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De:Lexikon:ins-1588: Unterschied zwischen den Versionen

 
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Der Bürgerverein der Weststadt ist die Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner des Karlsruher Stadtteils <lex id="top-2933">Weststadt</lex>. Sein Zweck besteht laut Satzung in der Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, des Natur- und Umweltschutzes und der Landschaftspflege, der Förderung von Kunst und Kultur sowie der Jugend- und Altenhilfe.
Der Bürgerverein der Weststadt ist die Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner des Karlsruher Stadtteils <lex id="top-2933">Weststadt</lex>. Sein Zweck besteht laut Satzung in der Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, des Natur- und Umweltschutzes und der Landschaftspflege, der Förderung von Kunst und Kultur sowie der Jugend- und Altenhilfe.


Der Verein wurde am 22. Februar 1894 in der Gaststätte Storchennest von 52 Bürgern gegründet mit dem Zweck des geselligen Beisammenseins und der Förderung der Interessen des Stadtteils. Unmittelbarer Anlass der Vereinsgründung war aber der durch Abfälle und Aas entstehende unangenehme Geruch des damals noch offenen <lex id="top-1670">Landgrabens</lex>, für dessen Überbauung sich der Bürgerverein in seiner Anfangszeit erfolgreich einsetzte. 1919 schloss sich der Bürgerverein mit der seit 1904 bestehenden und ähnliche Ziele verfolgenden Weststadtgesellschaft zur Bürgervereinigung der Weststadt zusammen. Deren erste größere Aktivität nach dem Ende des <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkriegs</lex> bestand in der Ausrichtung eines Volksfests, dem <lex id="ereig-0187">Lindenblütenfest</lex>, auf dem <lex id="top-1045">Gutenbergplatz</lex>. Ein weiteres wesentliches Anliegen des Vereins bestand in der Sicherstellung einer nahe gelegenen Bade- und Schwimmgelegenheit, nachdem das Freibad an der <lex id="top-0027">Alb</lex> und das <lex id="ins-1518">Militärschwimmbad</lex> am <lex id="ins-0293">Kühlen Krug</lex> wegen der Albverschmutzung für die Öffentlichkeit gesperrt wurden. Das Militärschwimmbad wurde 1921 durch den <lex id="ins-1751">Karlsruher Schwimmverein von 1899</lex> als Hallenbad West übernommen. 1929 konnte der Bürgerverein den Weiterbetrieb des Schwimmbads bis zu seiner Zerstörung 1944 sicherstellen.
Der Verein wurde am 22. Februar 1894 in der Gaststätte Storchennest in der <lex id="top-2415">Scheffelstraße</lex> 46 von 52 Bürgern gegründet mit dem Zweck des geselligen Beisammenseins und der Förderung der Interessen des Stadtteils. Unmittelbarer Anlass der Vereinsgründung war aber der durch Abfälle und Aas entstehende unangenehme Geruch des damals noch offenen <lex id="top-1670">Landgrabens</lex>, für dessen Überbauung sich der Bürgerverein in seiner Anfangszeit erfolgreich einsetzte. 1919 schloss sich der Bürgerverein mit der seit 1904 bestehenden und ähnliche Ziele verfolgenden Weststadtgesellschaft zur Bürgervereinigung der Weststadt zusammen. Deren erste größere Aktivität nach dem Ende des <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkriegs</lex> bestand in der Ausrichtung eines Volksfests, dem <lex id="ereig-0187">Lindenblütenfest</lex>, auf dem <lex id="top-1045">Gutenbergplatz</lex>. Ein weiteres wesentliches Anliegen des Vereins bestand in der Sicherstellung einer nahe gelegenen Bade- und Schwimmgelegenheit, nachdem das Freibad an der <lex id="top-0027">Alb</lex> und das <lex id="ins-1518">Militärschwimmbad</lex> am <lex id="ins-0293">Kühlen Krug</lex> wegen der Albverschmutzung für die Öffentlichkeit gesperrt wurden. Das Militärschwimmbad wurde 1921 durch den <lex id="ins-1751">Karlsruher Schwimmverein von 1899</lex> als Hallenbad West übernommen. 1929 konnte der Bürgerverein den Weiterbetrieb des Schwimmbads bis zu seiner Zerstörung 1944 sicherstellen.


