(Die Seite wurde neu angelegt: „{{DISPLAYTITLE:Widerstand 1933 bis 1945}} =Widerstand 1933 bis 1945= Der Widerstand gegen das <lex id="ereig-0016">nationalsozialistische</lex> Terrorregime kam zunächst nur von den Arbeiterparteien und den <lex id="ins-1633">Gewerkschaften</lex>, die schon vor 1933 in entschiedener Gegnerschaft zur <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> gestanden hatten, wobei die <lex id="ins-0321">Kommunistische Partei Deut…“) |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
Der Widerstand gegen das <lex id="ereig-0016">nationalsozialistische</lex> Terrorregime kam zunächst nur von den Arbeiterparteien und den <lex id="ins-1633">Gewerkschaften</lex>, die schon vor 1933 in entschiedener Gegnerschaft zur <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> gestanden hatten, wobei die <lex id="ins-0321">Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)</lex>, wie die NSDAP die <lex id="ereig-0212">Weimarer Demokratie</lex> entschieden bekämpfte. Nach der Übergabe der Macht an die NSDAP durch nationalkonservative Politiker fand dieser Kampf unter Gefahr für Leib und Leben eine Fortsetzung. Männer und Frauen aus der Arbeiterbewegung waren die ersten, die nach der Machtergreifung zu spüren bekamen, wie die Nationalsozialisten mit ihren Gegnern umzuspringen gedachten. Die Welle der Verhaftungen - <lex id="ereig-0137">"Schutzhaftmaßnahmen"</lex> genannt -, traf im März 1933 vor allem Kommunisten, <lex id="ins-0330">Sozialdemokraten</lex> und Gewerkschafter. Als dann auch noch die <lex id="ereig-0250">Parteizeitungen</lex> verboten und die Parteibüros geschlossen wurden, waren die Arbeiterparteien praktisch schon im März, ein Vierteljahr vor ihrem offiziellen Verbot und früher als in anderen Ländern, aktionsunfähig. Für die Gewerkschaften kam reichsweit einen Tag nach dem von den Nazis usurpierten Arbeiterfeiertag des 1. Mai das Verbot und die Auflösung. |
Der Widerstand gegen das <lex id="ereig-0016">nationalsozialistische</lex> Terrorregime kam zunächst nur von den Arbeiterparteien und den <lex id="ins-1633">Gewerkschaften</lex>, die schon vor 1933 in entschiedener Gegnerschaft zur <lex id="ins-0324">Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)</lex> gestanden hatten, wobei die <lex id="ins-0321">Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)</lex>, wie die NSDAP die <lex id="ereig-0212">Weimarer Demokratie</lex> entschieden bekämpfte. Nach der Übergabe der Macht an die NSDAP durch nationalkonservative Politiker fand dieser Kampf unter Gefahr für Leib und Leben eine Fortsetzung. Männer und Frauen aus der Arbeiterbewegung waren die ersten, die nach der Machtergreifung zu spüren bekamen, wie die Nationalsozialisten mit ihren Gegnern umzuspringen gedachten. Die Welle der Verhaftungen - <lex id="ereig-0137">"Schutzhaftmaßnahmen"</lex> genannt -, traf im März 1933 vor allem Kommunisten, <lex id="ins-0330">Sozialdemokraten</lex> und Gewerkschafter. Als dann auch noch die <lex id="ereig-0250">Parteizeitungen</lex> verboten und die Parteibüros geschlossen wurden, waren die Arbeiterparteien praktisch schon im März, ein Vierteljahr vor ihrem offiziellen Verbot und früher als in anderen Ländern, aktionsunfähig. Für die Gewerkschaften kam reichsweit einen Tag nach dem von den Nazis usurpierten Arbeiterfeiertag des 1. Mai das Verbot und die Auflösung. |
||
In Schutzhaft kamen zumeist für ein bis vier Wochen im <lex id=" |
