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De:Lexikon:bio-0507: Unterschied zwischen den Versionen

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<lex id="ereig-0105">Fußballnationalspieler</lex>, Gewerbelehrer, Studienrat, * 9. Dezember 1886 Karlsruhe, † 28. Juli 1950 Offenburg, Hildegard Grimm, 1 Sohn. <br/ ><br/ >
<lex id="ereig-0105">Fußballnationalspieler</lex>, Gewerbelehrer, Studienrat, * 9. Dezember 1886 Karlsruhe, † 28. Juli 1950 Offenburg, Hildegard Grimm, 1 Sohn. <br/ ><br/ >
Der sechsmalige, für seine elegante Spielweise und seine Kopfballstärke bekannte Fußballnationalspieler Ernst Hollstein wurde am 9. Dezember 1886 als Sohn des Bürovorstehers Ferdinand Hollstein in Karlsruhe geboren. Nach seinem Wechsel aus der Jugend des <lex id="ins-1214">FC Phönix</lex> zum <lex id="ins-0972">Karlsruher Fußballverein (KFV)</lex> gehörte er der Stammmannschaft des KFV an und bildete mit Fritz Gutsch eines der besten Verteidigerduos seiner Zeit.
Der sechsmalige, für seine elegante Spielweise und seine Kopfballstärke bekannte Fußballnationalspieler Ernst Hollstein wurde am 9. Dezember 1886 als Sohn des Bürovorstehers Ferdinand Hollstein in Karlsruhe geboren. Nach seinem Wechsel aus der Jugend des <lex id="ins-1214">FC Phönix</lex> zum <lex id="ins-0972">Karlsruher Fußballverein (KFV)</lex> gehörte er dessen Stammmannschaft an und bildete mit Fritz Gutsch eines der besten Verteidigerduos seiner Zeit. Mit ihm gewann der KFV 1910 als zweiter Karlsruher Verein die deutsche Fußballmeisterschaft.


Am 24. April 1910 bestritt er sein erstes Länderspiel. Da er sich 1913 mit nur 26 Jahren vom aktiven Sport zurückzog, um in Offenburg eine Stelle als Gewerbelehrer anzutreten, folgten nur fünf weitere Länderspiele in den Jahren 1910 bis 1912. Schon von Mai bis Dezember 1911 hatte Hollstein wegen des Abschlusses seines Studiums pausiert und erst zu Beginn des Jahres 1912 wieder für den KFV gespielt.
Am 24. April 1910 bestritt er sein erstes Länderspiel. Da er sich 1913 mit nur 26 Jahren vom aktiven Sport zurückzog, um in Offenburg eine Stelle als Gewerbelehrer anzutreten, folgten nur fünf weitere Länderspiele in den Jahren 1910 bis 1912. Schon von Mai bis Dezember 1911 hatte Hollstein wegen des Abschlusses seines Studiums pausiert und erst zu Beginn des Jahres 1912 wieder für den KFV gespielt.

Version vom 8. Juli 2025, 07:19 Uhr


Ernst Hollstein, Ausschnitt aus einem Mannschaftsfoto des KFV, 1911, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5316.

Ernst Hollstein

Fußballnationalspieler, Gewerbelehrer, Studienrat, * 9. Dezember 1886 Karlsruhe, † 28. Juli 1950 Offenburg, Hildegard Grimm, 1 Sohn.

Der sechsmalige, für seine elegante Spielweise und seine Kopfballstärke bekannte Fußballnationalspieler Ernst Hollstein wurde am 9. Dezember 1886 als Sohn des Bürovorstehers Ferdinand Hollstein in Karlsruhe geboren. Nach seinem Wechsel aus der Jugend des FC Phönix zum Karlsruher Fußballverein (KFV) gehörte er dessen Stammmannschaft an und bildete mit Fritz Gutsch eines der besten Verteidigerduos seiner Zeit. Mit ihm gewann der KFV 1910 als zweiter Karlsruher Verein die deutsche Fußballmeisterschaft.

Am 24. April 1910 bestritt er sein erstes Länderspiel. Da er sich 1913 mit nur 26 Jahren vom aktiven Sport zurückzog, um in Offenburg eine Stelle als Gewerbelehrer anzutreten, folgten nur fünf weitere Länderspiele in den Jahren 1910 bis 1912. Schon von Mai bis Dezember 1911 hatte Hollstein wegen des Abschlusses seines Studiums pausiert und erst zu Beginn des Jahres 1912 wieder für den KFV gespielt.

In Offenburg trainierte er nach dem Ersten Weltkrieg 1920 erfolgreich den in der 1. Kreisklasse spielenden Offenburger FV, trat danach aber nicht mehr fußballerisch in Erscheinung. 1921 wurde er Ehrenspielführer des KFV.

Ernst Otto Bräunche 2023

Quellen

Badische Neueste Nachrichten (BNN) vom 31. August 1950; Offenburger Tageblatt vom 29. Juli 1950, https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/6396480?query=Hollstein und vom 7. Oktober 1950, https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/6396912?query=Hollstein (Zugriff jeweils am 24. Januar 2023).

Literatur

Ernst Otto Bräunche: Fußballhochburg Karlsruhe, in: Ernst Otto Bräunche und Volker Steck (Hrsg.): Sport in Karlsruhe. Von den Anfängen bis heute, Karlsruhe 2006, S. 168-218, S. 189 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 28).