Leopold Holtz

Offizier, Fabrikant, * 21. September 1837 Karlsruhe, † 5. März 1876 Karlsruhe, ev., ∞ 1868 Victorine Ehrmann (* 1847), 1 Sohn, 1 Tochter.

Leopold Holtz wurde als eines von fünf Kindern des Offiziers und späteren badischen Generalmajors Ernst Holtz und der Friederike Weinbrenner, einer Tochter des Architekten Friedrich Weinbrenner, geboren. Er begann seine militärische Laufbahn 1853 mit dem Eintritt in die badische Kadettenschule im ehemaligen Kadettenhaus in der Hans-Thoma-Straße 19. Holtz absolvierte die übliche Laufbahn eines Offiziers und wurde 1856 zum Portepeefähnrich, 1857 zum Leutnant, 1862 zum Oberleutnant und 1867 zum Hauptmann befördert. 1866 nahm er am Deutsch-Österreichischen Krieg und 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Anschließend ließ sich Holtz in den Ruhestand versetzen und wurde Fabrikant. Zusammen mit seinem Bruder Wilhelm und seinem Schwager Heinrich Ehrmann kaufte er 1872 auf Beiertheimer Gemarkung am Promenadenweg 5, der späteren Gartenstraße, mehrere Grundstücke und gründete dort am 25. Oktober 1872 die Patronenfabrik Henri Ehrmann & Cie, aus der später die Industrie-Werke Karlsruhe AG (IWKA) hervorgingen. 1927 wurde die Trübnerstraße, die im Westen an das ehemalige Fabrikgelände grenzt, in Holtzstraße umbenannt.

René Gilbert 2016

Quelle

GLA 238/576.

Literatur

Ludwig Löhlein: Ernst Holtz, in: Badische Biographien Bd. 1, hrsg. von Friedrich von Weech, Heidelberg 1875, S. 389 f.; Deutsche Waffen- und Munitions-Fabriken, Karlsruhe (Baden), Karlsruhe 1919.