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Wilhelm August Leopold Noë

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Wilhelm August Leopold Noë

Wilhelm Noë 1909, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5580.
Wilhelm Noë 1909, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 5580.

Fußballspieler und -trainer, Kaufmann, * 6. Dezember 1890 Karlsruhe, † 18. Juli 1956 Hamm, kath., ∞ 1. 14. Oktober 1922 Luise Wilhelmine Ella Schulze † 23. März 1948 Hamm, 2. 1948 Amalie Elisabeth Margarethe Stabe Rhynern, Kreis Unna.

Der Sohn des Finanzassistenten August Noë spielte von 1906 bis 1910 für die erste Mannschaft des Karlsruher FC Phönix als linker Halbstürmer. Da er 1951 anlässlich des 55-jährigen Bestehens des FC Phönix unter den Mitgliedern genannt wird, die dem Verein 50 Jahre angehören, trat er dem Verein offensichtlich schon 1899 als Volksschüler bei - 1902 war er dann in der Quinta des Gymnasiums. 1905 gewann er mit der 1B-Mannschaft die B-Klassenmeisterschaft gegen Kickers Offenbach. 1909 schoss er gegen Breslau im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zwei Tore und trug so maßgeblich zum 4:2-Sieg bei. Im Juli 1910 verließ er den FC Phönix und spielte ein gutes Jahr bei Viktoria Hamburg.

Ein Nachruf in den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) hält fest, dass "Berufsausbildung, Militärdienstzeit, Kriegsdienszeit" ihn zu Saar 05 Saarbrücken, Viktoria Hamburg, Eintracht Hannover, Halle 96 und Arminia Bielefeld führte. Von Oktober 1911 bis Juni 1913 – offensichtlich während seiner Militärausbildung - hatte er auch nochmal für den FC Phönix gespielt, der seinen Leistungszenit aber bereits überschritten hatte und nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen konnte. Mit Arminia Bielefeld wurde er nach dem Ersten Weltkrieg als Mannschaftskapitän noch zweimal Westdeutscher Meister.

In Bielefeld gründete er am 11. Oktober 1920 ein Sportgeschäft, das zum 12. Dezember 1933 aus dem Gewerberegister gestrichen wurde. Nach seiner Fußballerlaufbahn bestand er die Sportlehrerprüfung in Berlin bei Otto Nerz und arbeitete als Trainer des VfB Bielefeld, den er 1931 bis in die Endrunde der Deutschen Meisterschaft führte, den Verein im Februar 1932 aber verließ. Danach trainierte er kurz Arminia Bielfeld, ehe ihn eine "ehrenvolle Berufung" (Beilage der Westfälischen Neuesten Nachrichten vom 26. Juni 1934) nach Halle (Saale) führte. Dort trainierte er Halle 96 und arbeitete auch für die Stadt Bitterfeld. In Hamm, wohin er 1947 gezogen war, trainierte er bis 1954 ebenfalls noch verschiedene kleinere Vereine.

Ernst Otto Bräunche 2026

Quellen

StadtA Bielefeld Bestand 104,2.20/Standesamt, Personenstandsregister, Nr. 200-1922,3: Heiratsregister Bielefeld 1922, Bd. 3, Nr. 741/1922, Bestand 104,1/Ordnungsamt, Nr. 1182; StadtA Hamm Standesbücher, Meldekartei; Kurt Führmann: Wilhelm Noë gestorben, in Badische Neueste Nachrichten vom 23. Juli 1956 https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/pageview/8784930?query=%22Wilhelm%20Noe%22 (Zugriff am 7. April 2026).