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Einweihung des Brunnens am Entenfang am 3. Juli 1979, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A38/3/3/23.

Brunnen am Entenfang

Als die Deutsche Bundespost 1978 den Eingangsbereich und den Vorplatz des 1954 erbauten Mühlburger Postamts neu gestaltete, beschloss die Stadtverwaltung, den zur Fußgängerzone umfunktionierten Platzbereich mit einem Zierbrunnen zu verschönern. Zum Brunnenwettbewerb, der als Thema die Darstellung des überlieferten Wildentenfangs an der Alb vorgab, wurden die Bildhauerinnen Ellen Kämper und Liselotte Specht-Büchting und ihre Kollegen David D. Lauer und Hans Kindermann, der den Wettbewerb gewann, eingeladen.
Die Brunnenanlage zeigt im Zentrum eines achteckigen Beckens aus hellgrauem Granit einen nackten Knaben, der auf einem Postament steht und in seiner rechten Hand Pflanzen hält, zu denen eine zwischen seinen Beinen befindliche Ente aufschaut. Die Stirnseite des Sockels, der wie die Knabenfigur in Bronze ausgeführt ist, zieren zwei weitere Enten und ein Fisch. Wasser erhält der Brunnen durch acht kreisförmig angeordnete Wasserdüsen im Brunnenbecken, die Wasserbögen in Richtung der Brunnenfigur erzeugen.
Der Brunnen wurde durch die Stiftung der Mühlburger Bürgerin Frieda Dinger ermöglicht, an deren 96. Geburtstag, dem 2. Juli 1979, die Anlage feierlich in Betrieb genommen wurde. Eine bronzene Gedenktafel auf dem Brunnenrand erinnert an die Stifterin.

Katja Förster 2014

Literatur

Katja Förster: Märkte und ihre Brunnen in Karlsruhe, in: Katja Förster, Markus Gruber, Matthias Maier: Märkte und ihre Brunnen, Karlsruhe 2011, S. 65-67 (= Häuser- und Baugeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs Karlsruhe Bd. 11).