Das Milchhäusle, Teil des alten Gutshofs, Spitalhof 2a, 1999, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Erbacher 3471.

Spitalhof

Die Straße Spitalhof im Karlsruher Stadtteil Hohenwettersbach beginnt an der Lindenstraße in Verlängerung der Straße Am Lustgarten, verläuft über den Wolfartsweierer Weg, Hintere Spitalstraße und Schilling-von-Canstatt-Straße und wird außerhalb des Ortes durch die Kreisstraße 9652 fortgeführt.

Unter Denkmalschutz stehen folgende Gebäude: Spitalhof 1 ist das ehemalige Herrenhaus des Schilling von Canstatt‘schen Gutes, ein sogenanntes Schloss mit Park und Parkeinfriedung, das 1760-63 unter Karl Friedrich Freiherr Schilling von Canstatt von Dominik Berckmüller errichtet wurde. Im Spitalhof 2, 4a, 4b, 4c, 4d, 4e, 4f und 6 befinden sich das Verwalterhaus, ein zweigeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach aus dem Ende des 18. bzw. frühen 19. Jahrhunderts (Spitalhof 2), die Ökonomiebauten mit Pferde- und Viehställen sowie nach Großbränden 1897 und 1903 in unverputztem Sandstein über winkelförmigem Grundriss neu errichtete Scheunenteile. Zusätzlich gibt es eine Wagenremise, ein freistehender, 1917/18 errichteter Fachwerkbau und eine ehemalige Schmiede in einem kleinen unverputzten Sandsteinbau mit preußischem Kappengewölbe von 1898. Ebenfalls denkmalgeschützt ist die Umfriedung des Anwesens mit Mauerzügen aus Sandstein. In den sanierten Gebäuden des alten Spitalhofs befinden sich unter anderem eine Kindertagesstätte, ein Hofladen mit Gastronomie (Milchhäusle), eine Musikschule, die Gutsverwaltung Schilling von Canstatt, Gewerbebetriebe und Wohnungen.

Die Spitalstraße wurde anlässlich der Eingemeindung 1972 umbenannt. Die Bezeichnung geht auf ehemaligen Besitz des Spitals Ettlingen in Hohenwettersbach zurück.

Alfred Becher 2018

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 185 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Spitalhof&Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 22. November 2018).