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[[Datei:Ins 0016 Züblin 8 Bildstelle III 0708.jpg|alternativtext=Verlegung der Alten Eckener-Brücke und der Alb durch die Firma Züblin, 3. Januar 1930, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Bildstelle III 708.|links|mini|Verlegung der Alten Eckener-Brücke und der Alb durch die Firma Züblin, 3. Januar 1930, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Bildstelle III 708.]] |
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[[Datei:Ins-0016 Züblin 8 BA Bildstelle I 911 011.jpg|alternativtext=Fertigung von Stahlbeton-Fertigteilen bei der Firma Eduard Züblin AG im neuen Industriegebiet Tagweidwiesen, September 1962, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Bildstelle I 911/11. |links|mini|Fertigung von Stahlbeton-Fertigteilen bei der Firma Eduard Züblin AG im neuen Industriegebiet Tagweidwiesen, September 1962, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Bildstelle I 911/11. ]] |
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Von der Tragfähigkeit und Feuersicherheit des neuen Baustoffs Eisenbeton überzeugt, gründete der 48-jährige Schweizer Eduard Züblin 1898 in Straßburg ein Ingenieur-Bureau für Cement-Eisenconstructionen und legte damit den Grundstein für ein bis heute florierendes deutsches Bauunternehmen. Nachdem Züblin eine Lizenz für das System Hennebique erworben hatte, entwickelte er den Eisenbetonbau für unterschiedliche Einsatzbereiche weiter. Die Gründung des Hamburger Hauptbahnhofs auf 800 Eisenbetonpfählen 1902 oder auch kühne Brückenkonstruktionen wie der Langwieser Viadukt der Chur-Arosa-Bahn (1912 bis 1914) machen das Unternehmen rasch international bekannt. Bis zum <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkrieg</lex> 1914 entstanden im In- und Ausland über zehn Niederlassungen der Kommanditgesellschaft Ed. Züblin & Cie., darunter auch in Kehl und Stuttgart. |
Von der Tragfähigkeit und Feuersicherheit des neuen Baustoffs Eisenbeton überzeugt, gründete der 48-jährige Schweizer Eduard Züblin 1898 in Straßburg ein Ingenieur-Bureau für Cement-Eisenconstructionen und legte damit den Grundstein für ein bis heute florierendes deutsches Bauunternehmen. Nachdem Züblin eine Lizenz für das System Hennebique erworben hatte, entwickelte er den Eisenbetonbau für unterschiedliche Einsatzbereiche weiter. Die Gründung des Hamburger Hauptbahnhofs auf 800 Eisenbetonpfählen 1902 oder auch kühne Brückenkonstruktionen wie der Langwieser Viadukt der Chur-Arosa-Bahn (1912 bis 1914) machen das Unternehmen rasch international bekannt. Bis zum <lex id="ereig-0068">Ersten Weltkrieg</lex> 1914 entstanden im In- und Ausland über zehn Niederlassungen der Kommanditgesellschaft Ed. Züblin & Cie., darunter auch in Kehl und Stuttgart. |
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Seit 1953 gibt es in Karlsruhe wieder einer Niederlassung der Ed. Züblin AG. Diese war zunächst in der <lex id="top-1906">Melanchthonstraße</lex> 2, ab 1957/58 in der <lex id="top-0910">Geranienstraße</lex> 11 und ab 1964/65 am <lex id="top-3124">Friedrichsplatz</lex> 4-5, während sich das eigentliche Baugeschäft, der so genannte Bauhof, ab 1962/63 an der Ecke <lex id="top-1097">Hardeck-</lex> und <lex id="top-2217">Pulverhausstraße</lex> in <lex id="ort-0127">Grünwinkel</lex> befand. |
Seit 1953 gibt es in Karlsruhe wieder einer Niederlassung der Ed. Züblin AG. Diese war zunächst in der <lex id="top-1906">Melanchthonstraße</lex> 2, ab 1957/58 in der <lex id="top-0910">Geranienstraße</lex> 11 und ab 1964/65 am <lex id="top-3124">Friedrichsplatz</lex> 4-5, während sich das eigentliche Baugeschäft, der so genannte Bauhof, ab 1962/63 an der Ecke <lex id="top-1097">Hardeck-</lex> und <lex id="top-2217">Pulverhausstraße</lex> in <lex id="ort-0127">Grünwinkel</lex> befand. |
