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Carl-Engler-Schule (ehemalige Gewerbeschule IV)

Nachdem die Gewerbeschule II (heute Carl-Benz-Schule) zum Herbst 1963 das neue Schulhaus in der Brauerstraße 12 im Beiertheimer Feld bezogen hatte, wurde sie zum 1. April 1964 in zwei separate Schulen unterteilt. Die Gewerbeschule II behielt die Berufsfelder Maschinenbau und Kraftfahrzeugtechnik, während der neuen Gewerbeschule IV (heute Carl-Engler-Schule) die naturwissenschaftlichen Fachrichtungen Chemie, Physik und Biologie sowie die Abteilung Elektrotechnik zugeteilt wurden. Von letzterer wiederum wurden zum 1. September 1966 die Berufsschule für Elektroberufe sowie die Technikerschule für Elektrohandwerk ausgegliedert und als neue Gewerbeschule V (heute Heinrich-Hertz-Schule) weitergeführt. Die Meisterschule für Elektrotechnik dagegen, die seit dem 10. Juli 1964 "Bundesfachschule für das Elektrohandwerk" hieß, wurde weiterhin bei der Gewerbeschule IV belassen und erst zum 1. August 1969 an die Gewerbeschule V abgegeben.

Nach der Teilung in Gewerbeschule IV und V zum 1. September 1966 entwickelte sich die seit 1970 als Carl-Engler-Schule firmierende Einrichtung kontinuierlich in Richtung Technisches Gymnasium weiter: Noch im selben Monat wurde eine Technische Oberschule sowie 1969 ein Technisches Gymnasium eingerichtet, die eine zwei- bzw. dreijährige Ausbildung zur fachgebundenen Hochschulreife ermöglichten. 1967 bezog die Schule, gemeinsam mit der Gewerbeschule V, einen Schulhausneubau in der Südendstraße 51. Aus Platzgründen mussten die Berufsaufbauschule, die Technische Oberschule und das Technische Gymnasium zum Herbst 1969 von der Südendstraße in die Adlerstraße 29 verlegt werden.

Ende dieses Jahres setzten daher erste Besprechungen und Planungen zum künftigen "Neubau Technisches Gymnasium" ein, der allerdings erst von 1978-1983 nach Plänen des Karlsruher Architekten Martin Lanz in der Steinhäuserstraße 23 im Beiertheimer Feld realisiert wurde. Bis dahin wurden für die Carl-Engler-Schule neben der Adlerstraße noch weitere Außenstellen notwendig (Leopoldschule, Friedrich-List-Schule (Altbau), Hauptschule Bulach, Schillerschule, Kimmelmannschule) sowie von 1979-1982 die Außenstelle Oberreut. Im Januar 1983 bezog die Schule gemeinsam mit der Carl-Benz-Schule den Neubaukomplex in der Steinhäuserstraße 23.

Die Ausbildungsschwerpunkte der gewerblichen Berufsschule, die sechs verschiedene Schularten anbietet, liegen bis heute auf den naturwissenschaftlichen Fachrichtungen Chemie, Physik und Biologie mit den Abschlüssen Laborant, Chemikant, technischer Assistent und Techniker. Außerdem befinden sich an der Carl-Engler-Schule, die derzeit rund 1.400 Schüler und 90 Lehrer umfasst, Landesfachklassen im Ausbildungsberuf Zahntechniker.

Katja Förster 2015

Literatur

Festschrift 150 Jahre Gewerbeschulen in Karlsruhe. 1834-1984, hrsg. vom Schulverwaltungsamt der Stadt Karlsruhe, Karlsruhe 1984; Carl-Engler-Schule Karlsruhe, http://www.ces.karlsruhe.de (Zugriff am 23. August 2015).