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| ⚫ | Hermann Göring wuchs in Deutschland auf, während die Eltern in Deutsch-Südwestafrika (Namibia) lebten, wo der Vater Reichskommissar war. Nach drei Jaheren zunächst am Humnaistischen Gymnasium in Führt, dann am Gymnasium Carolinum in Ansbach kam er 1905-1909 an die <lex id="ins-1138">Kadettenanstalt</lex> nach Karlsruhe. 1909 wechselte er an die Hauptkadettenanstalt Lichterfelde bei Berlin, wo er auch das Abitur machte. Nach einer Verwundung gleich bei Beginn des <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkriegs</lex> als Zugführer des 4. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 112, dem er seit 1912 angehörte, wechselte er zur Fliegertruppe und brachte es zum Kommandeur eines Jagdgeschwaders. Göring schloss sich 1922 der <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> an und stellte Verbindungen der Wirtschaft zu <lex id="bio-0043">Adolf Hitler</lex> her.<br/> Nach der <lex id="ereig-0111">Machtübertragung</lex> auf die NSDAP übernahm Göring eine Vielzahl von Ämtern in Partei, Regierung, Wirtschaft und Militär. Göring war an allen diktatorischen und verbrecherischen Maßnahmen der Nationalsozialisten verantwortlich beteiligt, wofür er im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946 zum Tode verurteilt wurde. Der Exekution entzog er sich durch Selbstmord. |
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Alfred Kube: Pour le mérite und Hakenkreuz, Hermann Göring im Dritten Reich, München 1986; Stefan Martens: Hermann Göring, "Erster Paladin des Führeres" und "Zweiter Mann im Reich", Paderborn 1985. |
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Aktuelle Version vom 19. Dezember 2025, 10:32 Uhr
Hermann Göring
Nationalsozialist, Reichsminister der Luftfahrt, Hauptkriegsverbrecher, * 12. Januar 1893 Rosenheim, † 15. Oktober 1946 Nürnberg, ∞ 1. 1923 Carin Freifrau von Kantzow, geb. Freiin von Fock, 2. Emmy Sonnemann, 1 Kind.
Hermann Göring wuchs in Deutschland auf, während die Eltern in Deutsch-Südwestafrika (Namibia) lebten, wo der Vater Reichskommissar war. Nach drei Jaheren zunächst am Humnaistischen Gymnasium in Führt, dann am Gymnasium Carolinum in Ansbach kam er 1905-1909 an die Kadettenanstalt nach Karlsruhe. 1909 wechselte er an die Hauptkadettenanstalt Lichterfelde bei Berlin, wo er auch das Abitur machte. Nach einer Verwundung gleich bei Beginn des Ersten Weltkriegs als Zugführer des 4. Badischen Infanterie-Regiments Nr. 112, dem er seit 1912 angehörte, wechselte er zur Fliegertruppe und brachte es zum Kommandeur eines Jagdgeschwaders. Göring schloss sich 1922 der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) an und stellte Verbindungen der Wirtschaft zu Adolf Hitler her.
Nach der Machtübertragung auf die NSDAP übernahm Göring eine Vielzahl von Ämtern in Partei, Regierung, Wirtschaft und Militär. Göring war an allen diktatorischen und verbrecherischen Maßnahmen der Nationalsozialisten verantwortlich beteiligt, wofür er im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess 1946 zum Tode verurteilt wurde. Der Exekution entzog er sich durch Selbstmord.
Als Göring 1936 die Ehrenbürgerwürde von Karlsruhe verliehen wurde, verband die Stadt damit die Anbringung einer Bronzetafel an der Kadettenanstalt. Am Tag der Verleihung, am 26. März, trat Göring in der Markthalle vor angeblich 12.000 Zuhörern auf. Die Umbenennungen des Gottesauer Platzes, der Nordoststraße in Wolfartsweier und des heutigen Heckenrosenwegs in Neureut nach Göring wurden 1945 ebenso rückgängig gemacht wie die Ehrenbürgerwürde 1946 aberkannt wurde.
Literatur
Alfred Kube: Pour le mérite und Hakenkreuz, Hermann Göring im Dritten Reich, München 1986; Stefan Martens: Hermann Göring, "Erster Paladin des Führeres" und "Zweiter Mann im Reich", Paderborn 1985.