Blick in die Willy-Andreas-Allee vor Beginn des Ausbaus zu einer Fahrbahn mit Parkstreifen und Gehweg, Juni 1972, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A23/175/7/5.

Willy-Andreas-Allee

Die Willy-Andreas-Allee beginnt an der Willy-Brandt-Allee und zieht in nordwestlicher Richtung bis zum Adenauerring. Sie wurde 1964 nach dem Historiker Willy Andreas (30. Oktober 1884 – 10. Juli 1967) benannt. Seit 1920 hieß sie Dunkelallee. Angelegt und benannt wurde sie mit der Planung der Hardtwaldsiedlung, in der sie die Karl-Schrempp-Straße und die Friedrich-Wolff-Straße kreuzte.

Die Willy-Andreas-Allee war zunächst Teil der Stangenacker Allee, eine der 17 vom Schloss in nördlicher Richtung in den Hardtwald im Halbkreis ausgehenden Waldalleen, die nach dem Gewann Stangenacker in der heutigen Nordweststadt benannt war. Die 17 nördlichen Waldalleen sind Teil der ehemaligen markgräflichen Jagdanlage in Form eines 32-strahligen Wegesterns. Sie waren nach Mitgliedern des mit der Grundsteinlegung des Schlosses ins Leben gerufenen Ritterordens zur Treue benannt, die Stangenacker Allee nach Franz Joseph Freiherrn von Bernhausen.

Die ursprüngliche Stangenacker Allee trägt heute in ihrem Verlauf drei unterschiedliche Namen: Bis zum Adenauerring heißt sie Willy-Andreas-Allee, dann bis zur Erzbergerstraße Michiganstraße und danach Alfons-Fischer-Allee.

Ernst Otto Bräunche 2015

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 207 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Adressbuch der Stadt Karlsruhe 2013, S. 1141.

Literatur

Lars Adler: Stadtgründung und Ordensstiftung. Die Fidelitasritter im historischen Gedächtnis der Fächerstadt, in: Blick in die Geschichte Nr. 93, 23. Dezember 2011, http://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/blick_geschichte/blick93/aufsatz1.de (Zugriff am 22. Juli 2015); Ernst Otto Bräunche: Von Adeligen, Gasthäusern und Bürgern – Karlsruher Straßennamen bis 1945, in: Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 9-21 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).