Wohngebäude im Waidweg 2, Sommer 1944, Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS oXIVe 921.

Waidweg

Der Waidweg im Karlsruher Stadtteil Daxlanden beginnt als Fortsetzung der Inselstraße und verläuft in westlicher Richtung aus Daxlanden heraus bis an den Rhein. Vom Waidweg zweigt die Otto-Laible-Straße ab, dann kreuzt er die Daxlander Straße/Hermann-Schneider-Allee und geht am Frohngärtenweg und der Kreuzung Neugärtenweg/Babbergerstraße vorbei. Danach gehen die Martha-Kropp-Straße und der Hohleichweg ab. Unmittelbar nach Überquerung des Alten Federbachs führt der Reinhard-Kutterer-Weg als Nebenstraße zum Kleingartenverein Am Dammweg ab. Dann geht er in unbebautes Gelände über, geht vorbei am Kleingartenverein Federbach durch Wiesen und den Auwald, vorbei an Altrheinarmen und endet am Rhein. Der Weg wurde 1910 entweder nach Waid, einer zum Färben benutzten Pflanze, oder nach der Viehweide, früher auch waid geschrieben, benannt.

An der Kreuzung mit der Lilienstraße steht ein Wegkreuz, gemäß einer Inschrift aus dem Jahre 1885 und gestiftet von Mathilde Aneshänsel „zur Appenmühle“. Das Wegkreuz gilt als bemerkenswertes Bildwerk des Historismus und das Fortbestehen der für Daxlanden charakteristischen Tradition des Aufstellens von Wegkreuzen auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wo der Waidweg am Altrhein vorbeigeht, im Bereich Großgrund sind die Überreste des Westwallbunkers 72 zu sehen. Der Bunker aus Stahlbetonbau wurde 1938/39 erstellt und nach dem Zweiten Weltkrieg durch amerikanische Streitkräfte gesprengt. Er steht unter Denkmalschutz.

Alfred Becher 2018

Quellen

Straßennamen in Karlsruhe, Karlsruhe 1994, S. 200 (= Karlsruher Beiträge Nr. 7); https://web1.karlsruhe.de/db/kulturdenkmale/index.php?suchstring=Waidweg&Suche+starten=Suche+starten (Zugriff am 26. Juni 2018).

Literatur

Gerhard Kabierske/Ulrike Plate: Die Bau- und Kunstdenkmale von Daxlanden, in: Werner Burkart/Gottfried Ganz/Manfred Fellhauer/Manfred Koch/Edgar Morrison-Cleator (Hrsg.): Daxlanden – Die Ortsgeschichte, Karlsruhe 2007, S. 355-373.