Verein für Bewegungsspiele Südstadt 1896

Der VfB Südstadt 1896, der unter Mitwirkung von Walther Bensemann gegründet wurde, blieb im Wesentlichen ein Fußballverein, der ab 1982 auch eine Tennisabteilung mit zeitweise 200 Mitgliedern hatte. Einen Spielplatz fand man zunächst beim alten Messplatz, zwischen heutiger Hermann-Billing-Straße und Beiertheimer Allee gelegen, nach 1900 an der Tivoliwiese am Ende der Rüppurrer Straße. Die gleichnamige Gastwirtschaft diente als Vereinslokal. 1911 konnte ein Gelände auf den Fautenbruchwiesen am Erlenweg, nahe beim Wasserwerk Durlacher Wald (Oberwald), gepachtet werden auf dem auch ein Clubhaus errichtet wurde.

1924 trat der Verein aus dem Deutschen Fußball-Bund aus und wechselte in die Arbeitersportbewegung. Als Arbeitersportverein wurde er 1933 von den Nationalsozialisten verboten, 1946 erfolgte die Neugründung und unter Bestehen auf seine vor 1933 geltenden Rechte konnte der Verein sein altes Sportgelände wieder nutzen. 1955 erfolgte die Verlegung des Sportgeländes wie die der anderen Vereine in den Fautenbruchwiesen aus Wasserschutzgründen an die Ettlinger Allee, wo 1956 auch das neue Clubhaus fertiggestellt wurde.

Im Zusammenhang mit der projektierten Südtangente musste die Sportanlage 1980-1982 um eine kurze Distanz verlegt werden, auch ein Vereinsheimneubau, weil das alte zu nahe an der Schwarzwaldbrücke lag, wurde notwendig. Dabei entstanden erstmals neu Tennis-, Kegel- und Leichtathletikeinrichtungen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 300 Mitglieder. 2001 erfolgte nach einer längeren Phase wirtschaftlicher Probleme und geringen Mitgliedschaftsaktivitäten die Fusion mit dem Postsportverein Karlsruhe zum Post Südstadt Karlsruhe e.V.

Volker Steck 2012

Quellen

100 Jahre VfB Südstadt, Karlsruhe 1996; Illustrierte Chroniken der Karlsruher Sportvereine: http://web2.karlsruhe.de/sportarchiv/detail.php?verein=PSK (Zugriff am 7. August 2015); StadtAK 1/H-Reg 10.000.