Wilhelm Friedrich Klose

Topograph, Oberst, * 6. Januar 1790 Karlsruhe, † 13. August 1860 Karlsruhe, ev., ∞ Elise Kiesselbach, Kinder.

Wilhelm Friedrich Klose war eines von sieben Kindern des markgräflich baden-durlachischen Kammerrats Karl Christian Klose und seiner Frau Henriette Sonntag. Sein Bruder August wurde Bankier und Oberbürgermeister in Karlsruhe und seine Schwester Friederike († 1824) heiratete den Kupferstecher Karl Ludwig Frommel. Er selbst besuchte das Karlsruher Gymnasium bis zur drittletzten Klasse, begann dann auf Drängen des Vaters eine kameralistische Ausbildung. Diese brach er jedoch bald ab, um 1807 auf Empfehlung Johann Gottfried Tullas in dessen Ingenieurschule einzutreten.

1810 begann Klose als Ingenieureleve bei der badischen Landvermessung. 1814/15 nahm er an den Feldzügen gegen Napoleon in Frankreich als Hauptmann des 6. Badischen Landwehrbataillons teil und kehrte danach als Hauptmann à la suite zur Landesvermessung zurück. Hier stieg Klose dank der schon von Tulla geschätzten Zuverlässigkeit und Genauigkeit seiner Arbeit zum Chef der militärisch-topographischen Abteilung des badischen Generalstabs auf. 1849 wurde Klose im Rang eines Oberst pensioniert. Von seinen Kindern erlangt vor allem der Kunstmaler Wilhelm Klose Bedeutung für Karlsruhe.

Manfred Koch 2015

Quellen

GLA Karlsruhe 69 Familienarchiv Klose; Joseph Victor von Scheffel. Inventar zu Nachlaß und Sammlung, Bd. I, hrsg. von Hansgeorg Schmidt-Bergmann und Hansmartin Schwarzmaier im Auftrag der Literarischen Gesellschaft/Scheffelbund (Schriften des Museums für Literatur am Oberrhein Bd. 2), 2001; StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten.

Literatur

Jordan: Wilhelm Friedrich Klose, in: Badische Biographien Bd. 3, S. 67 f.