In Schutzhaft kamen zumeist für ein bis vier Wochen im <lex id="ins-1433">Gefängnis</lex> in der <lex id="top-2315">Riefstahlstraße</lex> führende Funktionäre und besonders aktive Mitglieder. Betroffen waren alle Reichs- und Landtagsabgeordneten, darunter der Fraktionsvorsitzende der KPD im <lex id="ins-1520">Landtag</lex> <lex id="bio-0536">Robert Klausmann</lex>, von der SPD <lex id="bio-0037">Kunigunde Fischer</lex>, <lex id="bio-0541">Ludwig Marum</lex>, <lex id="bio-0750">Leopold Rückert</lex>, aus dem <lex id="ins-1095">Gemeinderat</lex> von der SPD <lex id="bio-0041">Gustav Heller</lex>, <lex id="bio-1355">Eugen Rothweiler</lex>, <lex id="bio-0028">Friedrich Töpper</lex>, Dr. <lex id="bio-1356">Eduard Kahn</lex>, von der KPD <lex id="bio-0803">Gustav Kappler</lex>, weiter der Leiter der KPD-Ortsgruppe Karlsruhe <lex id="bio-1358">Clemens van Uehm</lex> und vom Vorstand der SPD-Ortsgruppe <lex id="bio-0756">Oskar Trinks</lex> und Dr. <lex id="bio-1359">Franz Karl Roßbach</lex>. Verhaftet wurden alle Gewerkschaftsvorsitzenden bis auf den bereits geflüchteten <lex id="bio-0804">Gustav Schulenburg</lex>. Sieben führende Sozialdemokraten stellten die Nazis in entwürdigender Weise in einer öffentlichen <lex id="ereig-0229">Schaufahrt</lex> in das <lex id="ins-1739">KZ Kislau</lex> unter dem Gejohle eines Teils der Karlsruher Bevölkerung zur Schau. Das bürgerliche Lager blieb von Verhaftungen weitgehend verschont. Mit dem Staatspräsidenten <lex id="bio-0933">Josef Schmitt</lex>, dem Landtagsabgeordneten <lex id="bio-1361">Anton Hilbert</lex> und dem ehemaligen Reichsfinanzminister <lex id="bio-0048">Heinrich Köhler</lex> kamen aber auch Angehörige der Zentrumspartei kurzzeitig in Schutzhaft. |
||
=== KPD === |
=== KPD === |
||
Version vom 16. September 2024, 09:43 Uhr
Widerstand 1933 bis 1945
Der Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime kam zunächst nur von den Arbeiterparteien und den Gewerkschaften, die schon vor 1933 in entschiedener Gegnerschaft zur Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) gestanden hatten, wobei die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), wie die NSDAP die Weimarer Demokratie entschieden bekämpfte. Nach der Übergabe der Macht an die NSDAP durch nationalkonservative Politiker fand dieser Kampf unter Gefahr für Leib und Leben eine Fortsetzung. Männer und Frauen aus der Arbeiterbewegung waren die ersten, die nach der Machtergreifung zu spüren bekamen, wie die Nationalsozialisten mit ihren Gegnern umzuspringen gedachten. Die Welle der Verhaftungen - "Schutzhaftmaßnahmen" genannt -, traf im März 1933 vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter. Als dann auch noch die Parteizeitungen verboten und die Parteibüros geschlossen wurden, waren die Arbeiterparteien praktisch schon im März, ein Vierteljahr vor ihrem offiziellen Verbot und früher als in anderen Ländern, aktionsunfähig. Für die Gewerkschaften kam reichsweit einen Tag nach dem von den Nazis usurpierten Arbeiterfeiertag des 1. Mai das Verbot und die Auflösung.
In Schutzhaft kamen zumeist für ein bis vier Wochen im Gefängnis in der Riefstahlstraße führende Funktionäre und besonders aktive Mitglieder. Betroffen waren alle Reichs- und Landtagsabgeordneten, darunter der Fraktionsvorsitzende der KPD im Landtag Robert Klausmann, von der SPD Kunigunde Fischer, Ludwig Marum, Leopold Rückert, aus dem Gemeinderat von der SPD Gustav Heller, Eugen Rothweiler, Friedrich Töpper, Dr. Eduard Kahn, von der KPD Gustav Kappler, weiter der Leiter der KPD-Ortsgruppe Karlsruhe Clemens van Uehm und vom Vorstand der SPD-Ortsgruppe Oskar Trinks und Dr. Franz Karl Roßbach. Verhaftet wurden alle Gewerkschaftsvorsitzenden bis auf den bereits geflüchteten Gustav Schulenburg. Sieben führende Sozialdemokraten stellten die Nazis in entwürdigender Weise in einer öffentlichen Schaufahrt in das KZ Kislau unter dem Gejohle eines Teils der Karlsruher Bevölkerung zur Schau. Das bürgerliche Lager blieb von Verhaftungen weitgehend verschont. Mit dem Staatspräsidenten Josef Schmitt, dem Landtagsabgeordneten Anton Hilbert und dem ehemaligen Reichsfinanzminister Heinrich Köhler kamen aber auch Angehörige der Zentrumspartei kurzzeitig in Schutzhaft.
