Kronenstraße 12-14, um 1885, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS XIVe 187.

Kronenstraße

Die Kronenstraße beginnt am Schlossplatz zwischen Nr. 3 und 4/6 und endet am Kronenplatz. Sie wurde nach dem Gasthaus Zur Goldenen Krone benannt und gehört zu den Fächerstraßen, die zunächst nach Mitgliedern des Hausordens der Treue benannt waren. 1718 hieß sie Plantaische Gasse, 1725 und 1737 Löwencranzische Gasse, 1726 Uexküllsche Gasse und 1744 Kronengasse. 1818 ist sie im ersten Karlsruhe Adressbuch als Kronenstraße aufgeführt.

In der Kronenstraße war zunächst am Schlossplatz das Finanzministerium angesiedelt, in dem Gebäude Nr. 13 hatte die Hofwagenfabrik Karl Kaut ihre von der Waldhornstraße herüberziehenden Räumlichkeiten. Die Gebäude Nr. 15 und 17 gehörten der Israelitischen Gemeinde. Die erste von Friedrich Weinbrenner gebaute Synagoge sowie der Nachfolgebau von Josef Durm standen hier (Nr. 17), das Haus Nr. 62 nahe des Rüppurrer Tors beherbergte das Israelitische Spital. Das alte Friedrichs- bzw. Rüppurrer Tor am Ende der Kronenstraße war Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen worden, so dass dort der Mendelssohnplatz entstehen konnte. Seit der Altstadtsanierung endet die Kronenstraße am 1974 benannten Kronenplatz.

Ernst Otto Bräunche 2015

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 132 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); Adressbuch der Stadt Karlsruhe 2013, S. 957.

Literatur

Edmund Sander: Karlsruhe. Einst und Jetzt in Wort und Bild, Karlsruhe 1911, S. 67-69.