Gebäudeansicht der Brauerei Eglau, um 1920, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVf 204.

Brauerei Eglau

Die bedeutendste der Durlacher Brauereien eröffnete Karl Ludwig Eglau 1865 in einer ehemaligen Essigfabrik auf dem Areal des heutigen Weiherhofbades. Ein Jahr später wurde sie in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die an eine eigene Quelle angeschlossene Brauerei versorgte 22 Wirtschaften mit Bier. Eglau ging 1920 an die Brauerei Moninger über, Sudhaus und Maschinenhaus wurden abgerissen, da dort nicht mehr gebraut wurde. Grund für die Übernahme war der fehlende Nachfolger in der Familie Eglau, da der älteste Sohn von Max Eglau 1916 im Ersten Weltkrieg gefallen war und die jüngeren Söhne andere Berufe ergriffen hatten. Die Gebäude der Brauerei wurden schließlich 1973 abgerissen.

Anke Mührenberg 2012

Literatur

Barbara Guttmann: Hopfen und Malz. Die Geschichte des Brauwesens in Karlsruhe, Karlsruhe 1998 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 19) https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/stadtarchiv/HF_sections/content/ZZmoP4J3sb0PAe/Hopfen%20und%20Malz.pdf (Zugriff am 27. Dezember 2020).