Diakonissenstraße

Die Diakonissenstraße im Karlsruher Stadtteil Rüppurr beginnt an der Herrenalber Straße bei der Hausnummer 41 und verläuft nach Osten mit den Querstraßen Hainbuchenweg, Heckenweg, Breisgaustraße, Rosenweg, Kraichgaustraße, Am Eichelgarten bis zur Graf-Eberstein-Straße, wo sie in die Steinmannstraße übergeht.

Die Diakonissenstraße bildet den südlichen Abschluss der Gartenstadt, deren Häuser auf ihrer Nordseite bis zur Nr. 29a unter Denkmalschutz stehen. Danach folgen bis zur Straße Am Eichelgarten aus den 1950er-Jahren eine Ladenzeile und zwei giebelständige Wohnblocks der Gartenstadt. Angrenzend folgt der Eichelgartenwald mit Wegen und Spielplätzen zur Naherholung. An der Südseite entstanden in den 1930er-Jahren freistehende zweigeschossige Mehrfamilienhäuser mit Mansarddächern. Die Hausnummern 26 und 28 nimmt das von der Straßenfront zurückgesetzte Evangelische Gemeindehaus ein, das der Architekt Gisbert von Teuffel 1932/33 plante. Er zeichnete auch verantwortlich für das nach der Kraichgaustraße 1931/33 errichtete Diakonissenkrankenhaus (seit 2016 Teil der ViDia Kliniken Karlsruhe), das sich durch ständige Erweiterungen heute bis zur Steinmannstraße erstreckt.

Den Bau der Straße beschloss der Karlsruher Stadtrat 1927, um zu verhindern, dass der Verkehr zu dem geplanten Krankenhaus durch die engen Straßen der Gartenstadt erfolgen musste. Benannt wurde die Straße 1927 nach den Diakonissen, die zur evangelischen Schwesternschaft gehören. Ihr Wirkungsbereich erstreckt sich von der Krankenpflege, Altenhilfe, Heimerziehung bis hin zur psychosozialen Betreuung.

Manfred Koch 2019

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 67 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/detail.php?id=02385 (Zugriff am 29. Oktober 2018).

Literatur

Günther Philipp (Hrsg.): Rüppurrer Straßen und Lebensräume, Karlsruhe 2006, S. 79-83 (= Rüppurrer Hefte Bd. 3).