder wie Energietechnik, Digitalisierung, KI und Materialwissenschaften besonders gefördert und Forschung und Lehre enger miteinander verbunden. 2019 erhielt das KIT den Status einer Exzellenzuniversität zurück, den es 2026 erfolgreich verteidigen konnte. Nachfolger von Hanselka, der 2023 zum Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft gewählt wurde, ist seit 2024 Jan S. Hesthaven.

Das KIT gehört heute besonders in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik und Naturwissenschaften zu den wichtigen Forschungsuniversitäten in Europa.

Katja Förster 2026

Quellen

KIT-Jahresbericht 2009/2010, https://www.kit.edu/downloads/Jahresbericht_2009_2010.pdf?utm_source=chatgpt.com; Karlsruher Institut für Technologie (KIT), https://www.kit.edu/kit/index.php (Zugriff jeweils am 24. Mai 2026).

Literatur

Felix Mescoli: Karlsruher Institut für Technologie (KIT). 1825-2025 – Die ersten 200 Jahre, Ubstadt-Weiher 2025; Michael Hartmann: Der Weg zum KIT. Von der jahrzehntelangen Zusammenarbeit des Forschungszentrums Karlsruhe mit der Universität Karlsruhe (TH) zur Gründung des Karlsruher Instituts für Technologie. Eine Darstellung nach den Aussagen von Zeitzeugen, hrsg. von Klaus Nippert, Karlsruhe 2013 (= Veröffentlichung aus dem Archiv des Karlsruher Instituts für Technologie).