Carl Friedrich Schmitt-Spahn, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oIII 672.

Carl Friedrich Schmitt-Spahn

Maler, Kunstgewerbler, * 14. Oktober 1877 Mannheim, † 14. März 1962 Karlsruhe, ev., ∞ 1913 Anna Ziegler, 3 Töchter.

Carl Friedrich Constantin Schmitt-Spahn, Sohn eines städtischen Beamten, besuchte die Bürgerschule und absolvierte 1896-1899 eine Lehre zum Dekorationsmaler an der Kunstgewerbeschule Karlsruhe. 1899-1907 war Schmitt-Spahn Schüler von Wilhelm Trübner und Ludwig Schmid-Reutte an der Großherzoglich Badischen Kunstschule. Bei Schmid-Reutte wurde er 1906 Meisterschüler und Assistent. Daneben arbeitete er als freier Künstler in der Dekorations- und Porträtmalerei.

1907 erhielt Schmitt-Spahn einen Lehrauftrag für dekorative Malerei sowie 1910 im Akt- und Figurenzeichnen an der Kunstgewerbeschule, wo er 1914 zum Zeichenlehrer ernannt wurde. Darüber hinaus betätigte er sich als Organisator und Leiter der Textilabteilung und der Werkstätten für Weberei-Stickerei-Färberei und Stoffdrucke. 1921-1933 hatte er die Leitung der Textilklasse an der 1920 benannten Badischen Landeskunstschule inne. Nach wiederholten Versuchen wurde ihm 1925 der Professorentitel verliehen. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Schmitt-Spahn entlassen und im Dezember 1933 in den Ruhestand versetzt. Sein weiteres Leben verbrachte er als Privatgelehrter.

Zu den bekanntesten Werken Schmitt-Spahns gehören die Portrait-Mosaiken im Kurhaus Baden-Baden. Außerdem schuf er zahlreiche Glockenentwürfe für die Glockengießerei Bachert.

René Gilbert 2016

Quellen

GLA 235/38259; StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten – Schmitt-Spahn, Carl Friedrich.

Literatur

Joseph August Beringer: Badische Malerei 1770-1920, Karlsruhe 1922, S. 272; Ulrich Thieme/Felix Becker (Begr.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart Bd. 30, Leipzig 1936, S. 171; Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart Bd. 4, Leipzig 1958, S. 203; Leo Mülfarth: Kleines Lexikon Karlsruher Maler, Karlsruhe 1980, S. 182.