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Baufirma Hermann Walder


Anzeige der Firma Hermann Walder, aus: Deutsche Städte. Karlsruhe u. Stuttgart o. J. [1922], S. 81.

Baufirma Hermann Walder

Am 2. Januar 1874 übernahm Hermann Walder (1847-1921) das Geschäft des Maurermeisters Christian Peter in der Kronenstraße 36 und baute dieses zu einem der führenden Karlsruher Bauunternehmen aus. 1881 zog das "Bureau für Architectur und Bauausführung speziell für Brauerei- u. andere industrielle Anlagen" in das von dem Kaufmann Georg Weise erworbene Haus in der Erbprinzenstraße 9. Bis 1898 war die Firma allein an 80, meist in Baden gelegenen Brauereibauten, darunter die Brauereien in Riegel und in Rothaus, beteiligt. In Karlsruhe zählten zum Beispiel so bekannte Firmen wie die Parfümerie- und Toiletteseifenfabrik Wolff & Sohn, die Nähmaschinenfabrik Haid & Neu, die Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe, die Gesellschaft für Elektrische Industrie, die Zuckerwarenfabrik Ebersberger & Rees, die Brauereien S. Moninger, A. Printz und Karlsruher Brauereigesellschaft vorm. K. Schrempp zu den Kunden. Für die Stadt baute Walder unter anderem das Silogebäude im Rheinhafen und die Straßenbahnwagenhalle.

1946 beantragte und erhielt der Enkel des Firmengründers Fritz Walder die Wiederzulassung des 1932 in die Schwindstraße 5 umgezogenen Betriebs, der vor dem Zweiten Weltkrieg bis zu 100 Personen beschäftigt hatte. Nach dem Tod von Fritz Walder führte seine Frau Gretel die Firma mit Schweigersohn Horst Groch noch bis Oktober 1954 weiter. Danach übernahm Margaretha Walder geb. Luger das Geschäft mit Horst Groch, Architekt bis 1975/ 1976, dann verkaufte sie das Anwesen Schwindstraße 5 dem St. Vincentius-Verein Karlsruhe e.V. auf Abbruch.


Ernst Otto Bräunche 2013/2023

Quellen

StadtAK 1/WiKo-Amt 3062; Festschrift 25-jähriges Jubiläum der Begründung des Hauses Hermann Walder. Bureau für Architectur und Bauausführung speziell für Brauerei- u. andere industrielle Anlagen, Karlsruhe 1899; Badische Landeszeitung vom 2. November 1917 StadtAK 8/Ze 1 https://digital.blb-karlsruhe.de/6352068 (Zugriff am 19. Januar 2021); Karlsruher Tagblatt vom 21. August 1921, StadtAK 8/Ze 2 https://digital.blb-karlsruhe.de/blbz/periodical/titleinfo/2411037 (Zugriff am 19. Januar 2021).