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De:Lexikon:bio-2214: Unterschied zwischen den Versionen

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<lex id="ereig-0105">Fußballspieler</lex>, Kaufmann, * 17. November 1888 Karlsruhe, † 21. September 1963 Karlsruhe, ev., ∞ 1919 Else Berberich, 4 Kinder. <br/ ><br/ >
<lex id="ereig-0105">Fußballspieler</lex>, Kaufmann, * 17. November 1888 Karlsruhe, † 21. September 1963 Karlsruhe, ev., ∞ 1919 Else Berberich, 4 Kinder. <br/ ><br/ >
Fritz Tscherter, Sohn eines Schuhmachers, begann 1903 als Lehrling bei der Karlsruher Niederlassung der Mülheimer Transport- und Kohlehandelsfirma Winschermann & Cie., bei der er anschließend bis zu seiner Pensionierung arbeitete. 1920 übernahm er die Leitung der Platzhandlungsabteilung mit Handlungsvollmacht. Geschäftsführer mit Prokura wurde er 1949, nachdem er 1945 zunächst als Kommissarischer Geschäftsführer fungiert hatte. Lange war er Vorsitzender des Verbandes der Kohlenhändler Karlsruhe und Umgebung und Mitglied der <lex id="ins-1072">Industrie- und Handelskammer</lex>.
Fritz Tscherter, Sohn eines Schuhmachers, begann 1903 als Lehrling bei der Karlsruher Niederlassung der Mülheimer Transport- und Kohlehandelsfirma Winschermann & Cie., bei der er anschließend bis zu seiner Pensionierung arbeitete. 1920 übernahm er die Leitung der Platzhandlungsabteilung mit Handlungsvollmacht. Geschäftsführer mit Prokura wurde er 1949, nachdem er 1945 zunächst als Kommissarischer Geschäftsführer fungiert hatte. Lange war er Vorsitzender des Verbandes der Kohlenhändler Karlsruhe und Umgebung und Mitglied der <lex id="ins-1072">Industrie- und Handelskammer</lex>.

Version vom 6. Oktober 2026, 11:57 Uhr


Friederich (Fritz) Hermann Tscherter

Fritz Tscherter, 1911, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto des KFV, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1301.
Fritz Tscherter, 1911, Ausschnitt aus einem Gruppenfoto des KFV, Stadtarchiv Karlsruhe 8/SpoA 1301.

Fußballspieler, Kaufmann, * 17. November 1888 Karlsruhe, † 21. September 1963 Karlsruhe, ev., ∞ 1919 Else Berberich, 4 Kinder.

Fritz Tscherter, Sohn eines Schuhmachers, begann 1903 als Lehrling bei der Karlsruher Niederlassung der Mülheimer Transport- und Kohlehandelsfirma Winschermann & Cie., bei der er anschließend bis zu seiner Pensionierung arbeitete. 1920 übernahm er die Leitung der Platzhandlungsabteilung mit Handlungsvollmacht. Geschäftsführer mit Prokura wurde er 1949, nachdem er 1945 zunächst als Kommissarischer Geschäftsführer fungiert hatte. Lange war er Vorsitzender des Verbandes der Kohlenhändler Karlsruhe und Umgebung und Mitglied der Industrie- und Handelskammer.

Seine sportliche Karriere hatte er 1903 zunächst als Turner beim Karlsruher Turnverein begonnen, 1906 wechselte er zum in der Weststadt ansässigen FC Germania Karlsruhe, der sich 1911 mit dem FC Weststadt zum VfB Karlsruhe zusammenschloss. Zu diesem Zeitpunkt spielte Tscherter seit 1908 beim Karlsruher Fußballverein (KFV), mit dem er seine größten Erfolge erzielte, obwohl er noch am 1. Februar 1908 zum Ersten Schriftführer des FC Germania gewählt worden war.

In den Jahren 1910 bis 1912 nahm er mit dem KFV auch an den Spielen um die Deutsche Meisterschaft teil. 1910 gehörte zur Meisterelf des KFV, 1912 zur Vizemeistermannschaft. Trotz seiner spielerischen Qualitäten spielte er nie in der deutschen Nationalmannschaft, wo er mit Karl Wegele vom FC Phönix starke Konkurrenz hatte. Dafür stand er wiederholt in der Süddeutschen Auswahlmannschaft und bestritt Spiele um den Kronprinzenpokal.

Auch nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn 1922 blieb er dem Verein als Spielausschussvorsitzender treu. Im Juni 1921 wurde er Ehrenspielführer, 1956 Ehrenmitglied des KFV und 1936 Spielausschussvorsitzender. Obwohl der KFV zu den Mannschaften gehörte, die 1933 sogleich nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten Juden ausschlossen, hielt Tscherter sich von den neuen Machthabern fern. So suchte sein Mitspieler in der Meisterschaft Gottfried Fuchs, der wegen seiner jüdischen Herkunft 1938 fliehen musste und so den Vernichtungsaktionen der Nationalsozialisten entkam, bei seinem Besuch in Karlsruhe den Kontakt zu ihm, während er zum KFV zeitlebens auf Distanz blieb.

Auch als Sänger war er aktiv: 1959 wurde er nach 40-jähriger Mitgliedschaft Ehrenmitglied des Gesangvereins Concordia. Auch der Liederhalle gehörte Tscherter an, 1925 wird er als Mitglied des Unterhaltungsausschusses genannt.

Ernst Otto Bräunche 2026

Quellen

GLA 233/42604; StadtAK 1/Wi-ko-Amt 5027, 8/ZGS Personen; Thomas Alexander Staisch: Biografie: Fritz Tscherter – Der Mann mit dem Homburger, der die KFV-Stürmer berühmt machte – aber selbst nie Nationalspieler wurde, https://karlsruher-fv.de/2025/06/04/biografie-fritz-tscherter-der-mann-mit-dem-homburger-der-die-kfv-stuermer-beruehmt-machte-aber-selbst-nie-nationalspieler-wurde/ (Zugriff am 26. September 2026).