Stadtarchiv Karlsruhe 8/Alben 13/14b.

Friedrich Hoepfner

Brauereibesitzer, Stadtrat, * 24. April 1846 Eggenstein/Lkr. Karlsruhe, † 23. November 1921 Karlsruhe, ev., ∞ 1872 Karoline Neck, Kinder.

Nach Ausbildung zum Bierbrauer und Tätigkeit in der kaufmännischen Buchführung übernahm Hoepfner 1872 die seit 1850 in Karlsruhe bestehende Brauerei Hoepfner seines Vaters Jakob Friedrich Hoepfner. Hoepfner gestaltete den Betrieb zu einem modernen Großbetrieb um und ließ 1896-1898 im neuen Industriegebiet im Osten der Stadt nach den Plänen von Johann Hantschel den dazu erforderlichen modernen Brauereibetrieb im neugotischen Stil errichten (Hoepfnerburg).

1882-1892 gehörte Hoepfner für die Nationalliberale Partei der Stadtverordnetenversammlung und 1892-1911 dem Stadtrat an. Im Stadtrat arbeitete er in der Arbeitsversicherungs-, der Archiv-, der Fest-, der Rheinhafen- und der Stadtgartenkommission sowie im Armenrat mit. Als Inspektor des städtischen Hafenamts 1902-1911 erwarb sich Hoepfner Verdienste um den Ausbau des seit 1901 in Betrieb stehenden Rheinhafens. Zudem wirkte Hoepfner seit 1882 als Kirchenältester in der Baukommission der Christus- und der Lutherkirche. 1893-1898 war er Vorsitzender des Krankenkassenverbands.

Für seine kommunalpolitischen Verdienste wurde der Kommerzienrat Hoepfner 1902 mit dem Ritterkreuz 1. Klasse des Zähringer Löwenordens ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er die Badische Jubiläums-Medaille.

Marco Wagner 2012

Quelle

StadtAK 1/POA 2/877; Chronik der Landeshauptstadt Karlsruhe für die Jahre 1920-1923, S.159.

Werk

Die Entwicklung der Brauerei Friedrich Hoepfner Karlsruhe. 1798-1900. Ein Beitrag zur Geschichte der Industrie unserer Stadt, Karlsruhe 1900.

Literatur

Barbara Guttmann: Hopfen und Malz. Die Geschichte des Brauwesens in Karlsruhe, hrsg. von Heinz Schmitt und Ernst Otto Bräunche, Karlsruhe 1998 (=Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 19); Friedrich Georg Hoepfner (Hrsg.): Die Hochburg der Braukunst. 200 Jahre Hoepfner. 1798-1998, Karlsruhe 1998.