Schlaucherplatz

Der dreieckige Schlaucherplatz ist ein Veranstaltungsplatz im Karlsruher Stadtteil Daxlanden. Sein Name leitet sich von dem Wort Schlaucher, der Eigenbezeichnung der Daxlander, ab. Der Begriff Schlaucher geht wiederum auf den Ausdruck Schlauch zurück, der im örtlichen Sprachgebrauch einen versumpften Abzugsgraben bezeichnet, in welchem die Bewohner früher Fischfang betrieben.

Seinen Namen erhielt der Schlaucherplatz 1988. Zuvor befand sich auf ihm das von 1824-1826 errichtete und damals zwischen den Wirtshäusern Adler und Hirsch gelegene neue Daxlander Schulhaus, das nach dem Ersten Weltkrieg als Unterkunft für aus Elsass-Lothringen kommende Deutsche genutzt und 1974 abgerissen wurde.

Auf dem Schlaucherplatz finden seit 1996 jährlich das Narrenbaumstellen und Narrenbaumfällen sowie die Hexenbesenverbrennung der Freien Narrenzunft Daxlanden statt. Außerdem richtet die Daxlander Kohlebucklerschaft an den Adventssamstagen den örtlichen Christkindlmarkt auf ihm aus und alle zwei Jahre ist er Teil des Daxlander Straßenfests.

René Gilbert 2016

Literatur

Werner Burkart/Gottfried Ganz/Manfred Fellhauer/Manfred Koch/Edgar Morrison-Cleator (Hrsg.): Daxlanden – Die Ortsgeschichte, Karlsruhe 2007, passim.