Hebelstraße 15, 17 und 19, Foto: Roland Feitenhansl 2010.

Hebelstraße

Die Straße wurde im Zuge der Stadterweiterung südlich der damaligen Langen Straße (heute Kaiserstraße) unter Friedrich Weinbrenner ab 1804 als Lyceumsstraße angelegt und 1875 nach Johann Peter Hebel umbenannt.

Sie verläuft in Ostwestrichtung zwischen Lammstraße und Kreuzstraße und wird von der Nordsüdachse der Karl-Friedrich-Straße geschnitten. Dabei führt die dicht bebaute Wohn- und Geschäftsstraße über das Südende des Marktplatzes. Die Gebäude Hebelstraße 7 (heute Polizeirevier, ehemaliges Bezirksamtsgebäude) und 9 (Hotel Kaiserhof) schließen mit ihren Fassaden den Markplatz nach Süden ab. Beide Gebäude gehören zur Via Triumphalis.

Die Südseite der Straße dominieren weitgehend einheitlich im Stil der Neorenaissance um 1890 errichtete Wohn- und Geschäftshäuser. Die Nordseite der Straße wird von klassizistischen Verwaltungsgebäuden geprägt, an die sich der Komplex um die Evangelische Stadtkirche und das ehemalige Lyceum anschließt, den Friedrich Weinbrenner 1807-1816 als Teil der später so genannten Via Triumphalis errichtete. Westlich des Marktplatzes folgt die Südfassade des Rathauses, ebenfalls ein Entwurf Friedrich Weinbrenners aus den Jahren 1805-1825.

Petra Mayer-Reppert 2012

Literatur

Susanne Asche: Residenzstadt – Bürgerstadt – Großstadt. Auf dem Weg von der Residenz zum Industrie- und Verwaltungszentrum, in: Susanne Asche/Ernst Otto Bräunche/Manfred Koch/Heinz Schmitt/Christina Wagner: Karlsruhe. Die Stadtgeschichte, Karlsruhe 1998, S. 191-356 https://www.karlsruhe.de/b1/stadtgeschichte/literatur/stadtarchiv/HF_sections/content/ZZmoP1XI2Dw44t/Karlsruhe%20Die%20Stadtgeschichte.pdf (Zugriff am 23. Dezember 2020); Manfred Koch: Auf dem Weg zur Großstadt. Karlsruhe in Plänen, Karten und Bildern 1834-1915 (Ausstellungskatalog), Karlsruhe 1997, S. 20 f., S. 34 f.