Der Platz im Jahr 2014, Foto: Oliver Buchmüller, HOB-DESIGN.

Julius-Leber-Platz

Julius-Leber-Platz ist der Name des Marktplatzes in Oberreut. Er liegt zentral im Stadtteil direkt an der Straßenbahnhaltestelle Oberreut Zentrum. Die Funktion des Marktplatzes erhielt der Platz am 11. September 1993, als er durch den damaligen Oberbürgermeister Gerhard Seiler in einem Festakt offiziell eingeweiht wurde. Zu diesem Anlass fand ein großes Fest statt, welches von der Volkswohnung GmbH und einigen Oberreuter Vereinen organisiert worden war. Seither findet dort jeden Freitagnachmittag ein Wochenmarkt statt. Dieser war zuvor seit 1975 auf dem inoffiziellen Oberreuter Markplatz, dem Parkplatzgelände vor der Gaststätte Oberreut in der Rudolf-Breitscheid-Straße, abgehalten worden.

War der Platz bei seiner Eröffnung 1993 noch namenlos, wurde er auf Antrag der SPD-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat am 16. November 2006, dem 115. Geburtstag Lebers, offiziell als Julius-Leber-Platz benannt. Der Name setzt die Tradition fort, in Oberreut Straßen und Plätze nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus zu benennen.

Platzgestalterisch ist der Julius-Leber-Platz, der die Form eines Rechtecks etwa von der Größe eines Handballfelds hat, vollständig gepflastert. Er ist ringsum mit zwölf Rosskastanien in zwölf Rundbeeten begrünt. Jedes Frühjahr findet auf ihm der von der Interessengemeinschaft Oberreut organisierte Oberreuter Platzflohmarkt statt.

René Gilbert 2015

Quellen

StadtAK 1/BOA 4633-4637; 1/H-Reg 8914; 1/SPA 213, 279-281.

Literatur

Bürgerverein Oberreut (Hrsg.): Oberreuter Waldpost, Jg. 28, Nr. 151 (1993), S. 2-11; Bürgerverein Oberreut (Hrsg.): Oberreuter Waldpost, Jg. 41, Nr. 5 (2006), S. 2 f.; Bürgerverein Oberreut (Hrsg.): 50 Jahre Oberreut 1964-2014, Karlsruhe 2014, S. 25, S. 34.