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De:Lexikon:bio-2204: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Sohn des Karlsruher <lex id="ins-1663">Bürgermeisters</lex> und späteren <lex id="ins-1014">Oberbürgermeisters</lex> <lex id="bio-0026">Karl Siegrist</lex> erhielt Unterricht an der Musikbildungsschule sowie am <lex id="ins-1022">Badischen Konservatorium</lex> und war schon vor dem <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkrieg</lex> an etlichen Konzerten beteiligt.
Der Sohn des Karlsruher <lex id="ins-1663">Bürgermeisters</lex> und späteren <lex id="ins-1014">Oberbürgermeisters</lex> <lex id="bio-0026">Karl Siegrist</lex> erhielt Unterricht an der Musikbildungsschule sowie am <lex id="ins-1022">Badischen Konservatorium</lex> und war schon vor dem <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkrieg</lex> an etlichen Konzerten beteiligt.


Nach der Promotion 1923 an der Universität Heidelberg wurde er 1925 Geschäftsführer des Scheffelbundes, Volksbund für Dichtung. Siegrist war danach maßgeblich an der Gründung des <lex id="ins-0667">Scheffelmuseums</lex> im folgenden Jahr beteiligt. In der Festschrift zum <lex id="ereig-0165">Badener Heimattag Karlsruhe 1930</lex> stellte er das Scheffelmuseum vor und skizzierte dessen Weiterentwicklung zum Badischen Dichtermuseum, das 1936 schließlich realisiert wurde.
Nach der Promotion 1923 an der Universität Heidelberg wurde er 1925 Geschäftsführer des Scheffelbundes, Volksbund für Dichtung. Siegrist war danach maßgeblich an der Gründung des <lex id="ins-0667">Scheffelmuseums</lex> im folgenden Jahr beteiligt. In der Festschrift zum <lex id="ereig-0165">Badener Heimattag Karlsruhe</lex> 1930 stellte er das Scheffelmuseum vor und skizzierte dessen Weiterentwicklung zum Badischen Dichtermuseum, das 1936 schließlich realisiert wurde.


Siegrist trat auch selbst als Dichter in Erscheinung, so wurde sein schon 1925 verfasstes Schauspiel Cromwell am 13. März 1928 im Stadttheater Bonn uraufgeführt. 1948 verfasste er das bei C.F. Müller verlegte Lyrikbändchen Runde im Steigen.
Siegrist trat auch selbst als Dichter in Erscheinung, so wurde sein schon 1925 verfasstes Schauspiel Cromwell am 13. März 1928 im Stadttheater Bonn uraufgeführt. 1948 verfasste er das bei C.F. Müller verlegte Lyrikbändchen Runde im Steigen.

Version vom 4. August 2026, 08:32 Uhr


Reinhold Siegrist

Reinhold Siegrist, Geschäftsführer des Scheffelbundes, * 7. April 1899 Karlsruhe, † 7. Oktober 1966 Karlsruhe, ev., ∞ 22. März 1934 Dora Matthes.

Der Sohn des Karlsruher Bürgermeisters und späteren Oberbürgermeisters Karl Siegrist erhielt Unterricht an der Musikbildungsschule sowie am Badischen Konservatorium und war schon vor dem Ersten Weltkrieg an etlichen Konzerten beteiligt.

Nach der Promotion 1923 an der Universität Heidelberg wurde er 1925 Geschäftsführer des Scheffelbundes, Volksbund für Dichtung. Siegrist war danach maßgeblich an der Gründung des Scheffelmuseums im folgenden Jahr beteiligt. In der Festschrift zum Badener Heimattag Karlsruhe 1930 stellte er das Scheffelmuseum vor und skizzierte dessen Weiterentwicklung zum Badischen Dichtermuseum, das 1936 schließlich realisiert wurde.

Siegrist trat auch selbst als Dichter in Erscheinung, so wurde sein schon 1925 verfasstes Schauspiel Cromwell am 13. März 1928 im Stadttheater Bonn uraufgeführt. 1948 verfasste er das bei C.F. Müller verlegte Lyrikbändchen Runde im Steigen.

1936 wurde Siegrist Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) und der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung (NSKOV). 1940 trat er in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) ein, war aber für diese nicht aktiv. In seinem Spruchkammerverfahren 1947 wurde es als Mitläufer eingestuft und zu einer Sühnezahlung von 600 RM verurteilt.

Siegrist führte den Scheffelbund mit Erfolg durch die schwierige Nachkriegszeit. Schon im Januar 1946 veranstaltete der Bund wieder öffentliche Dichterstunden. Zum 30. Jahrestag des Beginns seiner Amtszeit würdigten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) ihn 1955 als „Getreuen Eckehard des Scheffelbundes“. Siegrist, der unter anderem Mitglied des städtischen Kulturausschusses sei, nehme seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle im Karlsruher Kulturleben ein. Der Umzug des Museums vom Haus Solms in die Röntgenstraße 1965 fiel noch in Siegrists Amtszeit.

Ernst Otto Bräunche 2026

Quellen

GLA 465d/16380; StadtAK 8/ZGS Persönlichkeiten; Karlsruher Zeitungen, https://digital.blb-karlsruhe.de/topic/view/7756828 (Zugriff am 25. Mai 2025).

Werk

Cromwell. Schauspiel in 5 Akten, Karlsruhe 1928; Das Deutsche Scheffelmuseum als Grundlage des Badischen Dichtermuseum, in: Joseph Victor von Scheffel; Runde im Steigen. Gedichte und Hymnen, Karlsruhe 1948, S. 32; Festgabe im Jahre des 125. Geburtstages des Dichters, Karlsruhe 1951; 30 Jahre Volksbund für Dichtung (Scheffelbund) 1924 – 1954. Festschrift zum 30. Gründungstag des Volksbundes für Dichtung (Scheffelbund) am 13.September 1954, hrsg. von Reinhold Siegrist im Auftrag der Bundesleitung, Karlsruhe 1954; Herausgeber zahlreicher weiterer Bücher im Auftrag des Scheffelbundes, darunter "Auftönt ein Lied im Wind vom Strome her ..."  : Lebende südwestdeutsche Dichter (1935), Lebende elsässische Dichter (1938), Lebende Dichter um den Oberrhein (1942) und Zeitgenössische Dichter (1959).

Literatur

Matthias Kußmann: 70 Jahre Literarische Gesellschaft (Scheffelbund) Karlsruhe 1924-1994, Eggingen 1994; Jürgen Oppermann: 100 Jahre Literarische Gesellschaft in Karlsruhe, in: Badische Heimat Heft 2 2024, S. 323-327.