KPD
Trotz der Versuche der Nationalsozialisten, die Organisationen der Arbeiterbewegung zu zerschlagen, kam der entschiedenste Widerstand gegen das neue Regime schon 1933 von Kommunisten und Sozialdemokraten. Die nicht verhafteten Funktionäre der KPD und die nachgerückten Kader bauten noch im März 1933 eine illegale Parteiorganisation auf. In Straßburg leitete der aus dem Konzentrationslager Kislau geflohene Robert Klausmann eine Grenzstelle, die Südwestdeutschland betreute. Von dort wurden auch nach Karlsruhe Druckschriften geschafft. Es lag nahe, dass dies Parteimitglieder aus XYZDaxlanden erledigten. In dem bei der Gestapo "als Kommunistennest bekannten Vorort Daxlanden" hatte die KPD tatsächlich Wahlergebnisse vorzuweisen, die 1930 mit etwa 16% doppelt so hoch lagen wie das Karlsruher Gesamtergebnis. Einer der "Grenzgänger" war der damals 27-jährige Metallarbeiter XYZAugust Dosenbach, der von der Gestapo zwischen XYZKnielingen und XYZMaxau in der Nähe des Bahnwärterhäuschens "auf der Flucht erschossen" wurde, wie es in einer Pressemeldung hieß.
Dennoch wurden weiterhin Handzettel und Flugschriften verteilt, darüber hinaus wurde eine eigene Zeitung hergestellt und verbreitet. Von März bis November 1933 und nach Verhaftungen noch einmal 1934 wurde aus dem Untergrund die "Trotz Alledem Rote Fahne" herausgebracht. Obwohl es der Gestapo immer wieder gelang, den illegalen Apparat der Karlsruher KPD durch Verhaftungen zu zerschlagen, existierte bis 1936 eine Organisationsstruktur. Erst nach den Verhaftungen von 15 KPD-Mitgliedern im April 1936 war die Kraft für einen Neuaufbau erschöpft, die Geheime Staatspolizei (Gestapo) verzeichnete nur noch geringe Aktivitäten.
SPD
Von den demokratischen Parteien der Weimarer Republik hatte sich die SPD am entschiedensten gegen den Aufstieg der NSDAP gewehrt, sie war die tragende Partei des XYZReichsbanners Schwarz-Rot-Gold und vor allem der XYZEisernen Front. Im Gegensatz zur KPD verzichtete die SPD auf den Aufbau einer formellen illegalen Massenorganisation mit Zellen und Leitungen. Stattdessen verließen sich die Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen auf die engen traditionellen Bindungen unter ihren Mitgliedern. Diese fanden sich in nachbarschaftlichen Diskussionskreisen, Lese- oder Rundfunkzirkeln, und sie nutzten alte Kontaktmöglichkeiten in Vereinen oder Konsumgenossenschaften. Die SPD besaß aber wie die KPD ein Verteilernetz für die Beschaffung und den Vertrieb ihrer illegalen Druckschriften. Geradezu als "Seele des Druckschriftenschmuggels" sah die XYZGestapo XYZFriedrich Weick an. Als am 25. November 1933 ein Bote Weicks an der Grenze geschnappt wurde, flog das ganze Netz auf.
An die Stelle der von Friedrich Weick organisierten Gruppe traten 1934/35 XYZHermann Walter, XYZKarl Konz, XYZHellmuth Stutz, Emil Kern und dessen Sohn Eugen. Das Ende dieser Gruppe Walter kam mit der Verhaftung von Stutz, Walter und Konz im Juli 1935. Damit war der organisierte sozialdemokratische Widerstand in Karlsruhe beendet.
Religiös motivierter Widerstand der Zeugen Jehovas
Einen konsequenten Widerstand aus religiösen Gründen leisteten auch in Karlsruhe, seit der Machtübertragung unter beträchtlichen Opfern, die Zeugen Jehovas, die aufgrund ihrer Bibelauslegung jeder weltlichen Autorität die Gefolgschaft verweigerten. Damit widersetzten sie sich aber den Forderungen der Nationalsozialisten nach Unterwerfung aller gesellschaftlichen Bereiche und Gruppen. So leisteten aus der Sicht der Nationalsozialisten die Zeugen Jehovas politischen Widerstand. Sie verweigerten den Hitlergruß, die Teilnahme an Wahlen und, was ihnen nach 1936 besonders harte Strafen einbrachte, den Wehrdienst. Die Organisation der Ernsten Bibelforscher, wie sie damals hießen, wurde in Baden 1933 erstmals verboten. Nach einer vorübergehenden Lockerung kam es 1935 endgültig zum Verbot der Glaubensgemeinschaft.
Die Zeugen Jehovas hatten in Karlsruhe 1933 etwa 60 Mitglieder, die sich im Prinz-Max-Palais trafen. Ihr Vorsitzender - "Ortsdiener" genannt - war Adolf Mühlhäuser. Er führte 1934 die Mitglieder in die Illegalität, das heißt sie trafen sich nur noch in kleinen Gruppen von drei bis fünf Personen. Hier lasen sie die Bibel und die bereits verbotene Zeitschrift “Wachtturm”. Die Zeugen Jehovas verbreiteten meist im Schutz der Dunkelheit und manchmal an reichsweit einheitlichen Terminen große Mengen von Broschüren und selbstgefertigten Flugblättern. Darin drohten sie unter anderem Hitler, der ein "Sprößling Satans" sei, die baldige Zerstörung seiner Herrschaft durch “Jehova Gott” an.