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1965/66 eröffnete das Unternehmen <lex id="top-0189">An der Tagweide</lex> 18 in <lex id="ort-0136">Hagsfeld</lex> ein Spannbetonwerk, das ab den 1970er-Jahren als Ed. Züblin AG Fertigteilwerk firmierte. 2005 erhielt die ebenfalls im Bausektor tätige STRABAG-Gruppe den Mehrheitsanteil an der Ed. Züblin AG. Die Ed. Züblin AG, Direktion Karlsruhe, der die Regionalbereiche Karlsruhe Ingenieurbau und Karlsruhe Schlüsselfertigbau sowie Mannheim und Freiburg unterstehen, errichtete von 2009 bis 2011 ein neues Konzernhaus auf dem Parkplatz und einer Teilfläche des bisherigen Betonfertigteilwerks. Der klar gegliederte Längstrakt bietet Raum für etwa 160 Mitarbeiter der Direktion und der STRABAG AG. Seit 2016 gehört die Ed. Züblin AG zu 100 |
1965/66 eröffnete das Unternehmen <lex id="top-0189">An der Tagweide</lex> 18 in <lex id="ort-0136">Hagsfeld</lex> ein Spannbetonwerk, das ab den 1970er-Jahren als Ed. Züblin AG Fertigteilwerk firmierte. 2005 erhielt die ebenfalls im Bausektor tätige STRABAG-Gruppe den Mehrheitsanteil an der Ed. Züblin AG. Die Ed. Züblin AG, Direktion Karlsruhe, der die Regionalbereiche Karlsruhe Ingenieurbau und Karlsruhe Schlüsselfertigbau sowie Mannheim und Freiburg unterstehen, errichtete von 2009 bis 2011 ein neues Konzernhaus auf dem Parkplatz und einer Teilfläche des bisherigen Betonfertigteilwerks. Der klar gegliederte Längstrakt bietet Raum für etwa 160 Mitarbeiter der Direktion und der STRABAG AG. Seit 2016 gehört die Ed. Züblin AG zu 100 Prozent zur STRABAG SE. Durch die enge Zusammenarbeit von Ed. Züblin AG mit anderen Unternehmenseinheiten der STRABAG-Gruppe wuchs der Karlsruher Standort weiter, so dass 2020 mit der Errichtung eines dreigeschossigen Erweiterungsbaus für weitere 100 Arbeitsplätze begonnen wurde, der im Oktober 2021 eingeweiht wurde. Das Gebäudeensemble entwarf das Wiener Architekturbüro MHM, während die Bauausführung durch Züblin-Bereich Schlüsselfertigbau Karlsruhe in Zusammenarbeit mit Züblin Timber, Züblin Spezialtiefbau und dem STRABAG-Bereich Freudenstadt erfolgte. |
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Die Ed. Züblin AG, deren Hauptsitz noch immer in Stuttgart ist, gilt heute im STRABAG-Konzern als die führende Marke für Hoch- und Tiefbau. Mit einer jährlichen Leistung von über vier Milliarden Euro ist sie zugleich eines der größten deutschen Bauunternehmen. |
Die Ed. Züblin AG, deren Hauptsitz noch immer in Stuttgart ist, gilt heute im STRABAG-Konzern als die führende Marke für Hoch- und Tiefbau. Mit einer jährlichen Leistung von über vier Milliarden Euro ist sie zugleich eines der größten deutschen Bauunternehmen. |
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Aktuelle Version vom 26. Mai 2026, 13:14 Uhr
Bauunternehmung Ed. Züblin AG
Von der Tragfähigkeit und Feuersicherheit des neuen Baustoffs Eisenbeton überzeugt, gründete der 48-jährige Schweizer Eduard Züblin 1898 in Straßburg ein Ingenieur-Bureau für Cement-Eisenconstructionen und legte damit den Grundstein für ein bis heute florierendes deutsches Bauunternehmen. Nachdem Züblin eine Lizenz für das System Hennebique erworben hatte, entwickelte er den Eisenbetonbau für unterschiedliche Einsatzbereiche weiter. Die Gründung des Hamburger Hauptbahnhofs auf 800 Eisenbetonpfählen 1902 oder auch kühne Brückenkonstruktionen wie der Langwieser Viadukt der Chur-Arosa-Bahn (1912 bis 1914) machen das Unternehmen rasch international bekannt. Bis zum Ersten Weltkrieg 1914 entstanden im In- und Ausland über zehn Niederlassungen der Kommanditgesellschaft Ed. Züblin & Cie., darunter auch in Kehl und Stuttgart.
