Vogelbräu in der Kapellenstraße 46-48, 1993, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVe 871.

Der Vogelbräu

Der Konzentrationsprozess in der deutschen Brauindustrie auf wenige große Brauereikonzerne ab Mitte der 1960er-Jahre führte in den 1970er-Jahren zu einer Renaissance der althergebrachten Hausbrauerei. Zu den Vorreitern im badischen Raum gehörte der aus Busenbach stammende Rudi Vogel, der nach dem Studium der Brau- und Getränketechnologie an der Freisinger Hochschule Weihenstephan-Triesdorf 1985 mit dem Vogelbräu in der Kapellenstraße 50 die erste Karlsruher Lokalitäten-Brauerei eröffnete. Das in kleinen Mengen gebraute Bier wird hier ausschließlich für den Ausschank in der eigenen Gaststätte produziert. Das erste unfiltrierte Bier, das 1985 zum Ausschank kam, das Vogelbräu Pils, stieß sogleich auf große Resonanz.

1988 eröffnete Vogel im alten Ettlinger Kino in der Rheinstraße 4 mit dem Vogel Hausbräu Ettlingen eine zweite Hausbrauerei, die wie das Karlsruher Stammhaus über großzügige Wirtschaftsräume und Biergarten verfügt. Nach der Übernahme des einstigen "Ball- und Brauhauses Watzke" in Dresden 1996 erfolgte mit dem Vogel Hausbräu Durlach in der Amalienbadstraße 16 im Jahr 2004 die Eröffnung der dritten Vogel Hausbrauerei in Baden. Heute bietet der Vogelbräu über 15 verschiedene unfiltrierte Biersorten wie Schwarz-, Rauch-, Dreikorn- und Dinkelbier, Doppelbock, helles und dunkles Hefeweizen an.

Katja Förster 2014

Literatur

http://www.vogelbraeu.de (Zugriff am 11. Februar 2014; http://www.watzke.de (Zugriff am 11. Februar 2014).