Elise Brehm, geb. Zimmermann

Kommunalpolitikerin, * 26. November 1874 Karlsruhe, †5. Juli 1959, ∞ 18. Januar 1898 Friedrich Brehm († 1930).

Elise Brehm, die Ehefrau eines Handelsgärtners, wurde bei den ersten Karlsruher Gemeinderatswahlen nach der Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts im Mai 1919 für die linksliberale Deutsche Demokratische Parte (DDP) in die Stadtverordnetenversammlung gewählt, der sie bis zum 18. Oktober 1921 angehörte. An diesem Tag wurde sie bei einer Ersatzwahl für die verstorbene Stadträtin Anna Richter in den Stadtrat gewählt, dem Brehm bis zu den nächsten Gemeinderatswahlen im November 1922 angehörte.

Sie war nach der Einführung des allgemeinen Wahlrechts für Frauen Mitglied des Frauenarbeitsausschusses der Nationalliberalen Partei in Karlsruhe, der zahlreiche öffentliche Frauenversammlungen organisierte. Während ihrer Zeit als Stadträtin gehörte Brehm der städtischen Friedhofskommission an und war im Milchausschuss vertreten.

Leonie Richter 2019

Quellen

StadtAK 1/AEST 293, 1/H-Reg 4737, 1/POA 3929.

Literatur

Leonie Richter: Karlsruherinnen machen Politik. Die Stadträtinnen der Weimarer Jahre, in: Ernst Otto Bräunche/Frank Engehausen/Jürgen Schuhladen-Krämer: Aufbrüche und Krisen. Karlsruhe 1918-1933, Karlsruhe 2020, S. 181-196 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 35).