Maria-Terwiel-Straße

Die Maria-Terwiel-Straße im Stadtviertel Feldlage des Karlsruher Stadtteils Oberreut ist eine Stichstraße, die von der Bernhard-Lichtenberg-Straße abgeht und in einem Wendekreis kurz vor dem Weiße-Rose-Weg endet. Sie ist ausschließlich mit Reihenhausanlagen bebaut.

Benannt wurde sie 1991 nach der Widerstandskämpferin in der Zeit des Nationalsozialismus, Maria Terwiel (7. Juni 1910 - 5. August 1943), die jüdischer Abstammung war und während des Krieges Verbindung hatte zu der Widerstandsgruppe Schulze-Boysen. Sie half mit, Pässe für verfolgte Juden zu beschaffen. Als ihre Tätigkeit aufgedeckt wurde, wurde sie zusammen mit ihrem Verlobten verhaftet und in Plötzensee hingerichtet. Die Straße gehört zu einem kleinen Namensfeld von Straßen, die nach Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt wurden.

Alfred Becher 2018

Quelle

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 144 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7).