Nachdem am 30. Juni 1934 noch die 40-Jahr-Feier des Vereins begangen werden konnte, folgte 1935 die von den <lex id="ereig-0016">nationalsozialistischen</lex> Machthabern erzwungene „freiwillige“ Auflösung. 1947 wurde der Verein als „Bürgerverein der Weststadt“ wiedergegründet. Seit der Nachkriegszeit besteht eine wichtige permanente Aufgabe des Bürgervereins in der konstruktiv-kritischen Begleitung von Bauvorhaben, Infrastrukturmaßnahmen und der Verkehrsplanung. So wirkte der Bürgerverein beispielsweise mit an der Planung der Überführung am <lex id="ins-1759">Westbahnhof</lex>, der Anlage von Kinderspielplätzen, der Bebauung des <lex id="top-0299">Beiertheimer Felds</lex> oder dem Schulhausbau. Außerdem kam es auf seine Initiative 1960-1962 zur Rekonstruktion der im <lex id="ereig-0074">Zweiten Weltkrieg</lex> eingeschmolzenen Bronzeteile des Krautkopfbrunnens auf dem Gutenbergplatz, der am 5. August 1962 wieder eingeweiht wurde.
Nachdem am 30. Juni 1934 noch die 40-Jahr-Feier des Vereins begangen werden konnte, folgte 1935 die von den <lex id="ereig-0016">nationalsozialistischen</lex> Machthabern erzwungene „freiwillige“ Auflösung. 1947 wurde der Verein als „Bürgerverein der Weststadt“ wiedergegründet. Seit der Nachkriegszeit besteht eine wichtige permanente Aufgabe des Bürgervereins in der konstruktiv-kritischen Begleitung von Bauvorhaben, Infrastrukturmaßnahmen und der Verkehrsplanung. So wirkte der Bürgerverein beispielsweise mit an der Planung der Überführung am <lex id="ins-1759">Westbahnhof</lex>, der Anlage von Kinderspielplätzen, der Bebauung des <lex id="top-0299">Beiertheimer Felds</lex> oder dem Schulhausbau. Außerdem kam es auf seine Initiative 1960-1962 zur Rekonstruktion der im <lex id="ereig-0074">Zweiten Weltkrieg</lex> eingeschmolzenen Bronzeteile des Krautkopfbrunnens auf dem Gutenbergplatz, der am 5. August 1962 wieder eingeweiht wurde.

Aktuelle Version vom 25. Oktober 2026, 16:51 Uhr


Bürgerverein der Weststadt

Der Bürgerverein der Weststadt ist die Interessenvertretung der Bewohnerinnen und Bewohner des Karlsruher Stadtteils Weststadt. Sein Zweck besteht laut Satzung in der Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde, des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, des Natur- und Umweltschutzes und der Landschaftspflege, der Förderung von Kunst und Kultur sowie der Jugend- und Altenhilfe.

Der Verein wurde am 22. Februar 1894 in der Gaststätte Storchennest in der Scheffelstraße 46 von 52 Bürgern gegründet mit dem Zweck des geselligen Beisammenseins und der Förderung der Interessen des Stadtteils. Unmittelbarer Anlass der Vereinsgründung war aber der durch Abfälle und Aas entstehende unangenehme Geruch des damals noch offenen Landgrabens, für dessen Überbauung sich der Bürgerverein in seiner Anfangszeit erfolgreich einsetzte. 1919 schloss sich der Bürgerverein mit der seit 1904 bestehenden und ähnliche Ziele verfolgenden Weststadtgesellschaft zur Bürgervereinigung der Weststadt zusammen. Deren erste größere Aktivität nach dem Ende des Ersten Weltkriegs bestand in der Ausrichtung eines Volksfests, dem Lindenblütenfest, auf dem Gutenbergplatz. Ein weiteres wesentliches Anliegen des Vereins bestand in der Sicherstellung einer nahe gelegenen Bade- und Schwimmgelegenheit, nachdem das Freibad an der Alb und das Militärschwimmbad am Kühlen Krug wegen der Albverschmutzung für die Öffentlichkeit gesperrt wurden. Das Militärschwimmbad wurde 1921 durch den Karlsruher Schwimmverein von 1899 als Hallenbad West übernommen. 1929 konnte der Bürgerverein den Weiterbetrieb des Schwimmbads bis zu seiner Zerstörung 1944 sicherstellen.

