Altbau anstelle des heutigen Werkbundhauses im Jahr 1974, Am Künstlerhaus 38, damals Durlacher Straße 38, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A27/28/2/32.
Foto: Feitenhansl 2014.

Am Künstlerhaus

Die Straße in der ehemaligen Tagelöhnersiedlung Dörfle im heutigen Stadtteil Innenstadt-Ost bildet ab dem Abzweig der Zähringerstraße die Verlängerung der Brunnenstraße. Sie verläuft in südwestlicher Richtung und endet am Waldhornplatz. Bis 1974 hieß die Straße Durlacher Straße, danach Brunnenstraße. 1986 erfolgte die Umbenennung dieses Abschnitts mit Wohn- und Geschäftshäusern zur Abgrenzung des Rotlichtbezirks in der restlichen Brunnenstraße.

Die Bebauung hat den Zweiten Weltkrieg ebenso wie die Flächensanierung im Rahmen der Altstadtsanierung ab 1970 nahezu unbeschadet überstanden. Sie setzt sich überwiegend aus zwei-, gelegentlich auch dreigeschossigen Wohnhäusern aus dem 19. Jahrhundert, oft mit Gewerbe oder Gastronomie, zusammen.

In der Nähe des neugeschaffenen Waldhornplatzes stehen die ab Ende der 1970er-Jahre erstellten Werkbundhäuser, namentlich das Stadthaus von Martin Einsele, 1988 (Nr. 32), und das Stadthaus der Münchener Architekten Heinz Hilmer und Christoph Sattler, 1980 (Nr. 38).

Das für die Straße namengebende Künstlerhaus (Nr. 47) beherbergt seit 1979 den Bezirksverband Karlsruhe e.V. des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK).

Roland Feitenhansl 2013

Literatur

Susanne Asche, Ernst Otto Bräunche, Jochen Karl Mehldau: Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 210 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Erich Lacker: Zielort Karlsruhe. Die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg, 2. Aufl. Karlsruhe 2005, (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 18); Peter Pretsch (Hrsg.): Das Dörfle - Altstadt Karlsruhe, Streifzüge durch die Ortsgeschichte. Karlsruhe 2013; Bezirksverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V., http://bbk-karlsruhe.de/wir-uber-uns/geschichte/ (Zugriff am 19. Juni 2013).