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[[Datei:Top-2018 Neureuter Platz A37 150 3 34.jpg|alternativtext=Bau eines Geschäftszentrums gegenüber der Badnerlandhalle, 1979, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A37/150/3/34. |links|mini|Bau eines Geschäftszentrums gegenüber der Badnerlandhalle, 1979, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A37/150/3/34. ]] |
[[Datei:Top-2018 Neureuter Platz A37 150 3 34.jpg|alternativtext=Bau eines Geschäftszentrums gegenüber der Badnerlandhalle, 1979, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A37/150/3/34. |links|mini|Bau eines Geschäftszentrums gegenüber der Badnerlandhalle, 1979, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A37/150/3/34. ]] |
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[[Datei:Top-2018 Neureuter Platz A42 154 7 26.jpg|alternativtext=Neureuter Platz mit Supermarkt und Aufgang zur Stadtbibliothek in der Badnerlandhalle, 1981, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A42/154/7/26.|links|mini|Neureuter Platz mit Supermarkt und Aufgang zur Stadtbibliothek in der Badnerlandhalle, 1981, Stadtarchiv Karlsruhe 8/BA Schlesiger A42/154/7/26.]] |
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Nach dem 1968 erstellten Neureuter Flächennutzungsplan sollte zwischen der stillgelegten Bahnlinie Karlsruhe-Graben an der <lex id="top-2781">Unterfeldstraße</lex> und der <lex id="top-1753">Linkenheimer Landstraße</lex> ein neues Zentrum entstehen, um das alte Dorf und seine weit davon entfernten Ortsteile <lex id="ort-0138">Kirchfeldsiedlung</lex> und <lex id="top-1162">Heide</lex> miteinander zu verbinden. Dort war unter anderem die Errichtung eines neuen Rathauses, eines Einkaufszentrums und eines katholischen Gemeindezentrums geplant. Mit der Umsetzung dieser Planungen wurde schon 1974 begonnen, als Neureut noch selbständig war. Nach der <lex id="ereig-0214">Eingemeindung</lex>, die bereits ein Jahr später vollzogen wurde, mussten diese Pläne modifiziert werden. |
Nach dem 1968 erstellten Neureuter Flächennutzungsplan sollte zwischen der stillgelegten Bahnlinie Karlsruhe-Graben an der <lex id="top-2781">Unterfeldstraße</lex> und der <lex id="top-1753">Linkenheimer Landstraße</lex> ein neues Zentrum entstehen, um das alte Dorf und seine weit davon entfernten Ortsteile <lex id="ort-0138">Kirchfeldsiedlung</lex> und <lex id="top-1162">Heide</lex> miteinander zu verbinden. Dort war unter anderem die Errichtung eines neuen Rathauses, eines Einkaufszentrums und eines katholischen Gemeindezentrums geplant. Mit der Umsetzung dieser Planungen wurde schon 1974 begonnen, als Neureut noch selbständig war. Nach der <lex id="ereig-0214">Eingemeindung</lex>, die bereits ein Jahr später vollzogen wurde, mussten diese Pläne modifiziert werden. |
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Version vom 28. September 2026, 08:47 Uhr
Neureuter Platz
Nach dem 1968 erstellten Neureuter Flächennutzungsplan sollte zwischen der stillgelegten Bahnlinie Karlsruhe-Graben an der Unterfeldstraße und der Linkenheimer Landstraße ein neues Zentrum entstehen, um das alte Dorf und seine weit davon entfernten Ortsteile Kirchfeldsiedlung und Heide miteinander zu verbinden. Dort war unter anderem die Errichtung eines neuen Rathauses, eines Einkaufszentrums und eines katholischen Gemeindezentrums geplant. Mit der Umsetzung dieser Planungen wurde schon 1974 begonnen, als Neureut noch selbständig war. Nach der Eingemeindung, die bereits ein Jahr später vollzogen wurde, mussten diese Pläne modifiziert werden.
Als erstes Gebäude an der von mehrgeschossigen Wohnbauten umgebenen zentralen Platzanlage entstand bis 1977 die Badnerlandhalle, die seitdem als monumentale Mehrzweckhalle für Veranstaltungen, Konzerte, Theateraufführungen, Ausstellungen, Versammlungen, Vereins- und Seniorentreffen und als Domizil einer Zweigstelle der Stadtbibliothek, eines Restaurants und einer Kegelbahn dient. Die als “Technikraumschiff” bezeichnete, verschachtelte Stahlbetonkonstruktion auf einer zum Vieleck ausgestalteten dreiecksförmigen Grundform mit Außentreppen und Balkonen im Obergeschoss wurde von dem Architekten Reinhard Brettel konzipiert und erhielt damals den begehrten Hugo-Häring-Architektur-Preis. Ihr gegenüber wurde 1979 von der Firma Pfannkuch ein Supermarkt mit einem Parkdeck hinter dem Gebäude errichtet, das vor wenigen Jahren durch einen Neubau des neuen Inhabers Edeka Rees ersetzt wurde. Daneben entstand 1980 ein zweigeschossiges Geschäftszentrum mit einer Ladenzeile im Erdgeschoss für Arztpraxen, Bankfilialen, Gastronomie und Geschäften, das die Platzanlage nach Nordwesten abschließt, sich als siebengeschossiger Wohnkomplex im Bärenweg fortsetzt und sich bis zur Grünewaldstraße erstreckt. Südwestlich davon wurde 1989 die katholische Kirche St. Judas Thaddäus fertiggestellt sowie 1984 eine neuapostolische Kirche gebaut. Im Zentrum des Platzes entstand 1991 eine monumentale Brunnenanlage, die auf die Ortsgeschichte von Neureut Bezug nimmt.
Bereits 1981 erhielt die Platzanlage den Namen Neureuter Platz, obwohl noch nicht alle Bauvorhaben der Randbebauung realisiert waren. Auf dem Platz selbst ist kein Autoverkehr erlaubt, da er als Fußgängerzone konzipiert ist. Unmittelbar in seiner Umgebung wurde aber an der Rubensstraße großzügig Parkraum geschaffen. Jeden Freitag findet hier ein Wochenmarkt statt, der durch Beschicker auch aus dem nahen Elsass und der Pfalz ein vielfältiges und attraktives Angebot bereithält. Zudem organisiert die Ortsverwaltung Neureut seit über drei Jahrzehnten einmal im Jahr einen Töpfermarkt mit kunstgewerblichen Erzeugnissen und einem Bühnenprogramm der Neureuter Vereine. In den letzten Jahren wurde der Neureuter Platz auch zunehmend für Demonstrationen und Wahlkampfveranstaltungen genutzt. Die Badnerlandhalle wurde unlängst einer gründlichen Sanierung unterzogen, die bis 2022 weitgehend abgeschlossen war.
Quellen
Kunst, Kultur und Keramik in Neureut, https://www.karlsruhe-erleben.de/veranstaltung/kunst-keramik-und-kultur-in-neureut-f2dfe265ae; Demo in Karlsruhe-Neureut: 200 Personen demonstrieren gegen rechts, KA-News vom 15.2.2024, https://www.ka-news.de/region/karlsruhe/demo-in-karlsruhe-neureut-200-personen-demonstrieren-am-aschermittwoch-gegen-rechts-art-3088558#google_vignette (Zugriff jeweils am 25. September 2026).
Literatur
Hermann Ehmer: Geschichte von Neureut, Karlsruhe 1983.