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Auswanderung


Auswanderung - SEITE IM AUFBAU

Schon im 18. Jahrhundert gab es eine meist wirtschaftlich motivierte Auswanderung aus der am 17. Juni 1715 gegründeten neuen Residenzstadt Karlsruhe des Markgrafen Karl Wilhelm von Baden-Durlach. Nachzuweisen sind 100 Auswanderungen, von denen zwei Drittel erst in den beiden letzten Jahrzehnten auswanderten.

Auswanderung aus Karlsruhe im 18. Jahrhundert

Zielland 1723 -1759 1760 – 1769 1770 – 1779 1780 - 1789 1790 - 1800 Gesamt
USA 2 6 4 12
Spanien 12 4 1 17
Ungarn 1 1 7 9
Schweiz 2 1 1 4
Dänemark 2 1 3
Galizien 2 1 3
Ostindien 1 1 1 3
Frankreich 2 2
England 1 1
Italien 1 1
Niederlande 1 1
Polen 1 1
Schweden 1 1
Reichsländer 1 1 22 8 32
Zielland unbekannt 1 1 8 10
6 19 8 34 33 100



Auffällig viele Familien gingen nach 1760 nach Spanien. Mit der spanischen Regierung hatte der Oberst Johann Kaspar Thürriegel vereinbart, 6.000 katholische deutsche Bauern und Handwerker für die Gründung einer Kolonie in der Sierra Morena anzuwerben. Dort hatte der Bevölkerungsmangel seit den Araberkriegen, Erbfolgekriegen und der Bourbonischen Herrschaft unter Karl III. in den 1760er-Jahren zu einem großzügigen Impopulationsprogramm geführt. In dem Abenteurer Thürriegel, einem Bayern, der 1767 zum spanischen Kommissar für Kolonistenbeschaffung ernannt wurde, hatte man ein geeignetes Werkzeug gefunden. An Vorteilen in Spanien wurden hierbei zehn steuerfreie Jahre, Übernahme der Materialkosten für den Hausbau durch den Staat und Stellung von Wirtschaftsinventar und Saatgetreide für das erste Jahr geboten. Verschwiegen wurde von Thürriegel die verlangte vollkommene Assimilierung der Einwanderer, die auch eine besondere Seelsorge ausschloss. In Karlsruhe fielen seine Werbeaktionen auf fruchtbaren Boden. Die treibende Kraft scheint hier Lehrer Bertel in Mühlburg gewesen zu sein, der die Hoffnung hatte, in Spanien Pfarrer zu werden.

19. Jahrhundert

Die Hungerkatastrophe der Notjahre 1816/17 löste wie eine Initialzündung einen langfristigen Auswanderungsprozess aus, der das ganze 19. Jahrhundert über andauern sollte. Wenn auch in den Jahren danach die Auswanderungszahlen wieder zurückgingen, so riss der Strom der Auswanderer nie ab. Der Historiker Friedrich von Weech stellt dazu in seiner Stadtgeschichte von Karlsruhe fest, dass es auch nach dem Aufstieg der jungen Stadt Karlsruhe zur Großherzoglich Badischen Haupt- und Residenzstadt "kein seltener Anblick" war, "ganze Familien mit Kind und Kegel und ärmlichem Gepäck auf den Straßen zu sehen, die in mühseliger Wanderung in der Richtung nach Antwerpen, Amsterdam oder Norddeutschland einer unsicheren neuen Heimat, entgegenzogen." Die natürlichen Häfen für Auswanderer aus Süd- und Westdeutschland lagen tatsächlich in den Niederlanden an der Rheinmündung. Diese Häfen waren auf dem Schiffswege zu erreichen. Aber auch Le Havre zog durch seine guten Verkehrsverbindungen viele Auswanderer an. Die Lage an der Seinemündung, schon ganz dem Atlantik zugewandt, verschaffte dem französischen Hafen für lange Zeit einen erheblichen Vorteil. Wer sich hier einschiffte, ersparte sich im Vergleich zu einer Abreise von Hamburg oder Bremerhaven unter Umständen mehr als zwei Wochen Seefahrt auf der oft stürmischen Nordsee und im Ärmelkanal.

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Manfred Fellhauer 2010, bearbeitet durch Ernst Otto Bräunche 2024

Literatur

Manfred Fellhauer: Der Traum vom besseren Leben. Auswanderungen 1715-1945, in: Manfred Koch/Sabine Liebig (Hrsg.): Migration und Integration in Karlsruhe, Karlsruhe 2010, S. 37-56 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 31).