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De:Lexikon:bio-1048: Unterschied zwischen den Versionen

 
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=Fritz Moser=
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Bildhauer, * 18. Januar 1898 Freiburg im Breisgau, † 6. Mai 1991 Karlsruhe, ∞ 1929 Sofie Frieda Böhringer (*1892), mind. 1 Sohn. <br/ ><br/ >
Bildhauer, * 18. Januar 1898 Freiburg im Breisgau, † 6. Mai 1991 Karlsruhe, ∞ 1929 Sofie Frieda Böhringer (* 1892), mind. 1 Sohn. <br/ ><br/ >
Fritz Moser besuchte die <lex id="ins-0906">Landeskunstschule Karlsruhe</lex>, wo er Schüler von <lex id="bio-0470">Georg Schreyögg</lex> und <lex id="bio-1573">Kurt Edzard</lex> war. Zu seinen frühesten Arbeiten gehört eine um 1920 geschaffene Büste des Zahnarztes <lex id="bio-1579">Emil Kimmich</lex>, der 1929 das Dentistische Institut Karlsruhe gründete. 1934 wurde Moser damit beauftragt, das <lex id="top-3214">Denkmal für die gefallenen städtischen Arbeiter, Angestellten und Beamten</lex> zu entwerfen, das heute im nördlichen Innenhof des Karlsruher <lex id="ins-1791">Rathauses</lex> steht. Als Mitglied (seit 1929) der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland erhielt Moser nach Kriegsende Schadenersatz für die ihm durch die <lex id="ereig-0016">Nationalsozialisten</lex> entzogenen anthroposophischen Bücher. 1950-1955 arbeitete er an der Rekonstruktion des <lex id="top-3233">Großherzog-Ludwig-Denkmals</lex> auf dem Karlsruher <lex id="top-3108">Marktplatz</lex>. 1961 folgte der Entwurf der Brunnenanlage vor der <lex id="ins-1278">Christkönigkirche</lex> <lex id="top-2374">Rüppurr</lex>. Ein weiteres Werk Mosers ist das Porträtrelief Maria Grethers, das im Besitz des Karlsruher <lex id="ins-0838">Stadtmuseums</lex> ist.
Fritz Moser besuchte die <lex id="ins-0906">Landeskunstschule Karlsruhe</lex>, wo er Schüler von <lex id="bio-0470">Georg Schreyögg</lex> und <lex id="bio-1573">Kurt Edzard</lex> war. Zu seinen frühesten Arbeiten gehört eine um 1920 geschaffene Büste des Zahnarztes <lex id="bio-1579">Emil Kimmich</lex>, der 1929 das Dentistische Institut Karlsruhe gründete. 1934 wurde Moser damit beauftragt, das <lex id="top-3214">Denkmal für die gefallenen städtischen Arbeiter, Angestellten und Beamten</lex> zu entwerfen, das heute im nördlichen Innenhof des Karlsruher <lex id="ins-1791">Rathauses</lex> steht. Als Mitglied (seit 1929) der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland erhielt Moser nach Kriegsende Schadenersatz für die ihm durch die <lex id="ereig-0016">Nationalsozialisten</lex> entzogenen anthroposophischen Bücher. 1950-1955 arbeitete er an der Rekonstruktion des <lex id="top-3233">Großherzog-Ludwig-Denkmals</lex> auf dem Karlsruher <lex id="top-3108">Marktplatz</lex>. 1961 folgte der Entwurf der Brunnenanlage vor der <lex id="ins-1278">Christkönigkirche</lex> <lex id="top-2374">Rüppurr</lex>. Ein weiteres Werk Mosers ist das Porträtrelief Maria Grethers, das im Besitz des Karlsruher <lex id="ins-0838">Stadtmuseums</lex> ist.
Moser lebte und arbeitete bis ins hohe Alter in Rüppurr. Seine Werkstatt befand sich in der <lex id="top-0521">Diakonissenstraße</lex> 29a.
Moser lebte und arbeitete bis ins hohe Alter in Rüppurr. Seine Werkstatt befand sich in der <lex id="top-0521">Diakonissenstraße</lex> 29a.
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GLA 235/7115, 276-1/9640, 508 Zugang 2004-60/2961; StadtAK 1/Wi-Ko-Amt 9095.
GLA 235/7115, 276-1/9640, 508 Zugang 2004-60/2961; StadtAK 1/Wi-Ko-Amt 9095.
==Literatur==
==Literatur==
Gerlinde Brandenburger/Manfred Großkinsky/Gerhard Kabierske/Ursula Merkel/Beatrice Vierneisel: Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945, 2. Aufl. Karlsruhe 1989, S. 649-653, 686 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 7) https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/stadtarchiv/HF_sections/content/ZZmmY1PdXpuoNV/Denkm%C3%A4ler%20Brunnen%20und%20Freiplastiken%20in%20Karlsruhe%201715-1945.pdf (Zugriff am 23. Dezember 2020).
Gerlinde Brandenburger/Manfred Großkinsky/Gerhard Kabierske/Ursula Merkel/Beatrice Vierneisel: Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945, 2. Aufl. Karlsruhe 1989, S. 649-653, 686 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 7).

Aktuelle Version vom 21. Juli 2025, 12:08 Uhr


Fritz Moser

Bildhauer, * 18. Januar 1898 Freiburg im Breisgau, † 6. Mai 1991 Karlsruhe, ∞ 1929 Sofie Frieda Böhringer (* 1892), mind. 1 Sohn.

Fritz Moser besuchte die Landeskunstschule Karlsruhe, wo er Schüler von Georg Schreyögg und Kurt Edzard war. Zu seinen frühesten Arbeiten gehört eine um 1920 geschaffene Büste des Zahnarztes Emil Kimmich, der 1929 das Dentistische Institut Karlsruhe gründete. 1934 wurde Moser damit beauftragt, das Denkmal für die gefallenen städtischen Arbeiter, Angestellten und Beamten zu entwerfen, das heute im nördlichen Innenhof des Karlsruher Rathauses steht. Als Mitglied (seit 1929) der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland erhielt Moser nach Kriegsende Schadenersatz für die ihm durch die Nationalsozialisten entzogenen anthroposophischen Bücher. 1950-1955 arbeitete er an der Rekonstruktion des Großherzog-Ludwig-Denkmals auf dem Karlsruher Marktplatz. 1961 folgte der Entwurf der Brunnenanlage vor der Christkönigkirche Rüppurr. Ein weiteres Werk Mosers ist das Porträtrelief Maria Grethers, das im Besitz des Karlsruher Stadtmuseums ist. Moser lebte und arbeitete bis ins hohe Alter in Rüppurr. Seine Werkstatt befand sich in der Diakonissenstraße 29a.

René Gilbert 2017

Quellen

GLA 235/7115, 276-1/9640, 508 Zugang 2004-60/2961; StadtAK 1/Wi-Ko-Amt 9095.

Literatur

Gerlinde Brandenburger/Manfred Großkinsky/Gerhard Kabierske/Ursula Merkel/Beatrice Vierneisel: Denkmäler, Brunnen und Freiplastiken in Karlsruhe 1715-1945, 2. Aufl. Karlsruhe 1989, S. 649-653, 686 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 7).