Weit über die Hälfte der Karlsruher Zeugen Jehovas wurde zwischen 1934 und 1939 vor dem Sondergericht Mannheim zum Teil mehrfach angeklagt und verurteilt. Der bereits 1936 erstmals verhaftete Dachdecker XYZJulius Engelhard wurde nach seiner erneuten Verhaftung 1943 am 14. August in Berlin hingerichtet. Fünf weitere kamen im Konzentrationslager ums Leben.
Bürgerlicher Widerstand
Ein auch nur annähernd als Widerstand zu bezeichnendes Verhalten der bürgerlichen Parteien blieb nach der Machtübertragung an die NSDAP ebenso wie das der evangelischen und der katholischen Kirche aus, sieht man vom widerständigen Verhalten einzelner Geistlicher wie XYZHeinz Kappes , XYZHanns Löw, XYZFerdinand Maurath oder XYZRichard Dold ab. Widerstand aus diesen Gruppierungen blieb weitestgehend einzelnen Personen überlassen. So gab es auch in Karlsruhe Gesprächskreise von Politikern, die sich unter mehr oder weniger steter Beobachtung durch die Gestapo in eine unauffällige berufliche Existenz zurückgezogen hatten. Ein weit über diese Haltung hinausweisendes Beispiel dieses bürgerlichen Widerstandes geben die Aktivitäten des Kreises um den Karlsruher Rechtsanwalt XYZReinhold Frank, der anfangs noch auf eine Existenz des Zentrums neben der NSDAP gehofft haben mag und deshalb der NSDAP-Fraktion als Hospitant beigetreten war, lernte er in der Praxis schnell, wie wenig die Nazis an parlamentarischer Demokratie interessiert waren.
Frank hatte deshalb seit 1933 Kontakte zu anderen Hitlergegnern geknüpft bzw. aufrechterhalten. Zum inneren Kreis der Gruppe Frank zählten die beiden ehemaligen Stadtverordneten des Zentrums XYZFranz Sprauer und XYZKarl Ramstein, der Amtsgerichtsrat Dr. Siegfried Kühn und der Bankangestellte XYZAlfred Ibach. Dazu kamen sieben Männer zumeist in staatlichen Stellungen wie der Lehrer Dr. XYZFriedrich Werber oder der ehemalige Parteisekretär des Zentrums für Mittelbaden XYZWilhelm Baur.
Der vormalige württembergische Zentrumspolitiker und Staatspräsident Eugen Bolz und der christliche Gewerkschaftsführer Jakob Kaiser stellten schließlich im Februar 1943 die Verbindung zu Carl Goerdeler und damit zum Kern der politischen Opposition her. In den Plänen Goerdelers für die Machtübernahme nach einem gelungenen Attentat auf Hitler nahm Frank zunächst die Stellung des politischen Beauftragten für Baden ein, wurde nach Festlegung einer gemeinsamen Verwaltung von Baden und Württemberg aber zum Unterbeauftragten für Baden. Am Tag des Attentats auf Hitler, dem 20. Juli 1944, hatte Frank in Berlin vor dem Volksgerichtshof eine elsässische Widerstandskämpferin verteidigt. Auf der Rückfahrt erfuhr er von dem Fehlschlag und wähnte sich dennoch sicher vor einer Entdeckung seiner Verbindungen zu den Attentätern. Dies war jedoch ein Trugschluss, denn die Gestapo fand in Berlin eine Liste mit den Namen der politischen Beauftragten. Noch in der Nacht zum 21. Juli wurde Frank in seiner Wohnung in der Maxaustraße verhaftet und am 23. Januar 1945 hingerichtet.
Trotz des für sich gesehen beeindruckenden Mutes und der Tapferkeit der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen blieb dieser selbstlose Einsatz von wenigen und ihrem Kampf der Erfolg versagt. Die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen hatte sich für den NS-Staat entschieden oder sich darin eingerichtet. Der Widerstand war ein “Widerstand ohne Volk”. Seine Mitglieder standen außerhalb der Gemeinschaft und wurden in ihrem Tun wegen der drohenden Verhaftungen einsam. 65 von ihnen wurden Opfer nationalsozialistischer Gewalt circa 700 verbüßten teilweise lange von der NS-Unrechtsjustiz verhängte Haftstrafen in Gefängnissen, Zuchthäusern oder in KZs. Den Sturz der NS-Herrschaft besorgten schließlich nicht sie, sondern die Alliierten mit dem Sieg an den Fronten.
Literatur
Manfred Koch: Widerstand und Verfolgung, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe. Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 505, Buch zum Download (PDF) (Zugriff am 20. August 2024).