1919 wurde der Firmensitz von Straßburg nach Stuttgart verlegt und das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 zogen diese die "Ed. Züblin & Cie., AG" beim Bau der Reichsautobahn und ab 1938 auch beim Bau des Westwalls heran. Ab März 1933 gab es in Karlsruhe in der Ritterstraße 29 eine Zweigniederlassung des auf Eisenbetonbauten spezialisierten Unternehmens. Ab 1935 war es an der Großbaustelle Rheinbrücke Maxau beteiligt. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Karlsruher Standort 1941 wohl zugunsten von Straßburg aufgegeben.
Seit 1953 gibt es in Karlsruhe wieder einer Niederlassung der Ed. Züblin AG. Diese war zunächst in der Melanchthonstraße 2, ab 1957/58 in der Geranienstraße 11 und ab 1964/65 am Friedrichsplatz 4-5, während sich das eigentliche Baugeschäft, der so genannte Bauhof, ab 1962/63 an der Ecke Hardeck- und Pulverhausstraße in Grünwinkel befand.
1965/66 eröffnete das Unternehmen An der Tagweide 18 in Hagsfeld ein Spannbetonwerk, das ab den 1970er-Jahren als Ed. Züblin AG Fertigteilwerk firmierte. 2005 erhielt die ebenfalls im Bausektor tätige STRABAG-Gruppe den Mehrheitsanteil an der Ed. Züblin AG. Die Ed. Züblin AG, Direktion Karlsruhe, der die Regionalbereiche Karlsruhe Ingenieurbau und Karlsruhe Schlüsselfertigbau sowie Mannheim und Freiburg unterstehen, errichtete von 2009 bis 2011 ein neues Konzernhaus auf dem Parkplatz und einer Teilfläche des bisherigen Betonfertigteilwerks. Der klar gegliederte Längstrakt bietet Raum für etwa 160 Mitarbeiter der Direktion und der STRABAG AG. Seit 2016 gehört die Ed. Züblin AG zu 100 Prozent zur STRABAG SE. Durch die enge Zusammenarbeit von Ed. Züblin AG mit anderen Unternehmenseinheiten der STRABAG-Gruppe wuchs der Karlsruher Standort weiter, so dass 2020 mit der Errichtung eines dreigeschossigen Erweiterungsbaus für weitere 100 Arbeitsplätze begonnen wurde, der im Oktober 2021 eingeweiht wurde. Das Gebäudeensemble entwarf das Wiener Architekturbüro MHM, während die Bauausführung durch Züblin-Bereich Schlüsselfertigbau Karlsruhe in Zusammenarbeit mit Züblin Timber, Züblin Spezialtiefbau und dem STRABAG-Bereich Freudenstadt erfolgte.
Die Ed. Züblin AG, deren Hauptsitz noch immer in Stuttgart ist, gilt heute im STRABAG-Konzern als die führende Marke für Hoch- und Tiefbau. Mit einer jährlichen Leistung von über vier Milliarden Euro ist sie zugleich eines der größten deutschen Bauunternehmen.
Das Karlsruher Stadtbild wird inzwischen von zahlreichen Bauprojekten der Ed. Züblin AG geprägt. Dazu gehören der Filmpalast am Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) (1998-2000), die Parkarkaden an der Ludwig-Erhard-Allee 8-14 (2012-2014), das Studentenwohnheim in der Nancystraße 22 (2012), das Hochhaus der init-Firmenzentrale in der Käppelestraße 4-6 (2013-2015), der Wohnpark Durlach Süd (2016-2018) sowie die Gläserne Softwarefabrik und das Jobcenter im Bereich ZKM/Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt (2020), iWerkx – Smart Production Park (2021-2023), Bürotel am Wasserturm (2021-2024), das Sophiencarrée in der Weinbrennerstraße 12 (2024) und der Neubau des Badischen Staatstheaters (bis ca. 2034).
Quellen
StadtAK 1/H-Reg 9571, 8/ZGS Züblin; Karlsruher Adressbücher 1933 ff.; Karlsruher Zeitung vom 17. März 1933 (Zentralhandelsregister für Baden); Züblin-Bau im Bild, Stuttgart: Züblin 1.1964-13/19.1994; Züblin – Konzerngeschichte, https://www.zueblin.de/de/unternehmen/geschichte; Züblin – Direktion Karlsruhe, https://www.zueblin.de/de/unternehmen/direktionen/direktion-karlsruhe; Züblin – Unsere Projekte in Baden-Württemberg, https://www.zueblin.de/projekte?states=baden-wuerttemberg (Zugriff jeweils am 11. April 2026).