Nachdem am 30. Juni 1934 noch die 40-Jahr-Feier des Vereins begangen werden konnte, folgte 1935 die von den nationalsozialistischen Machthabern erzwungene „freiwillige“ Auflösung. 1947 wurde der Verein als „Bürgerverein der Weststadt“ wiedergegründet. Seit der Nachkriegszeit besteht eine wichtige permanente Aufgabe des Bürgervereins in der konstruktiv-kritischen Begleitung von Bauvorhaben, Infrastrukturmaßnahmen und der Verkehrsplanung. So wirkte der Bürgerverein beispielsweise mit an der Planung der Überführung am Westbahnhof, der Anlage von Kinderspielplätzen, der Bebauung des Beiertheimer Felds oder dem Schulhausbau. Außerdem kam es auf seine Initiative 1960-1962 zur Rekonstruktion der im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzenen Bronzeteile des Krautkopfbrunnens auf dem Gutenbergplatz, der am 5. August 1962 wieder eingeweiht wurde.

Darüber hinaus bietet der Verein regelmäßig kulturelle und gesellige Veranstaltungen. Zu diesen gehörten bzw. gehören der Silvesterball, der Rosenmontagsball, das Frühlingsfest, das Lindenblütenfest, die Herbstfeier und die Weihnachtsfeier. Die erste Ausgabe des Mitteilungsblatts des Bürgervereins Weststadtspiegel erschien erstmals im Jahr 1950. Das Informationsorgan erscheint sechsmal im Jahr und wird unentgeltlich an alle Haushalte der Weststadt verteilt.

Vorsitzende des Bürgervereins waren Jakob Friedrich Nagel (1894-1903), Friedrich Nagel (1903-1911), Wilhelm Lipp (1911-1920), Johannes Melchior Burger (1920-1924), Franz Herrmann (1924-1930), Ernst Lützerath (1930-1932), Gottfried Zinser jun. (1932-1934), August Loser (1934-1935), Hermann Kaefer/Paul Kolb (1947-1948), Franz Luipold (1948-1965), Rudolf Schmerbeck (1965-1978), Horst Diefenbach (1978-1998), Hans-Joachim Kessler (1998-2015) und Joachim Kluge (2015-2017). Seit 2017 hat Marcus Burkard dieses Amt inne.

René Gilbert 2019

Quelle

StadtAK 8/StS 20/816.

Literatur

Eugen Singer: Der Bürgerverein der Weststadt, in: Festschrift anlässlich der 65. Gründungs-Feier des Bürgervereins der Weststadt Karlsruhe. Weststadtspiegel 27 (1959), S. 11-45; 80 Jahre Bürgerverein der Weststadt Karlsruhe e. V. 1894-1974; Roland Eichler: Die Weststadt im Spiegel der Zeit. Festschrift zum 100jährigen Jubiläum des Bürgervereins der Weststadt Karlsruhe e. V., Karlsruhe 1994; Bürgerverein der Weststadt e. V. (Hrsg.): 100 Jahre Lindenblütenfest – 125 Jahre Bürgerverein, Karlsruhe 2019 (Festschrift); Homepage des Bürgervereins der Weststadt, http://www.ka-w.de/ (Zugriff am 5. Mai 2019).