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Carlsruher Cultur Circel e. V. (CCC)


Carlsruher Cultur Circel e. V. (CCC)

Im Dezember 1992 fand im Kleinen Ketterer am Lidellplatz die Gründung des Carlsruher Cultur Circel statt. Als seine Ziele formulierten die Gründungsmitglieder in der Satzung "Karlsruher Kultur zu verlebendigen und dem Bewusstsein der Bevölkerung nahe zu bringen". Dieses sollte durch "die Ausübung und Förderung kultureller Aktivitäten verwirklicht" werden. Ehrenamtlichkeit und aktives Mitwirken bei der Umsetzung dieser Ziele waren für die Vereinsmitglieder selbstverständlich, was deren Zahl immer relativ klein hielt. Zum ersten Vorsitzenden des CCC wurde der Schauspieler und Regisseur Kurt Müller-Graf gewählt, dem 2008 seine Frau, die Schauspielerin Heidrun Müller-Graf nachfolgte.

Das Ehepaar Müller-Graf übernahm die Gestaltung fast aller Veranstaltungen des CCC. Dies waren in der Regel musikalisch begleitete szenische Lesungen und Rezitationsabende. Schon am 26. Dezember 1992 fand in der Kleinen Kirche die erste Veranstaltung unter dem Titel "Auf den Spuren der Dichter" mit Texten von Karlsruher Autoren und Autorinnen statt. Es gab Lesungen von Mundartdichtern, aber auch von Autoren ohne Verbindung zu Karlsruhe. Zudem gab es szenische Lesungen etwa zu Joseph Victor von Scheffels "Der Trompeter von Säckingen" oder aus Hugo von Hoffmannsthals "Der Tor und der Tod". Auf dem Programm standen zudem die Karlsruher Maler Karl Hubbuch und Hans Thoma sowie der Haberskandal und das Emigrationsschicksal der Familie Ludwig Marums. Zunehmend bot der Verein gerne besuchte musikalisch-literarische Abende mit Themen wie "Eine italienische Reise", "Frühling und Liebe" oder "Vorweihnachtlicher Abend".

Die bevorzugten Orte der jährlich etwa vier, im späteren Verlauf noch zwei Veranstaltungen waren die Kleine Kirche, der Gartensaal im Karlsruher Schloss, der Saal im Neuen Ständehaus, das Prinz-Max-Palais und die Säle der beiden Karlsruher Wohnstifte. Mit einigen Programmen wurde der CCC auch nach Baden-Baden und Freiburg eingeladen.

Die Finanzierung des CCC erfolgte zum allergrößten Teil aus der Spendenbereitschaft des Publikums der eintrittsfreien Veranstaltungen, privaten Spendern und gelegentlichen Zuwendungen des Kulturamts der Stadt.

Nach dem Tod der Vorsitzenden Heidrun Müller-Graf beschlossen die verbliebenen Mitglieder des Vereins 2021 die Auflösung des CCC.

Manfred Koch 2024

Quelle

StadtAK 7/Nl Müller-Graf.