Herbert Süverkrüp

Maler, * 24. Februar 1910 Karlsruhe, † 2. August 1986 Karlsruhe, ev., ∞ 1. 1934 Ida Frieda Drollinger, 2. 1968 Mathilde Finck, 1 Kind.

Herbert Georg Fritz Eduard Süverkrüp arbeitete 1932-1938 als Angestellter bei der Abteilung Topographie des Badischen Finanz- und Wirtschaftsministeriums. 1934-1936 war er förderndes Mitglied der SS, ab Mai 1937 Mitglied der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (NSDAP). Im Januar 1940 wurde Süverkrüp zur Wehrmacht eingezogen und nahm als Infanterist des Heeres, zuletzt im Rang eines Unteroffiziers, am Zweiten Weltkrieg teil. Nach einer Kriegsverletzung aus dem Militärdienst ausgeschieden, hatte Süverkrüp 1943-1945 einen Lehrauftrag als Fachlehrer für Lithografie an der Karlsruher Kunstakademie inne.

In seinem Entnazifizierungsverfahren wurde Süverkrüp im Oktober 1947 als Mitläufer eingestuft. Dies ermöglichte ihm die Wiedereinstellung an der Kunstakademie zum Sommersemester 1948.

René Gilbert 2017

Quellen

GLA 235/40170, 465 h/12499.

Literatur

Sylvia Bieber: Tradition als Verpflichtung – Die Karlsruher Kunstakademie der Jahre 1947 bis 1958, in: Die Malerei ist tot – es lebe die Malerei. 150 Jahre Kunstakademie Karlsruhe – die Professoren von 1947 bis 1987, hrsg. von der Stadt Karlsruhe – Städtische Galerie, S. 15-40, hier S. 26.