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Peter Pretsch: Waldhornplatz, in: Stadtplätze in Karlsruhe, hrsg. v. Stadtarchiv Karlsruhe durch Manfred Koch, Karlsruhe 2002, S. 232-235 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 26); Clemens Kieser: Stadtreparatur mit Steinen statt mit Klötzen. Die Werkbundsiedlung am Waldhornplatz in Karlsruhe, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 50, Nr. 3 (2021), S. 216-217, |
Peter Pretsch: Waldhornplatz, in: Stadtplätze in Karlsruhe, hrsg. v. Stadtarchiv Karlsruhe durch Manfred Koch, Karlsruhe 2002, S. 232-235 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 26); Clemens Kieser: Stadtreparatur mit Steinen statt mit Klötzen. Die Werkbundsiedlung am Waldhornplatz in Karlsruhe, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 50, Nr. 3 (2021), S. 216-217, https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/82984<nowiki/>(Zugriff am 22. September 2025). |
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Version vom 3. November 2025, 18:53 Uhr
Waldhornplatz
Der Waldhornplatz entstand im Zuge der Altstadtsanierung im Dörfle in den 1970er-Jahren. Mit der Flächensanierung verschwanden hier ganze Straßenzüge wie die Entengasse, die alte Brunnenstraße und ein großer Teil der Fasanenstraße inklusive deren Randbebauung. Auf der freigeräumten Fläche konnte nun aber in diesem Bereich der Stadt auch die Straßenführung neu geplant werden. So wurde der Waldhornplatz im Osten durch den vorhandenen Verlauf der Waldhornstraße, die neue Verlängerung der Markgrafenstraße, die im rechten Winkel von der Fritz-Erler-Straße abzweigt und bis zur Waldhornstraße zieht, und eine neue nun in gerader Form zur Markgrafenstraße verlaufende Fortsetzung der Fasanenstraße gebildet. Es entstand dadurch ein symmetrisches Dreieck und eine Blockrandbebauung, die die frühere Unregelmäßigkeit der Straßenführung im Dörfle überwand und in Form und Ausdehnung mit 60 Metern Länge an jeder Straßenseite an den Lidellplatz heranreicht und zu diesem und dem Ludwigsplatz ein Pendant bildet.
Entlang der Markgrafenstraße baute der Architekt Clemens Grimm im Auftrag der Volkswohnung fünfstöckige Wohnhäuser im sozialen Wohnungsbau mit einer Ladenzeile im Erdgeschoss. Schräg gegenüber errichteten die Architekten Karl Heinz Götz und Helmut Bätzner 1979/80 das Verwaltungsgebäude des Badischen Gemeindeunfallversicherungsverbandes, das mit seiner ungewöhnlichen Beton- und Stahlkonstruktion die ansonsten etwas eintönige Architektur des neuen Wohnquartiers auflockert (Waldhornplatz 1). Am Haupteingang des Gebäudes zog früher ein großes Glaskastenobjekt mit einer Mädchenfigur die Blicke auf sich, das der Künstler Jürgen Goertz entworfen hatte. Es ist aber nach einer Renovierungsmaßnahme am Gebäude seit einigen Jahren verschwunden und wurde an den Künstler zurückgegeben. Zuletzt entstanden die Werkbundhäuser an der Ostseite des Platzes Mitte der 1980er-Jahre. Hier haben 14 Architekten des Werkbundes modellhaft gestaltete Stadthäuser geschaffen, die sich harmonisch in das Platzbild einfügen und besonderen Wohnwert bieten. Nur einen Steinwurf entfernt vom Fasanenplatz mit seiner klassizistischen Architektur aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bietet der Waldhornplatz daher Anschauungsmaterial für das Bauen im ausgehenden 20. Jahrhundert.
Der Platz selbst wurde mit einer partiellen Umzäunung, einem kreisrunden Brunnen in der Mitte und mit Bäumen, Büschen und Bänken versehen, die zum Verweilen einladen sollen. Die kleinen dort installierten Spielgeräte auf dem Platz sprechen nur Kleinkinder an. Die Straßen um diese Anlage sind verkehrsberuhigt, für Anlieger und Besucher ist entlang der Waldhorn- und der Fasanenstraße Parkraum geschaffen worden. Heute wirkt der Platz wenig belebt, zumal die Ladenzeile in der Markgrafenstraße häufig von Leerstand betroffen ist. Stadtplaner haben sich daher dafür ausgesprochen, ihn etwas attraktiver zu gestalten und ihn enger an die in den objektsanierten Teil des Dörfles führenden Straßen anzubinden. In das Sanierungsgebiet Innenstadt-Ost wurde er aber nicht einbezogen.
Literatur
Peter Pretsch: Waldhornplatz, in: Stadtplätze in Karlsruhe, hrsg. v. Stadtarchiv Karlsruhe durch Manfred Koch, Karlsruhe 2002, S. 232-235 (= Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 26); Clemens Kieser: Stadtreparatur mit Steinen statt mit Klötzen. Die Werkbundsiedlung am Waldhornplatz in Karlsruhe, in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, Bd. 50, Nr. 3 (2021), S. 216-217, https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/82984(Zugriff am 22. September 2025).