Beginn des Steinlesweges an der Rittnertstraße, 1958, Pfinzgaumuseum Durlach U I 584/118.
Steinlesweg 3, März 2011, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Erbacher 3134.

Steinlesweg

Der Steinlesweg im Karlsruher Stadtteil Durlach beginnt an der Rittnertstraße und verläuft als Anliegerstraße zur Straße Auf dem Guggelensberg. Er wurde 1924 nach einem Flurnamen benannt, der auf den Familiennamen „Steinle“ in Durlach zurückgeht. In einer Urkunde von 1576 heißt es „weingart am Steinle“.

Im Steinlesweg stehen einige Häuser unter Denkmalschutz oder werden in dieser Hinsicht geprüft: Haus Nummer 1 ist ein zweigeschossiges Wohnhaus mit Walmdach und Standerker mit Balkon. Es wurde 1923 von dem Architekten Gustav Dünkel für Otto Steponath, den Inhaber einer Eisenwarenhandlung an der Pfinzstraße, erbaut. Haus Nummer 2 ist ein eingeschossiger Massivbau in neobarocken Formen auf hohem Kellergeschoss mit Mansardwalmdach, drei Zwerchhäusern und zugehöriger Gartenmauer mit Tor und Eingangstreppe, erbaut 1923 von dem Architekten Hermann Reinhard Alker für Peter Rech.

Steinlesweg 3 ist das Wohnhaus Alker, eingeschossig und traufständig auf hohem rustiziertem Kellergeschoss, mit Spitzbogendach mit zwei großen Dachhäuschen, einem Standerker mit Balkon, das 1925 von dem Architekten für den eigenen Bedarf erbaut wurde. Umbau und die Erweiterung im Inneren erfolgten 1978 durch Dietrich Oertel aus Karlsruhe. Das Wohnhaus Steinlesweg 9, ein zweigeschossiger, verputzter Mauerwerksbau mit langgestrecktem Pultdach, Split-Level und gestaffeltem Grundriss wurde 1963-1966 nach Plänen des Karlsruher Architekten Prof. Reinhard Gieselmann für den Kernphysiker Prof. Dr. Dr. Wolf Häfele erbaut.

Alfred Becher 2018

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 189 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Steinlesweg&Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 8. März 2018).

Literatur

Ernst Schneider: Die Stadtgemarkung Karlsruhe im Spiegel der Flurnamen, Karlsruhe 1965, S. 138 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 1).