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Urkunde über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Karl Baumgärtner, Stadtarchiv Karlsruhe 8/StS 18/A 47.

Karl Baumgärtner

Stadtdirektor, * 10. Januar 1790 Karlsruhe, † 8. Oktober 1847 Karlsruhe, ev., ∞ 1818 Luise Auguste Bär, 4 Kinder.

Baumgärtner, Sohn eines Justizministerialpräsidenten, studierte ab 1807 Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg, absolvierte 1810 sein Rechtspraktikum und trat 1811 als Assessor im Ministerium des Innern in den badischen Justizdienst. Nach dem Dienst beim Amt Durlach seit 1814 und beim Amt Bretten seit 1819 wurde Baumgärtner 1824 Stadtdirektor in Karlsruhe, wo er 1830-1838 Vorsitzender der Kommission zur Leitung der dann von der Stadt übernommenen höheren Töchterschule war. 1839 wurde er Direktor der Regierung des Mittelrheinkreises in Rastatt und trat 1846 in den Ruhestand. 1822/23 war Baumgärtner Abgeordneter des 2. Badischen Landtags für den Wahlkreis Bretten, Eppingen und Mühlbach, 1839-1841 Abgeordneter des 10. Badischen Landtags für den Wahlkreis Karlsruhe, 1845/46 Abgeordneter des 12. Badischen Landtags für den Wahlkreis Durlach.

1826 erhielt Baumgärtner das Kommandeurskreuz II. Klasse des Zähringer Löwenordens. 1827 erfolgte seine Ernennung zum Geheimen Rat. 1828 wurde er Ehrenbürger der Stadt Durlach und 1839 von Karlsruhe.

Marco Wagner 2012

Quelle

GLA 76/404-406.

Literatur

Bernd Breitkopf: Die alten Landkreise und ihre Amtsvorsteher. Die Entstehung der Landkreise und Ämter im heutigen Landkreis Karlsruhe - Biographien der Oberamtmänner und Landräte von 1803 bis 1997, Ubstadt-Weiher 1997, S.93 f. (= Beiträge zur Geschichte des Landeskreises Karlsruhe); Friedrich von Weech: Karlsruhe. Geschichte der Stadt und ihrer Verwaltung, 3 Bde., Karlsruhe 1895-1904, 2. Bd., Karlsruhe 1898, http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/Drucke/content/titleinfo/264911 (Zugriff am 22. Dezember 2015).